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„Jetzt in zehn Minuten erledigt“ – Trails-Entwickler Falcom über den Einsatz von KI

Der Einsatz von generativer KI ist auch in der Videospielentwicklung ein kontrovers diskutiertes Thema. Zuletzt machte etwa Larian-Chef Sven Vincke (Baldur’s Gate 3) Schlagzeilen, als er in einem Interview erklärte, dass generative KI durchaus zum Einsatz käme, wenngleich vorrangig zur Erstellung von Platzhaltern und frühen Skizzen.

Auch „Clair Obscur“-Macher Sandfall Interactive sah sich kürzlich der Kritik ausgesetzt, von generativer KI Gebrauch gemacht zu haben. Die Konsequenz: Zwei Indie Game Awards wurden dem Studio nachträglich wieder aberkannt.

Nun folgt die nächste – renommierte – Schmiede, die öffentlich erklärt, dass generative KI im Entwicklungsprozess zum Einsatz komme. Demnach habe Falcom – Entwickler der „Trails“- oder auch „Ys“-Reihe – „vorsichtig“ damit begonnen, entsprechende Praktiken in frühen Entwicklungsphasen zu implementieren.

Wie User Umisuika auf Twitter berichtet, der an einer kürzlichen Aktionärsversammlung des Unternehmens teilnahm, habe ein Falcom-Vertreter erklärt: „Wir gehen aufgrund rechtlicher Bedenken vorsichtig vor.“ Man nutze KI beim Brainstorming für Szenarien und um Recherchen durchzuführen. „Was früher zwei bis drei Stunden dauerte, ist jetzt in zehn Minuten erledigt.“ Man verwende KI auch, um Tippfehler in Szenarien auszubessern.

Der nicht unumstrittene Daniel Vávra, Boss von „Kingdom Come“-Studio Warhorse, kann die „Hysterie“ um den Einsatz von KI übrigens nicht teilen. Er erklärte kürzlich im Kontext „Larian“: „Larian sagte, sie würden etwas tun, was absolut jeder tut, und erntete dafür einen irrsinnigen Shitstorm.“

via Eurogamer, Bildmaterial: Trails in the Sky 2nd Chapter, GungHo Online Entertainment, Falcom

3 Kommentare

  1. Traurig mitanzusehen wie die Kunstform Videospiel einfach stirbt. Bleibt zu hoffen das es ein paar wenige übrigbleiben werden die in Videospiele noch ein Passion und Kunst sehen werden und nicht nur ein Produkt was man mit KI Slop schnell im Fließband produziert.

    an nutze KI beim Brainstorming für Szenarien und um Recherchen durchzuführen.

    Ah ja die guten alten Recherchen wo die Ki ja auch so zuverlässig ist. Freue mich schon das noch mehr Fehlinformationen verbreitet werden.

    Man verwende KI auch, um Tippfehler in Szenarien auszubessern.

    Ist meiner Meinung nach einer der wenigen legitimen Nutzungsmöglichkeiten von KI. Das Problem ist nur das Ki hier auch noch genug Fehler macht (und dann wollen damit auch noch Recherchen machen wenn es schon beim einfachsten versagt).

  2. Traurig mitanzusehen wie die Kunstform Videospiel einfach stirbt. Bleibt zu hoffen das es ein paar wenige übrigbleiben werden die in Videospiele noch ein Passion und Kunst sehen werden und nicht nur ein Produkt was man mit KI Slop schnell im Fließband produziert.

    Ich sehe es noch als ein Werkzeug, ähnlich wie Hammer und Meißel beim Bildhauer oder dem Pinsel eines Malers. Kreation entsteht zuerst im Kopf und ohne kreativen Input (gefüttert werden) könnte auch KI nichts von sich aus erschaffen. Letztlich entscheidet das finale Produkt darüber ob es für mich ein gutes Spiel ist oder nicht, nicht ein einzelner Baustein.

  3. GenAI empfinde ich schon als mehr als nur ein Werkzeug. Aber mir ist die Transparenz selbst wichtiger als die Frage, ob man es nutzt.

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