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Gesetzesentwurf scheitert: Stop Killing Games erleidet auch in den USA einen Rückschlag

Der „Protect Our Games Act“, eingebracht vom kalifornischen Abgeordneten Chris Ward, wurde im vergangenen Monat der California State Assembly zur Abstimmung vorgelegt und dort mit 43 zu 16 Stimmen angenommen.

Doch dieser Entwurf ist nun im Staatssenat gescheitert. Vier Demokraten stimmten dafür, drei Republikaner dagegen, der Rest enthielt sich – damit erreicht der Entwurf nicht die nötigen Ja-Stimmen. Nachdem „SKG“ zuletzt trotz anfänglich positiver Resonanz an der EU-Kommission gescheitert ist, gibt es damit nun den nächsten Rückschlag.

Ein Kampagnenhelfer erklärt: „Das war unser erster Versuch, in unserem ersten Jahr in den USA, mit einem US-Budget von null Dollar. Kein bezahltes Personal in Kalifornien. Keine Kriegskasse. Keine Lobbyarbeit vor Ort. Der Zeitplan war so knapp, dass wir nicht schnell genug Mittel beschaffen konnten, um Leute ins Gebäude zu bringen.“

Zuletzt wurde von der Entertainment Software Association (ESA) behauptet, dass private Server, wie sie etwa für Minecraft betrieben werden, illegal seien. Dies könnte die Senatoren beeinflusst haben. Die ESA verteidigt dieses Statement gegenüber VGC.

Die Initiative kündigte an: „Wir hören nicht auf – nicht einmal ansatzweise. In der nächsten Sitzungsperiode kommen wir mit Lobbyarbeit vor Ort, der nötigen Finanzierung für eine professionelle Umsetzung und einer langen Liste unterstützender Organisationen und Entwickler zurück.“ Zudem plane man, den Gesetzesentwurf in mehreren Bundesstaaten einzubringen.

via VGC, Bildmaterial: The Crew, Ubisoft

2 Kommentare

  1. Wie die EU-Initiative ausgeht, war letztes Jahr bereits absehbar. Der Vorstoß in Kalifornien hätte jedoch so oder so ausgehen können. In einem Update-Video vor drei Wochen verglich Ross Scott noch die Prozesse in der EU und in Kalifornien und kam zu dem Schluss, dass die USA hier einen so viel effizienteren, schnelleren, faireren, transparerenten Prozess vorlegen würden.

    "Effizient" wurde AB 1921 am Ende aber nur vom Tisch gewischt in den Staaten. Und zwar nicht, weil so viele korrupte Politiker dagegen gestimmt hätten, und auch ganz sicher nicht, weil sich eine Sprecherin der ESA im Trommelfeuer der Rückfragen unglücklich ausgedrückt hat. Sondern, weil am Ende vier von elf Wahlberechtigten so unendlich desinteressiert waren, dass sie sich der Stimme enthielten.

    Vor der EU hat SKG nicht mal eine Schlappe erhalten: Codes of Conduct und Kodizes haben sich in der Vergangenheit als wirksame, unbürokratische Maßnahmen erwiesen, um Firmen begreiflich zu machen, was auf europäischem Boden nun einmal ethisch-moralisch von ihnen erwartet wird. In Kalifornien dagegen passiert jetzt erstmal gar nichts, weil der Gesetzesentwurf den Stimmberechtigten komplett am Allerwertesten vorbeigegangen ist. Hier hat SKG die erste tatsächliche Niederlage auf ganzer Linie eingefahren.

    Nach der EU-Entscheidung hieß es schrill von SKG: "Geheime Meetings! Korruption! Wir haben's ja gleich gesagt!"
    Nach Kalifornien heißt es leise: "Geht auf unsere Kappe – wir waren einfach schlecht vorbereitet".

    Ich werde echt nicht warm mit diesen Leuten.

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