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Ehemaliger PlayStation-Chef spricht Xbox Verständnis der Gaming-Industrie ab

Müsste man Xbox als Unternehmen in den letzten Jahren mit einem Wort zusammenfassen, wäre „Inkonsequenz“ durchaus treffend. Die groß beworbene Multiplattform-Strategie stampfte man kürzlich wieder ein – Gears of War: E-Day erscheint etwa wieder exklusiv für die hauseigene Konsole.

Zahlreiche erworbene Studios werden wieder geschlossen. Zuletzt kündigte man ein neues Senua-Projekt von Ninja Theory an, nur um das mögliche Ende des Studios Tage später in Aussicht zu stellenKurzum: Bei Xbox herrscht offensichtlich eine gewisse Identitätskrise.

Findet auch der ehemalige PlayStation-Chef Shawn Layden, der den Verantwortlichen bei Xbox kurzerhand das Verständnis für die Funktionsweise der Spielindustrie abspricht. „Auch auf die Gefahr hin, wie ein ‚Hater‘ zu klingen (was ich wirklich nicht bin): Diese Schritte zeugen von einem grundlegenden Missverständnis der Dynamik in der Welt der interaktiven Unterhaltung“, so Layden via LinkedIn.

Eine Ansicht, die vor dem Hintergrund der wackligen Unternehmenshistorie in den letzten Jahren durchaus Hand und Fuß hat. Gleichzeitig bekleckerte sich PlayStation in den vergangenen Jahren auch nicht immer mit Ruhm. Mit dem Live-Service-Fokus fuhr man diverse groß angelegte Projekte gegen die Wand. Und auch hier schlossen die Türen diverser prestigeträchtiger Studios.

Wer im Glashaus sitzt, sollte also nicht mit Steinen werfen, könnte man empfehlen. Dazu sei allerdings angemerkt, dass die jüngsten Negativschlagzeilen bei PlayStation nicht unter der Führung von Layden erfolgten. Bereits 2019 verließ er nach 32-jähriger Karriere bei Sony das Unternehmen.

via GamesRadar, Bildmaterial: Xbox

1 Kommentar

  1. Welcher Hersteller hatte nicht gehofft, dass die Verkaufszahlen aus der Pandemiezeit langfristig gehalten werden können?
    Die haben alle wie verrückt expandiert und Spiele angekündigt, nur mit dem Ergebnis, dass viele potentielle Projekte eingestellt wurden.

    Jetzt ist es leider so, wie es ist und da braucht es niemanden, der sagt, dass man es hätte anders machen müssen. Keiner will etwas von Kaptn Einsicht hören.

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