Seit Jahrzehnten geht Nintendo bei seiner Hardware einen eigenen Weg. Statt ausschließlich auf möglichst leistungsstarke Technik zu setzen, konzentriert sich das Unternehmen darauf, neue Spielerlebnisse zu schaffen. Genau diese Philosophie sieht Shigeru Miyamoto auch heute noch bestätigt.
Im Gespräch mit Famitsu, das von Nintendo Everything übersetzt wurde, erklärte die Nintendo-Legende, dass sich die Erwartungen der SpielerInnen im Laufe der Jahre verändert hätten.
„Die Leute achten nicht mehr nur auf die technischen Daten“
Ausgangspunkt des Gesprächs war Nintendos Strategie seit den Zeiten von Nintendo DS und Wii. Bereits damals setzte das Unternehmen weniger auf reine Rechenleistung als auf innovative Spielkonzepte. Obwohl die Wii technisch hinter der Konkurrenz zurücklag, entwickelte sie sich zu einem der größten Erfolge der Videospielgeschichte. Ähnlich verhielt es sich später mit der Nintendo Switch, die als Hybrid-Konsole trotz schwächerer Hardware inzwischen über 150 Millionen Mal verkauft wurde.
Miyamoto erklärte dazu: „Zunächst einmal habe ich mich gefreut, dass die Switch acht bis neun Jahre lang durchgehalten hat. Ich glaube, dass die Kunden mittlerweile nicht mehr nur auf die technischen Daten achten. Meiner Meinung nach ist es ideal, wenn man die Software kauft und sie dann auf dem Gerät spielen kann, das man zu Hause hat.“
Nintendo setzt weiter auf einzigartige Spielerlebnisse
Miyamoto betonte außerdem, dass Nintendo weiterhin Spiele entwickeln wolle, die nur auf der eigenen Hardware möglich seien. Gerade im Vergleich zu Smartphones sieht er Vorteile darin, lediglich eine Plattform unterstützen zu müssen. Das erleichtere die Entwicklung und sorge für effizientere Arbeitsabläufe.
Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Wir wollen immer noch mit möglichst geringem Aufwand unseren Lebensunterhalt bestreiten, ohne zu arbeiten … das ist natürlich halb im Scherz gemeint (lacht). Aber wir sind davon überzeugt, dass es wichtig ist, den Arbeitsaufwand so weit wie möglich zu reduzieren, um die Entwicklung effizienter zu gestalten. In Anbetracht dessen glaube ich, dass wir ein ziemlich gutes Umfeld geschaffen haben.“
Die Aussagen unterstreichen einmal mehr Nintendos langjährige Philosophie: Statt sich auf einen Wettlauf um immer leistungsstärkere Hardware einzulassen, setzt das Unternehmen lieber auf kreative Ideen und einzigartige Spielerlebnisse. Wie wichtig sind euch technische Spezifikationen, und wie sieht hier eure Reihenfolge aus?
Im selben Famitsu-Interview sprach Miyamoto unter anderem auch über Remakes, die Wichtigkeit von Zahlen und die Entwicklung neuer Nintendo-Charaktere.
via Nintendo Everything, Bildmaterial: Nintendo

Bei der Wii und Switch 1 würde ich widersprechen. Dass die Switch 1 so erfolgreich wurde, hatte mehr mit den Umständen und ein bisschen Glück (Corona, schwer verfügbare PS5, Animal Crossing als perfekter Corona-Titel) als mit "ausreichender Hardware" zu tun. Wenn ich mir z.B. die Xenoblade-Titel ansehe, war die Hardware öfter mal etwas zu schwach.
Bei der Switch 2 sehe ich seinen Punkt. Heutzutage sind sowieso alle Spiele-Engines hochskalierbar und fast jedes Spiel wird mit irgendeiner schwachen, erfolgreichen Plattform (Steam Deck, Smartphone, PS4, Xbox Series S, Xbox Ally) im Hinterkopf entworfen, weil sich immer weniger ein dediziertes Gaming-Gerät für einen vierstelligen Betrag leisten wollen.
Den Sweet Sport trifft die Switch 2 mMn ziemlich gut. Downports der allermeisten PS5-Spiele sollten möglich sein, Mobile-Upports sind endlich wieder möglich und mit der Touch- und Mausfunktion sind auch PC-Spiele portierbar. Die Hardware ist schon ziemlich passend gewählt worden.
Also ich brauche nur meine 60fps und ein sauberes Bild dann bin ich zufrieden was Technik angeht. Dies konnte die Ps5 zu 99% bieten weswegen ich technisch jetzt auch relativ gesättigt war (leider hat sich die Plattform ja erledigt). Leider bietet das die selbst die Switch 2 immer noch nicht wirklich, weswegen mir Nintendo technisch immer noch zu weit hinter hängt. Natürlich sind die Spiele an sich das wichtigste aber wenn ich es dann in 30fps ertragen muss wo mir schlecht wird, dann macht es ja auch keinen spaß.
Mir gefällt gerade das Konzept der Hybridkonsole sehr gut. Ich spiele auch viel unterwegs und möchte trotzdem die Möglichkeit haben, zu Hause am großen Bildschirm mit besserer Auflösung und größerem Komfort zu spielen.
Mit der Switch 2 hat Nintendo für mich einen technischen Stand erreicht, der völlig ausreicht. Viele Spiele, die ursprünglich für leistungsstärkere Systeme entwickelt wurden, können inzwischen portiert werden, ohne dass man große Abstriche machen muss. Den nächsten großen technischen Sprung wird man im Alltag wahrscheinlich ohnehin immer weniger deutlich wahrnehmen – zumindest nicht so stark wie früher.
Für mich passt dieser Ansatz daher ziemlich gut: Eine Konsole, die flexibel ist, ein eigenes Konzept verfolgt und nicht nur versucht, mit maximaler Leistung zu punkten. Am Ende zählt für mich das Spielerlebnis mehr als die reine Anzahl an Teraflops oder die stärkste Hardware.
Ich sehe das ähnlich. Wenn sich der Entwickler genug Mühe gibt, sind heutzutage auch auf schwächerer Hardware tolle Spielerlebnisse möglich.
Die Switch hatte aber auch ein Konzept dass ich mir schon bei der Vita gewünscht habe und das mit VitaTV oder wie das hieß ja eher eine meme Lösung hatte.
Die Switch hatte ein geiles Konzept und hat Nintendo es auch erlaubt Handheld + Konsole für sich zu bündeln. Dazu hatten sie Mobil "nur" noch Smartphones als Konkurrenz.
Klar Corona hat Videospiele allgemein gepushed und Nintendo hatte eben auch noch eine Reihe guter Titel - das hilft bei jeder Konsole.
Und die Leistung war natürlich unter den großen Konsolen, aber es hat den Handheld näher an sie gerückt. Immerhin haben wir auch sowas wie ein Witcher 3 drauf gesehen.