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Warum Nintendo an seinen Mitarbeitenden, anders als andere, dauerhaft festhält

Während Entlassungswellen in der Videospielbranche längst leider keine Seltenheit mehr sind, verfolgt Nintendo traditionell einen anderen Ansatz. Statt regelmäßig große Teile der Belegschaft auszutauschen, setzt das japanische Unternehmen auf langfristige Zusammenarbeit und erfahrene Teams.

Warum das gerade für traditionsreiche Spielereihen wie The Legend of Zelda von Vorteil ist, hat jetzt Eiji Aonuma in einem Interview mit GameSpot erklärt. Der Zelda-Produzent ist selbst seit mittlerweile 38 Jahren bei Nintendo beschäftigt und kennt die Unternehmenskultur entsprechend gut.

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Erfahrung ist bei Nintendo ein wichtiger Faktor

Für Aonuma liegt der größte Vorteil vor allem darin, dass langjährige MitarbeiterInnen bereits zahlreiche Erfahrungen miteinander geteilt haben. Dadurch falle es leichter, gemeinsam neue Projekte anzugehen oder kreative Entscheidungen zu treffen.

„Ich glaube, man erkennt einen echten Vorteil darin, Mitarbeiter mit sehr langer Betriebszugehörigkeit zu haben, die im Laufe der Zeit dieselben Erfahrungen gemacht haben“, erklärt Aonuma. Gerade bei neuen Herausforderungen müsse man sich dadurch nicht jedes Mal von Grund auf verständigen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Nintendo ausschließlich auf erfahrene EntwicklerInnen setzt. Auch neue Talente sollen selbstverständlich ihre Ideen einbringen. Allerdings brauche es Zeit, um ihnen die bestehenden Arbeitsweisen und deren Hintergründe näherzubringen.

Hier sei laut Aonuma die richtige Balance entscheidend. „Man möchte nicht, dass die neuen Mitarbeiter Dinge nur auswendig lernen oder ohne die Gründe dafür zu verstehen; da muss man investieren.“

Mit anderen Worten: Neue MitarbeiterInnen sollen nicht einfach blind bestehende Abläufe übernehmen, sondern auch verstehen, warum bestimmte Entscheidungen getroffen werden.

Auch Zelda profitiert von dieser Philosophie

Als Beispiel nennt Aonuma die Zelda-Reihe selbst. Zwar verändere sich das Entwicklerteam über die Jahre, doch ein fester Kern bleibe von Projekt zu Projekt erhalten.

„Man sieht zwar, wie sich das Zelda-Team im Laufe der Zeit verändert, aber es gibt eine Kontinuität bei den Kernmitarbeitern“, erklärt er. Dadurch gebe es eine gemeinsame Grundlage, auf der neue MitarbeiterInnen aufbauen könnten.

Diese Arbeitsweise verfolge Nintendo laut Aonuma bereits seit den frühen Projekten von Shigeru Miyamoto. Sie trage auch dazu bei, dass sich die Zelda-Reihe trotz neuer Ideen und wechselnder EntwicklerInnen über Jahrzehnte hinweg eine gewisse Identität bewahrt habe.

Ein aktuelles Beispiel für den Generationswechsel ist das kürzlich veröffentlichte The Legend of Zelda: Ocarina of Time-Remake. Hier übernahm mit HokWai Ng erstmals ein vergleichsweise neuer Director die Leitung eines Zelda-Projekts. Aonuma hatte ihn zuvor bei der Entwicklung von Tears of the Kingdom kennengelernt und war besonders von seiner eigenständigen Problemlösung beeindruckt.

Hinkt der Vergleich?

Nintendo mit westlichen Studios zu vergleichen – so einfach geht das aber nicht, findet der gern kontroverse Jacob Navok (einst Square Enix) bei Twitter. Nintendo bezahle auch nur ein Drittel der Gehälter wie Unternehmen in Kalifornien. Außerdem sei die Inflation in Japan seit Jahren bei null und die Lebenshaltungskosten geringer.

Das mag sein, die japanische Kultur ist aber sicherlich auch eine andere und dass es auch westliche Studios außerhalb von Kalifornien und Washington gibt, lässt wiederum Navok außer Acht. Trotzdem lohnt sich natürlich ein Blick über den Tellerrand.

via GamesRadar, Bildmaterial: Nintendo, Illumination Entertainment

2 Kommentare

  1. Auch wenn ich viele Sachen an Nintendo nicht leiden kann (die ganze palworld Sache sehe ich immer noch als ziemlich schlimm an), sind sie dennoch nicht ganz so eine drecksfirma wie Sony oder Microsoft, die ja komplett auf Mitarbeiter und Kunden scheißen. Und wenn man sich die aktuelle Landschaft anschaut gibt der Erfolg Nintendo ja recht. Bleibt nur zu hoffen das Sony und xbox komplett den Bach runtergehen damit sie vielleicht mal wieder merken und verstehen was es heißt gute videospiel Firmen zu sein

  2. Komisch das Microsoft trotzdem Tango und Sony die Japan Studios geschlossen hat, hätten die der Logik von Navok nach nicht sicher sein müssen?

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