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„Professor Layton“-Studio spricht offen über Problem, das heute fast alle Studios betrifft

Level-5 war einmal bekannt dafür, große Marken wie Professor Layton, Inazuma Eleven oder Yo-kai Watch beinahe im Jahrestakt mit neuen Spielen zu versorgen. Aus heutiger Sicht wirkt dieses Tempo fast unwirklich – und genau das sieht offenbar auch Firmenchef Akihiro Hino so.

In einem Interview mit 4Gamer (via Automaton Media) sprach Hino nun darüber, wie sehr sich die Spieleentwicklung in den vergangenen Jahren verändert hat und warum ein solches Veröffentlichungsmodell heute kaum noch realistisch sei.

Höhere Ansprüche, längere Entwicklungszeiten

Rückblickend beschreibt Hino die damalige Phase bei Level-5 als fast schon surreal: „Es gab eine Zeit, in der wir fast jedes Jahr neue Titel herausgebracht haben. Nicht nur Inazuma Eleven, sondern auch Yo-kai Watch. Das war eine traumhafte Zeit – oder vielleicht auch eine höllische (lacht).“

Heute seien die Anforderungen an Spiele jedoch deutlich gestiegen. Laut Hino hätten sich sowohl die Produktionsweise als auch die erwartete Qualität massiv verändert. Spiele würden inzwischen nur noch dann als kommerzielle Produkte akzeptiert, wenn sie ein entsprechend hohes Niveau erreichen. Das verlängere die Entwicklungszeiten spürbar – ein Problem, mit dem laut Hino wohl nahezu alle Studios zu kämpfen hätten.

Inazuma Eleven soll trotzdem schneller zurückkehren

Gerade bei Level-5 zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich. Inazuma Eleven: Helden der Siegesstraße wurde ursprünglich bereits 2016 angekündigt und sollte 2018 erscheinen. Nach zahlreichen Verschiebungen, einem Neustart und mehreren Überarbeitungen erschien das Spiel letztlich erst im November 2025. Ähnlich erging es auch Fantasy Life i: Die Zeitdiebin.

Trotzdem scheint Level-5 aus den langen Wartezeiten Konsequenzen ziehen zu wollen. Hino erklärte, dass man künftig Wege finden müsse, Entwicklungszeiten effizienter zu verkürzen. Gleichzeitig soll die Wiederbelebung von Inazuma Eleven nun konsequent vorangetrieben werden.

Ein wichtiger Baustein dabei ist das Mobile-Spiel Inazuma Eleven Cross. Das Spiel erschien Anfang Juni in Japan. Laut Hino sei der Zeitpunkt bewusst gewählt, weil die Begeisterung für Fußball im  Vierjahresrhythmus besonders hoch sei – ein klarer Verweis auf große Turniere wie die aktuelle Weltmeisterschaft. Geplant sind Updates im Abstand von ein bis drei Monaten sowie größere Inhalte etwa alle sechs Monate, zunächst mit Fokus auf Japan.

Und dabei soll es offenbar nicht bleiben. Hino stellte in Aussicht, dass innerhalb des nächsten Jahres noch eine weitere größere Ankündigung rund um Inazuma Eleven folgen könnte.

via Automation Media, Bildmaterial: Professor Layton und die Neue Welt des Dampfes, Level-5

3 Kommentare

  1. Also für mich müssen die nicht höher hinaus oder mehr und teurer produzieren. Mir reichen Spiele wie NiNoKuni 1 völlig aus ;)

  2. Mir reichen Spiele wie NiNoKuni 1 völlig aus

    Ich glaube das gehört mit den zu den aufwendigsten Level 5 Produktionen ^^". Schließe mich dem an, allerdings hat Level 5 natürlich auch recht. Wenn ein Professor Layton für die Switch / Switch 2 rauskommt, erhoffe ich mir eine zeitgemäße Präsentation und Weltgestaltung. Dinge wie Voice-Acting möchte ich auch nicht mehr missen. Mit den Trailern zu World of Steam haben sie mich hier auch voll überzeugt und Level 5 selbst hatte ja beim Sprung von Layton vom DS auf den 3DS die Messlatte angenehm höher gelegt. Das da mehr Ressourcen und Zeit einfließen ist selbstverständlich. Bei Rogue Galaxy für die PS2 sind ja damals auch in die Vollen gegangen und haben ein herausragendes Spiel rausgebracht. Hat sicherlich mehr gekostet, aber die Verkaufszahlen dürften den Mehraufwand honoriert haben.

    Die Hauptsache ist, dass sich Spieleschmieden nicht verrennen und realistisch kalkulieren. Ich vergleiche das gern zwischen Deutschland und Schweiz. Während Letztere bei Projekten von Anfang an die Gesamtkosten realistisch plant (inklusive Puffer) und am Ende ziemlich genau dort rauskommen, wo sie hinwollten (kostentechnisch und projektseitig), sieht es in Deutschland anders aus. Da werden bei öffentlichen Projekten Kosten von vornherein aus der Kalkulation genommen, damit diese überhaupt genehmigt werden, Bedenken von Fachleuten beiseite gewischt und gerne haufenweise Änderungen und Sonderwünsche eingebracht. Das Resultat: Völlig explodierende Kosten und Bauzeiten bei teils sehr fragwürdigen Ergebnissen.

    Bei Level 5 mache ich mir da aber weniger sorgen. SE wäre eher ein Kandidat, der in den letzten 20 Jahren vermehrt mit überbordenden Plänen geglänzt hat. Seit der Einführung von HD-2D sind sie aber auch wieder auf einem besseren Weg.

  3. Wenn man bedenkt, wie sie damals jede erfolgreiche IP zu Tode gemolken haben und damit ziemlich schnell ausbluten ließen... ist das vielleicht keine so schlechte Entwicklung, zumindest was Level 5 anbelangt 😅

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