Mit der Entscheidung, ab 2028 keine physischen PlayStation-Spiele mehr zu produzieren, hat Sony im vergangenen Juli für reichlich Unmut gesorgt. Besonders SammlerInnen und Fans klassischer Disc-Versionen kritisieren den Schritt. In den sozialen Medien verbreitete sich schnell der Slogan „No Disc, No Buy“.
Einige Fans gingen sogar noch einen Schritt weiter und riefen unter dem Namen „PlayStation Blackout“ zu einem Boykott auf. Das Ziel: Sony durch sinkende Aktivitätszahlen zum Umdenken bewegen.
Doch zumindest bislang scheint sich der Protest nicht in Sonys Geschäftszahlen widerzuspiegeln. Ganz im Gegenteil. Frühere Analysen deuteten auch schon auf ein gewisses Bild.
Rekordzahlen trotz Boykottaufrufen
Im Rahmen der aktuellen Geschäftszahlen hat Sony neue Daten zur Nutzung seiner PlayStation-Plattform veröffentlicht. Demnach verzeichnete das Unternehmen im September 127 Millionen monatlich aktive Konten. Das entspricht einem Anstieg von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und gleichzeitig einem neuen September-Rekord.
Auch die gesamte Spielzeit entwickelte sich positiv. Im vergangenen Quartal, das am 30. September endete, stieg sie im Jahresvergleich um vier Prozent.
Sonys Finanzchefin Lin Tao sieht darin einen positiven Trend. Die Entwicklung beider Kennzahlen habe sich gegenüber dem vorherigen Quartal deutlich verbessert, „was unserer Ansicht nach zeigt, dass sich das Engagement insgesamt stetig verbessert“.
Mit anderen Worten: Aus Sicht von Sony nutzen die Menschen die PlayStation-Plattform zunehmend intensiver.
Hat der Protest überhaupt etwas bewirkt?
Zumindest anhand dieser Zahlen lässt sich bislang kein spürbarer Rückgang der PlayStation-Nutzung erkennen. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass der Boykott wirkungslos geblieben ist.
Schließlich können PlayStation-BesitzerInnen ihre bereits gekauften Spiele weiterhin spielen, ohne neue Titel zu erwerben. Auch sagen die Aktivitätszahlen allein nichts darüber aus, wie viele Menschen aufgrund der Entscheidung tatsächlich auf einen Kauf verzichtet haben.
Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings eine weitere Zahl aus Sonys Geschäftsbericht: 78 Prozent der verkauften vollständigen Spiele waren im vergangenen Quartal digitale Downloads. Das entspricht einem Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Während die Kritik an Sonys Abschied von physischen Spielen also weiterhin laut ist, zeigen die aktuellen Zahlen vor allem eines: Die PlayStation-Plattform wächst bei den aktiven Konten und der Spielzeit trotzdem weiter. Ob sich der Protest langfristig auf das Kaufverhalten auswirkt, bleibt abzuwarten.
via GamesRadar, Bildmaterial: Sony Interactive Entertainment

Können wir mal wieder die Zahlen genau betrachten? Also was sind das für Verkäufe. Nehmen wir die Meldung ein paar Tage zuvor. Final Fantasy 7 Teil 1 und 2 für je 10€. Natürlich kaufe ich da digital da Physisch viel zu teuer ist, zum aktuellen Preis. Wenn Sony jetzt ständig Spiele im Sale anbietet, dann gehen die digitalen Verkäufe hoch. Aber das entscheidende ist der Besitz und nicht der Verkauf, worum es hier geht.
Wie hieß es schon in Fight Club? "I will bring us through this. As always, I will carry you kicking and screaming, and in the end you will thank me."
Man wird sich anpassen. PC digital, Switch 2 ist so ein Zwischendings mit ihren Keycards, Xbox Helix ist noch nicht entschieden ob mit oder ohne Laufwerk. Wenn auf der PS5/6 ein Spiel erscheint, das ich spielen möchte und es keine Disks mehr gibt, greif ich auch digital zu. Wem ist damit geholfen wenn ich bockig in meinem Zimmer sitze und zB das neue FF oder Stellar Blade nicht spiele, da es nicht physisch auf den Markt gekommen ist. Klar kann man argumentieren, dass es sehr wohl Wirkung zeigt, wenn die Mehrheit der Gamer die Finger von digital only lässt. Doch genau das wird nicht passieren. Wir leben in der Zeit des Übergangs. Ich werde meiner Tochter wenn sie alt genug ist von Videokassetten, Walkman, DVD, ect erzählen und sie wird die Augen verdrehen und ihren Stream starten.
Mir ist das ziemlich ob es effektiv ist oder nicht , für mich ist die Ps6 (und jede andere Konsole die voll Digital geht) halt gestorben. Wenn es wirklich ein Spiel gibt was ich unbedingt spielen will gibt es auf den Pc genug Möglichkeiten wo man sich aussuchen kann den entwickler zu unterstützen oder halt auch nicht (vor allem da seit der Ankündigung massive fortschritte erzielt wurden). Am Ende wenn dann Sony die Preise von allem extrem weiter erhöht (extrem viele Konsolen werden sie bei den Preisen ja nicht verkaufen), immer stärker auf Abo Modelle setzt und schließlich dann versucht Streaming only durch zu setzen werde ich einfach am Seitenrand mit meiner Spielesammlung lachen, schließlich wollten die Leute es so und dann haben sie es auch verdient.