Stop Killing Games ist eine Initiative zur Verhinderung der Abschaltung von Spielen. Nach über einer Million Unterschriften konnten sie ihr Anliegen nun im Europäischen Parlament vorstellen. Die 45-minütige Anhörung traf zumindest auf offene Ohren.
Die Anhörungsvorsitzenden erkannten an, dass es sich dabei um ein großes Anliegen für viele Menschen in Europa ist und übernahmen die Forderung, dass digitale Käufe dauerhaft nutzbar bleiben und Verbraucherrechte geschützt werden. Man werde sich mit Regelungen befassen, die diesen Bereich derzeit nicht ausreichend abdecken, und seine Ergebnisse im Juli vorlegen.
Ein digitales Medium mit Lizenzierung statt Verkauf
Laut Stop Killing Games sei es ein Problem, dass das digitale Medium Videospiele auf stark regulierten Plattformen stattfindet. „Wenn wir sagen, ein Spiel wurde zerstört, meinen wir, dass ein Publisher dauerhaft alle verkauften Kopien deaktiviert hat, sodass sie niemand jemals wieder spielen kann“, sagte Scott von SKG.
„Wenn Sie ein Buch in einem Laden kaufen, kann der Verlag nicht einfach zu Ihnen nach Hause kommen und es Ihnen nach Belieben wieder wegnehmen. (…) Dieses Verhalten wäre in anderen Branchen ungeheuerlich“. Von 400 untersuchten Titeln wurden 93,5 Prozent nach Support-Ende abgeschaltet. „Diese Geschäftspraxis richtet im Medium mehr Zerstörung an als alles andere – mit großem Abstand“.
Verantwortungsvoller Umgang mit Videospielen gefordert
„Diese Initiative begrüßt jede Lösung, die das Problem der massenhaften Zerstörung von Videospielen behebt. Wir möchten, dass dies für alle Beteiligten so einfach und praktikabel wie möglich ist, und sind sehr offen dafür, wie das umgesetzt wird. Wir verlangen nicht einmal, dass Publisher ihre Geschäfts- oder Monetarisierungsmodelle ändern – nur, dass sie den Support auf verantwortungsvolle Weise beenden. Unser einziges Ziel ist es, diese zerstörerische Praxis zu verbieten und grundlegende Schutzmaßnahmen für Verbraucher und das Medium als Ganzes zu erreichen“, schloss Scott.
Die Anhörung im Original:
via Eurogamer, Bildmaterial: The Crew, Ubisoft

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