Ein Remake von Final Fantasy VI wird spätestens seit der Ankündigung der Remake-Serie zu Final Fantasy VII diskutiert – und zwar nicht nur unter Fans. Sogar im Unternehmen hätten immer wieder Leute danach gefragt, wie Yoshinori Kitase schon 2024 eingestand.
Allerdings: es wäre langwierig. Und es fehlen schlicht die Ressourcen, vor allem angesichts des Mega-Projekts namens Final Fantasy VII Remake. Später ruderte Kitase ein bisschen zurück. Es gäbe „sicherlich Möglichkeiten“ für ein Final Fantasy VI Remake. Und es gäbe ja auch keine eiserne Regel, nach der es ein „superrealistisches Foto-Real-Art“ Projekt sein müsse.
Beim Final Fantasy XIV Fan Festival am Wochenende in Berlin war ein Remake von Final Fantasy VI wieder ein Thema, diesmal war Yoshinori Kitase aber nicht dabei. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion nahm Naoki Yoshia Bezug auf die vielseitigen Remake-Wünsche von Fans.
An dem Panel nahm auch Naoki Hamaguchi Teil, der Leiter des Remake-Projekts von Final Fantasy VII. Selbiges findet bald mit einer Kollaboration seinen Einzug in die Welt von Final Fantasy XIV, weshalb Hamaguchi den weiten Weg nach Berlin in Kauf nahm.
Der Umfang ist immens
Naoki Yoshida warnte Fans, dass ein vollständiges Remake beispielsweise von Final Fantasy VI noch quälend länger sein könnte, als Fans es bereits gewohnt sind. „Natürlich verstehe ich die Gefühle der Spieler, aber man muss das schon bedenken“, sagte Yoshi-P. „Schaut euch Final Fantasy 6 an, das ist so ein unglaublich großes Spiel. Der Umfang ist einfach immens.“
Und das gelte auch für andere Spiele der Reihe wie Final Fantasy VIII oder IX. „Da ihr derzeit an der ‚Final Fantasy 7‘-Reihe arbeitet, verstehe ich natürlich, dass die Leute nach Remakes anderer Titel fragen. Aber wenn wir diese anderen Titel neu auflegen würden, müssten wir sie wahrscheinlich in vier oder vielleicht sogar fünf Teilen veröffentlichen.“
Und selbst wenn, für Naoki Hamaguchi ist das wahrscheinlich sowieso nichts. Der Tenor von Hamaguchi erst vor wenigen Wochen: Sein nächstes Projekt sollte zwar ein JRPG sein. Aber er suche eine Herausforderung, sei es Final Fantasy oder eine andere IP – und zwischen den Zeilen liest man irgendwie, dass es nicht unbedingt nochmal ein langwieriges Remake-Projekt sein muss.
via GamesRadar, Bildmaterial: Final Fantasy VI, Square Enix

Was Yoshi-P da behauptet kann ich nicht nachvollziehen. Final Fantasy VI ist kein wirklich umfangreiches Spiel(zumindest nicht so umfangreich wie er behauptet), die Story wäre selbst wenn man sie erweitern würde, nicht so lang. Und das gesamte nebenkram ist jetzt auch nicht so groß. Es ist deutlich kleiner als ein Final Fantasy 7 oder Teil 8. Da verschätzt sich Yoshida, aber gewaltig.
Lasst es lieber. Ich spiele ja gerade den 6. Teil und auch wenn ich den jetzt mehr mag als beim ersten mal, müsste man einfach so viel überarbeiten damit es ein wirklich gutes Remake wird. Damals mag das alles noch in Ordnung gewesen sein aber man ist halt mittlerweile so viel bessere gewohnt. Allein wenn man sich die Teammitglieder anschaut, davon haben vielleicht 6 von 14 (habe jetzt nicht gezählt) wirklich tiefe. Der Rest ist halt so verdammt flach, uninteressant und unrelevant mit kaum Dialogen, das man schon den verdacht hat das hier auf Masse statt klasse gesetzt wurde. Wenn man da jetzt jeden Charakter mal eine ordentliche Persönlichkeit und Geschichte in einem Remake verleihen würde, dann würde das tatsächlich Unmengen an Arbeit sein.
Und von Story Struktur ab der 2. Hälfte will ich gar nicht erst anfangen. Das geht halt komplett gegen jegliches gute Storytelling. Macht also von mir aus ein 2d hd Remake was 1 zu 1 ist um die Fans abzuholen, aber ansonsten arbeitet lieber an FF17 (am besten mit Hamaguchi) oder irgendwelche neuen spin offs.
Ich würde ein HD-2D-Remake von Final Fantasy VI definitiv begrüßen – als kleines, liebevoll gemachtes Remake mit modernen Komfortfunktionen und ein paar sinnvollen Anpassungen an heutige Gaming-Gewohnheiten. Mehr braucht es meiner Meinung nach gar nicht.
Ein großes, mehrteiliges Blockbuster-Remake wie bei Final Fantasy VII halte ich dagegen für die falsche Richtung. Zum einen würde das enorm viele Ressourcen verschlingen und neue Hauptteile wie Final Fantasy XVII oder interessante Spin-offs nur weiter nach hinten verschieben.
Zum anderen müsste man für ein modernes AAA-Remake an Final Fantasy VI viel zu viel überarbeiten. Ich mag das Spiel inzwischen deutlich mehr als früher (mache wie @ElPsy auch gerade einen erneuten Durchgang), aber aus heutiger Sicht sind viele Figuren einfach zu oberflächlich und bekommen kaum Charakterentwicklung. Auch die Story in der zweiten Hälfte könnte auch nach meiner Meinung einiges an Überarbeitung brauchen, um modernen Ansprüchen gerecht zu werden. Das wäre ein riesiger Aufwand.
Deshalb wäre ein HD-2D-Remake mit einigen Quality-of-Life-Verbesserungen für mich der ideale Kompromiss: Es bewahrt den Charme des Originals, holt neue Spieler ab und bindet gleichzeitig nicht jahrelang ein riesiges Entwicklerteam an ein Projekt, das am Ende ohnehin nicht jeder haben möchte.
Nein, müsste man nicht. Wenn man auf allzu ausladende Handlungserweiterungen verzichten und sich gegenüber der Möglichkeit von AA-Remakes öffnen würde, wären Neuauflagen von FF6, 8 oder 9 in jeweils einem Spiel möglich.