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Die Bewegung „Stop Killing Games“ verzeichnet auch in den USA den ersten Erfolg

Auch in den USA ist die „Stop Killing Games“-Bewegung aktiv und kann in Kalifornien einen Erfolg vorweisen: Die Staatsversammlung hat einen Gesetzesentwurf zum „Protect Our Games Act“ verabschiedet. Der Entwurf zielt darauf ab, die Verbraucherrechte rund um Videospiele zu stärken, damit SpielerInnen nicht den Zugriff auf gekaufte Titel verlieren. Auch 2026 geht dieser Trend weiter – laut SKG wurden bereits 52 Spiele in diesem Jahr eingestellt.

Der Abgeordnete Chris Ward gab auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Initiative bekannt, dass der Gesetzesentwurf AB-1921 („Protect Our Games Act“) die Staatsversammlung passiert hat. Als Nächstes geht er in den Senat des Bundesstaates, wo er laut Ward im Juni in einem Ausschuss diskutiert wird.

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In Zukunft wird es laut Entwurf nötig, dass Spielefirmen eine Frist von 60 Tagen einhalten müssen, bevor sie ein Server-abhängiges Spiel abschalten. Zudem ist geplant, die Publisher zu verpflichten, eine alternative Version des Spiels bereitstellen, die „vom Käufer unabhängig von durch den Betreiber kontrollierten Diensten genutzt werden kann“ – also eine Version, die keine Serververbindung mehr benötigt.

Alternativ können sie das bestehende Spiel patchen oder aktualisieren, sodass es auch nach Abschaltung der Server „unabhängig von durch den Betreiber kontrollierten Diensten“ weiterhin spielbar ist, oder als letzte Option den SpielerInnen den vollen ursprünglich gezahlten Kaufpreis erstatten.

F2P-Spiele nicht von Gesetzesentwurf betroffen

Das Gesetz könnte allerdings eine Lücke enthalten: Live-Service-Spiele, die „free-to-play“ erscheinen, müssen keine Rückzahlung leisten. Andere Optionen zeigte beispielsweise MultiVersus. Eine Offline-Version des Spiels besteht weiterhin – inklusive aller freigeschalteten und gekauften Inhalte.

Beratung und Abstimmung steht aus

Der Gesetzesentwurf wird nun an den Staatssenat weitergeleitet, wo er erneut beraten und zur Abstimmung gestellt wird. Wird er dort angenommen, arbeiten Mitglieder von Repräsentantenhaus und Senat anschließend an der endgültigen Fassung des Gesetzes, bevor es zur finalen Genehmigung eingereicht wird. Danach wird es veröffentlicht, und der Präsident hat zehn Tage Zeit, es zu unterzeichnen oder ein Veto einzulegen.

Auch außerhalb der USA macht die Bewegung Fortschritte. Bereits 2025 hatte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Nicolae Stefanuta, seine Unterstützung bekundet und die Petition sogar selbst unterzeichnet. Im Mai 2026 erklärte ein Vertreter der Europäischen Kommission, dass eine offizielle Antwort auf die Petition noch vor dem Sommer erfolgen werde. Wie diese ausfallen wird, ist derzeit unklar, da einige Europaabgeordnete die Bewegung offen unterstützen, während andere sie kritisieren.

Gegenwind der Publisher

Gegenwind gibt es aber auch. Die europäische Publisher-Organisation Video Games Europe gehört zu den Kritikern und argumentiert, dass Live-Service-Spiele durch entsprechende gesetzliche Vorgaben erheblich teurer in der Entwicklung würden.

Allerdings würde das kalifornische Gesetz eben auch nicht alle Spiele betreffen: Free-to-play-Titel, Spiele aus Abo-Diensten sowie Spiele, die „dauerhaft“ offline spielbar sind, sind ausgenommen. Auch in den USA gibt es Kritik – die Entertainment Software Association äußerte Bedenken hinsichtlich „Sicherheits- und Urheberrechtsfragen“ bei eingestellten Spielen.

via GameRant, VGC, Bildmaterial: The Crew, Ubisoft

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