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Shigeru Miyamoto verteidigt Remakes: „besser spielbar“ – und sie eröffnen neue Möglichkeiten

Remakes und Remaster sind in der Videospielbranche längst keine Seltenheit mehr. Allein Nintendo veröffentlicht in diesem Jahr mit Star Fox und dem kommenden The Legend of Zelda: Ocarina of Time gleich zwei Neuauflagen. Für manche SpielerInnen sind das inzwischen zu viele. Shigeru Miyamoto sieht das allerdings ganz anders.

„Die jungen Menschen von heute haben nicht die Möglichkeit …“

Im Gespräch mit dem japanischen Magazin Famitsu (übersetzt von Nintendo Everything) erklärte Miyamoto, warum Remakes für Nintendo eine wichtige Rolle spielen. Dabei widersprach er der Kritik, dass inzwischen zu viele ältere Spiele neu aufgelegt würden.

„Manche mögen vielleicht sagen, dass es viele Remakes gibt, aber nach fünf Jahren sind viele Menschen aus diesen Spielen herausgewachsen und spielen sie nicht mehr. Die jungen Leute von heute haben keine Gelegenheit, Spiele von vor zehn Jahren zu spielen, daher ist es eine gute Möglichkeit, der Nachfrage gerecht zu werden, wenn man sie überarbeitet, damit sie besser spielbar sind, und sie erneut veröffentlicht.“

Aus seiner Sicht bieten Remakes vor allem jüngeren SpielerInnen die Möglichkeit, Klassiker kennenzulernen, die sie bei ihrem ursprünglichen Erscheinen verpasst haben. Aber ob man als junger Mensch tatsächlich keine Gelegenheit mehr hat, Spiele von vor zehn Jahren zu spielen, darf ruhig diskutiert werden.

Remakes als Grundlage für die Zukunft

Miyamoto sieht darin aber noch einen weiteren Vorteil. Neue Versionen würden nicht nur ältere Spiele wieder zugänglich machen, sondern könnten auch zukünftige Projekte beeinflussen.

„Wenn man die Leute mit den Originalspielen vertraut macht, führt das auch zu zukünftigen Entwicklungen, weshalb wir uns in letzter Zeit aktiv darum bemüht haben.“

Für Nintendo scheinen Remakes damit weit mehr zu sein als reine Nostalgie. Sie sollen klassische Spiele einer neuen Generation näherbringen und gleichzeitig den Grundstein für zukünftige Entwicklungen der jeweiligen Reihen legen. Könnt ihr Miyamotos Argumentation verstehen, oder seht ihr das vielleicht anders?

via Nintendo Everything, Bildmaterial: Star Fox, Nintendo, Velan Studios

4 Kommentare

  1. Naja, hauptsächlich ist für Nintendo eine Möglichkeit, Altes neu aufgewärmt noch mal an den Mann zu bringen ^^"

    Viele Spiele, die vor zehn Jahren erschienen sind, sind auch heute noch problemlos zugänglich. Digitale Vertriebsplattformen, Abwärtskompatibilität aktueller Konsolen sowie Neuveröffentlichungen und der Gebrauchtmarkt ermöglichen es Spielerinnen und Spielern, viele ältere Titel weiterhin zu spielen.

    Es gibt jedoch Ausnahmen. Einige ältere Spiele sind heute nur noch schwer oder gar nicht mehr zugänglich, da sie nie für neue Plattformen veröffentlicht wurden, veraltete Hardware oder Betriebssysteme voraussetzen oder aufgrund ausgelaufener Lizenzen nicht mehr verkauft werden.

    Gerade das hier genannte Beispiel von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erschien ursprünglich für die Nintendo 64 und wurde anschließend für den Nintendo GameCube (u.a. als Master Quest veröffentlicht), die Wii und die Wii U (über die Virtual Console), den Nintendo 3DS (als umfangreiches Remake Ocarina of Time 3D) sowie die Nintendo Switch (als N64-Titel über Nintendo Switch Online) neu veröffentlicht. Dadurch ist der Titel bis heute auf zahlreichen Nintendo-Plattformen verfügbar und für Viele leicht zugänglich.

