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Fans beenden Pokémon Rot über Twitter trotz Sabotage-Aktion durch Team Rocket

Im Januar startete Constantin „Screenshakes“ Liétard bei Twitter ein besonderes Projekt. Fans von Pokémon konnten über sein Twitter-Profilbild Pokémon Rote Edition spielen. Klingt verrückt, hat aber wirklich funktioniert.

Auf diesen Tweet konnten SpielerInnen mit ihrem Wunschbefehlen antworten. Befehle wie „Up“, „Right“ oder „A“ hatten die entsprechende, offensichtliche Wirkung. Der jeweils am meisten gewünschte Befehl der letzten 15 Sekunden wurde dann per Programmierung an das Spiel geschickt. Der aktuelle Screenshot wurde geschossen und erschien dann als neues Avatar von Liétard.

90.000 Befehle später ist man am Ziel

Schon nach wenigen Tagen hatten Twitter-SpielerInnen gemeinsam Arenaleiterin Misty geschlagen. Und nach mehr als einem Monat und über 90.000 Befehlen hatte man gemeinsam die „Top Vier“ geschlagen und Mewtu gefangen. Die „Herde“ konnte sich einigen, ganz viele SpielerInnen hatten per unzähligen unterschiedlichen Befehlen letztlich erfolgreich eine Spielfigur gesteuert und durch Menüpunkte navigiert.

Ganz neu war die Idee natürlich nicht. Einige von euch erinnern sich vielleicht noch an „Twitch Plays Pokémon“, das ganz ähnlich funktionierte und die Befehle im Chat des Twitch-Streams entgegennahm. Das „soziale Experiment“ hat sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Ob es wirklich ein soziales Experiment war, da sind sich die Beobachter bis heute unsicher.

Aber Björn Balg hatte damals in einem Eurogamer-Artikel nicht Unrecht, als er schrieb: „Selbst in der Anonymität des Internets, die Leute normalerweise zu ihrem schlechtesten Verhalten treibt, fügte sich eine Gruppierung aus lauter Unbekannten zusammen, die gemeinsam richtige Entscheidungen trafen.“

Team Rocket griff zwischenzeitlich an

Doch diesmal ging es nicht ganz ohne schlechtes Verhalten. Ganz im Stile von Pokémon gab es nämlich zwischenzeitlich eine Sabotage durch eine Gruppierung, die sich Team Rocket nannte. Das Kollektiv griff in der Nacht an, als die meisten SpielerInnen schliefen. Per massenhaft koordinierten Befehlen ließ man die besten und am stärksten trainierten Pokémon frei. Einzig Kadabra blieb erhalten. Das war richtig knapp.

Bei YouTube könnt ihr euch einen Mitschnitt des Spiels im Zeitraffer ansehen. Wenn ihr Zeit und Geduld habt, stellt die Geschwindigkeit auf 0,25 und ihr könnt euch den Durchlauf etwa in Normalgeschwindigkeit begutachten!

Feierlichkeiten zum 25. Geburtstag von Pokémon

Anders als die Zelda-Serie (bisher) ließ uns Pokémon auch nicht mit der Party allein. Bei Pokémon Presents gab es allerhand Neuigkeiten. Pokémon-Legenden: Arceus soll zu Beginn des kommenden Jahres weltweit für Nintendo Switch erscheinen. Das Spiel soll eine „neue Herangehensweise“ an die Pokémon-Reihe bieten.

Außerdem kündigte man das von vielen Fans ersehnte Remake der vierten Generation an. In Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle verschlägt es euch einmal mehr nach Sinnoh, diesmal aber in runderneuerter Optik. Obendrein gab es einen neuen Trailer zu New Pokémon Snap, das schon am 30. April erscheint.

Bildmaterial: Pokémon Rote und Blaue Edition, Nintendo, The Pokémon Company, Game Freak

10 Kommentare

  1. Es bot sich ja geradezu an, als Team Rocket die Aktion zu sabotieren. Das geschah auch koordiniert und nicht einfach nur trollig durch wilde Befehle, war also irgendwie auch Teil des Spiels und Experiments! :) Fand das sehr interessant und hatte an sowas nicht gedacht, obwohl es doch auf der Hand lag.
  2. Prevailer schrieb:

    Es bot sich ja geradezu an, als Team Rocket die Aktion zu sabotieren. Das geschah auch koordiniert und nicht einfach nur trollig durch wilde Befehle, war also irgendwie auch Teil des Spiels und Experiments! Fand das sehr interessant und hatte an sowas nicht gedacht, obwohl es doch auf der Hand lag.
    Gebe den Leuten die Möglichkeiten frei zu handeln und sie entscheiden sich für das böse. xD
  3. Fayt schrieb:

    Klang für mich in dem Zusammenhang eher als ausgenutztes Schlupfloch (gerade hinsichtlich des Zeitpunkts) um die eigentliche Idee zu torpedieren, aber jeder wie er will.


    Das mag sicherlich für manche auch so aussehen. Aber dann hätte es eine entsprechende Reaktion vom "Veranstalter" gegeben. Ein Statement, ein Regelwerk, festgelegte Spielzeiten in denen eine Moderation stattfindet, die das Spiel Off nimmt, um die Pokemon zu retten, etc. Da gibs viele Möglichkeiten, sowas zu unterbinden.^^
  4. Ja durchaus, wie gesagt mir fällt da eve als paradebeispiel für derlei Möglichkeiten ein, was ich gern gespielt habe. Die Art und Weise spielt nur gegen meinen ethischen Ansatz. xD Erinnert mich auch ein wenig an das Experiment mit dem Knopf und dem Stromstoß.
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