Heute zählt The Legend of Zelda zu den einflussreichsten Spielereihen überhaupt. Doch die Inspiration für Links erstes Abenteuer kam überraschenderweise nicht nur aus Japan. Wie Shigeru Miyamoto jetzt in einem Interview mit Famitsu, übersetzt von GamesRadar, verrät, spielten westliche Rollenspiele der 1980er-Jahre eine entscheidende Rolle bei der Entstehung der Serie.
Gleichzeitig erklärt Miyamoto, warum Nintendo damals bewusst neue Wege einschlagen musste.
„Wir mussten neue Arten von Spielen entwickeln.“
Zu Beginn der NES-Ära dominierten Arcade- und Sportspiele das Angebot. Um jedoch ein breiteres Publikum anzusprechen, wollte Nintendo neue Spielerfahrungen schaffen.
„Wir hatten Spiele im Arcade-Stil und Sportspiele, aber um das Interesse einer großen Zahl von Menschen zu wecken, mussten wir neue Spielarten entwickeln. Wir wollten einen anderen Spielstil schaffen, bei dem man nicht linear auf das Ziel zusteuert.“
Ein weiterer wichtiger Baustein war die Möglichkeit, Spielstände zu speichern. Dafür entwickelte Nintendo das Famicom Disk System, das in Japan beschreibbare Disketten nutzte und so größere Spiele mit Speicherfunktion ermöglichte: „Wir wollten ein Spiel, bei dem die Hauptfigur im Mittelpunkt steht, und wir wollten außerdem Speicherdaten nutzen.“
Erst dadurch habe das Team begonnen, über eine völlig neue Art des Spieldesigns nachzudenken.
Inspiration kam aus dem Westen
Während Rollenspiele wie z. B. Wizardry im Westen bereits beliebt waren, spielten sie in Japan damals kaum eine Rolle. Gerade das machte sie für Miyamoto und Nintendo interessant: „Zu dieser Zeit setzten sich Rollenspiele auf dem PC im Ausland zwar durch, in Japan waren sie jedoch noch überhaupt nicht verbreitet.“
Nintendo habe die vorhandene Technik genutzt und die spannendsten Elemente dieser Spiele auf den Famicom übertragen: „So kam ich auf ein ähnliches Spielkonzept für ‚The Legend of Zelda‘.“
Mit diesem Ansatz legte Nintendo schließlich den Grundstein für eine Reihe, die bis heute als eine der bedeutendsten Marken der Videospielgeschichte gilt. Dass das aber auch nicht die einzige Inspirationsquelle war, könnt ihr hier nachlesen.
Im selben Famitsu-Interview sprach Miyamoto unter anderem auch über Remakes, die Wichtigkeit von Zahlen, Hardware-Leistung und die Entwicklung neuer Nintendo-Charaktere.
via GamesRadar, Bildmaterial: Nintendo

Uh... ich dachte das wäre bereits seit längerem bekannt? Oder verwechsel ich das gerade mit Final Fantasy? Ich meine das auf jeden Fall schon einmal gehört zu haben.
Fainaru Fantashi.
Hm, Zelda-inspiriende Rollenspiele aus dem Westen... Was gab es denn zu der Zeit schon, neben Wizardry (dachte, die Reihe wäre bereits japanisch)? Vermutlich sowas wie Ultima...
Vermutlich mit Dragon Quest. Yuji Horii war nach einer Reise in den Westen so begeistert von Dungeons & Dragons, dass er so etwas gerne für ein japanisches Rollenspiel umsetzen wollen würde. Bereits damals entwickelte Falcom ähnliche Spiele, allerdings sind die erst viele Jahre später zu den traditionellen Konsolen gekommen.
Final Fantasy hingegen hat die Inspiration von Dragon Quest. Dragon Quest war früher^^
Das einst geplante Zelda III für's Famicom sollte laut Miyamoto ebenfalls an die Popularität von Dragon Quest anknüpfen. Aber dann erschien es halt gar nicht mehr für's NES und man hat das uns bekannte A Link to the Past entwickelt und somit die langjährige Zelda-Formel etabliert. Ich würde immer noch gerne sehen, dass sich wer an ein Zelda II Remake rantraut^^ Ark System Works hatte mal Interesse bekundet, ging aber nie mehr über eine Träumerei hinaus.