  2. Recht hat er irgendwie, kommt aber darauf an wie alt das Originl war und auch, wie das Remake dann gemacht wird, wenn man an heutige Games denkt. Und nicht nur jüngere, manchmal kommt man auch nicht mehr an die Spiele wnen man älter ist - und das nicht mal unbedingt weil die Konsole nicht mehr geht ode rman dies enicht hat, sondern wiel die Spiele ja extrem teuer angeboten werden.

  3. Für manche SpielerInnen sind das inzwischen zu viele.


    Und Capcom dann so: "Holy my Beer" ^^

    Ich glaube, die eigentlich wichtige Philosophie ist doch, einen ausgewogenen Release-Flow zwischen neuen Spielen und Remakes zu haben. Nintendo ist mit seinen zwei Remakes aktuell doch noch konservativ. Der komplette Output von Naughty Dog besteht in dieser Generation daraus, immer wieder die ersten beiden Last of Us Ableger neu aufzulegen. Ob als Remake oder Remaster, da hat man jedes bisschen Saft noch rausgequetscht.

    Gerade das hier genannte Beispiel von The Legend of Zelda: Ocarina of Time erschien ursprünglich für die Nintendo 64 und wurde anschließend für den Nintendo GameCube (u.a. als Master Quest veröffentlicht), die Wii und die Wii U (über die Virtual Console), den Nintendo 3DS (als umfangreiches Remake Ocarina of Time 3D) sowie die Nintendo Switch (als N64-Titel über Nintendo Switch Online) neu veröffentlicht. Dadurch ist der Titel bis heute auf zahlreichen Nintendo-Plattformen verfügbar und für Viele leicht zugänglich.


    Du hast natürlich recht, wer Ocarina of Time spielen möchte, hat auf Switch die Gelegenheit dazu, da die Verfügbarkeit natürlich gegeben ist. Aber es ändert halt nichts, dass das Spiel fast 30 Jahre alt ist und das 3DS Remake auch nur dort verfügbar ist.

    Ich attestiere Ocarina of Time 64 immer noch ne sehr gute Spielbarkeit, aber ich bin mit dem Spiel auch aufgewachsen. Natürlich nagt der Zahn der Zeit an dem Titel. Würde das noch neue, jüngere Spieler ins Boot holen? Egal, welchen Ansatz man nun mit dem Switch 2 Remake verfolgen wird, alleine die Power der Switch 2 wird hier für ein ganz anderes Spielgefühl sorgen.

    Der Plan beim Star Fox Remake ging ja nun auch auf. Man hat es geschafft, anscheinend recht erfolgreich, das Spiel mit der Technik der Switch 2 einer neuen Zielgruppe zugänglich zu machen.

    Und nicht nur jüngere, manchmal kommt man auch nicht mehr an die Spiele wnen man älter ist - und das nicht mal unbedingt weil die Konsole nicht mehr geht ode rman dies enicht hat, sondern wiel die Spiele ja extrem teuer angeboten werden.


    Bei mir ist das ähnlich. Aus heutiger Sicht ärgert es mich natürlich, dass ich die alte Hardware und somit auch die Spiele nicht mehr habe. Aber ich wüsste auch gar nicht, wo ich das noch alles hinstellen soll. Bei Handhelds ist das natürlich noch was anderes. Hatte mir letztens erstmal für die Vita einen neuen Ladeadapter besorgt.

    Und Majoras Mask 3D steht auch mal wieder auf dem Plan :D Kein Spiel habe ich öfters angefangen und nie beendet. Ich warte immer auf den einen Moment, wo ich die Motivation finde, das Spiel dann auch mal komplett anzunehmen.

  4. Also ich wollte damit nicht ausdrücken, dass es das Remake nicht braucht. Nur die Nicht Verfügbarkeit sehe ich gerade bei Ocarina of Time eher nicht.

    Ich selbst habe es nie wirklich gespielt, obwohl ich das Remake auf dem 3DS besessen habe und auch auf der Switch nun auf den als N64-Titel via Nintendo Switch Online zu greifen könnte.

    Ich würde mir dann, wenn es in der grafisch und technischen aufgehübschten Remake Version vorliegt, dass auch die Spielbarkeit damit in die Neuzeit hieven dürfte, eher diese anschauen, als jetzt auf Krampf auf die mir zur Verfügung stehenden alten Versionen zurück zu greifen ^^" Ich bin da aber auch kein Purist und weiß neue aufbereitete Titel zu schätzen. Also bin schon auch Zielgruppe des Remakes (wenn auch keiner der jungen Leute xD).

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