Die Diskussion um Sonys angekündigten Abschied von physischen Spielen ab 2028 reißt nicht ab. Nachdem es nach der Ankündigung zunächst ruhig auf den offiziellen PlayStation-Kanälen geworden war, veröffentlicht Sony inzwischen wieder regelmäßig Trailer und Neuigkeiten.
Doch eines hat sich nicht geändert: Unter nahezu jedem Beitrag dominieren weiterhin Kommentare von Fans, die gegen das Ende der Disc-Versionen protestieren. Leidtragende sind inzwischen sogar kleine Entwicklerstudios, die mit der Entscheidung selbst überhaupt nichts zu tun haben.
Indie-Studio zeigt sich machtlos
Besonders deutlich wird das am Beispiel von Teeto, einem neuen quietschbunten 3D-Plattformer des neuseeländischen Zwei-Personen-Studios Eat Pant Games. Der Launch-Trailer des Spiels wurde auf dem offiziellen PlayStation-YouTube-Kanal veröffentlicht – eigentlich eine große Chance für ein erstes Projekt.
Die Freude hielt allerdings nicht lange an. Nachdem der Trailer innerhalb kurzer Zeit über 600 Kommentare gesammelt hatte, stellte das Studio fest, dass sich fast alle Beiträge ausschließlich um Sonys Disc-Entscheidung drehten.
„Oh mein Gott! Unser Spiel ist gerade erschienen und PlayStation hat unseren Launch-Trailer gepostet! 400 Kommentare – was soll das denn?! Ich frage mich, was die Leute von unserem Spiel halten? Oh … oh nein“, so der Entwickler über BlueSky.
Auch die Bewertungen fielen entsprechend aus. Aktuell stehen rund 1.700 Downvotes lediglich 365 Upvotes gegenüber. In den Kommentaren finden sich fast ausschließlich Forderungen nach dem Erhalt physischer Spiele.
Das Studio meldete sich inzwischen ebenfalls nochmal auf Twitter zu Wort: „Es gab tatsächlich Leute, die uns geraten haben, unsere digitale Veröffentlichung abzusagen und das Spiel ausschließlich als physische Version herauszubringen. Ich weiß nicht, ob den Leuten klar ist, dass wir nur zu zweit sind und dass dies unser erstes Spiel ist. Wir würden das Spiel liebend gerne als physische Version herausbringen und befürworten den Besitz physischer Medien, aber unser Spiel muss sich erst einmal digital gut verkaufen.“
Fast jeder neue PlayStation-Trailer betroffen
Der Fall Teeto ist längst keine Ausnahme mehr. Nahezu jeder aktuelle Trailer auf dem offiziellen PlayStation-Kanal wird derzeit von Protestkommentaren und negativen Bewertungen begleitet. Betroffen sind unter anderem Mai: Child of Ages, Where Winds Meet, Moss: The Forgotten Relic, Farming Camp und The Mound: Omen of Cthulhu.
Doch selbst große Produktionen bleiben nicht verschont. Ein aktueller Trailer zu Marvel Tokon: Fighting Souls kommt beispielsweise auf rund 5.100 Downvotes gegenüber 1.700 Upvotes. Auch neue Inhalte für GTA Online oder der Launch-Trailer von Denshattack wurden überwiegend für Diskussionen rund um Sonys Disc-Strategie genutzt. Natürlich ist aber auch nicht auszuschließen, dass sich die Downvotes tatsächlich mal auf den gezeigten Inhalt beziehen.
Unterdessen wächst auch der öffentliche Widerstand weiter. Eine Petition auf Change.org gegen Sonys Entscheidung zählt inzwischen mehr als 328.000 Unterschriften. Dass Sony seinen Kurs noch einmal ändert, gilt jedoch als unwahrscheinlich. Das Unternehmen bereitet seinen größten Produktionsstandort in Österreich bereits auf die Zeit nach der Disc-Produktion vor und investiert dort stattdessen in neue Fertigungstechnologien.
Was ist eure Meinung zu dieser Situation? Müssen die Entwickler das jetzt durchmachen, oder bevorzugt ihr eine andere Art des Protests?
via VGC, Bildmaterial: Sony Interactive Entertainment

Es Gibt mittlerweile aber Auch so Einige bis sogar Viele "Alte" , die "sich begeistern lassen" . 😉
Ich geh stark von anfänglichen "Kurzschlussreaktionen" mittlerweile gepaart mit "Trotzreaktionen" (nicht unbedingt bei All Jenen) gepaart mit zu wenig "Undurchdachtheit" gepaart mit "Beharrlichkeit" (beim Großteil Jener Sicherlich in Dessen Undurchdachtheit) aus.
Des Weiteren geh ich stark Davon aus, dass sich Das So Nicht So lange halten wird, dass die Allermeisten Derer (Alle Derer Sowieso schon rein Gar nicht) , Nichtmal die Meisten, sondern (eher) die Wenigsten bis Allerwenigsten, ihre Diesbezüglichen Äußerungen zu Zukünftigem Tun & Lassen über Jahre hinweg aufrecht erhalten werden...
Es wird sich Höchstwahrscheinlich eine "kleine" "Hardliner-Gruppe" verfestigen, die ihre diesbezüglichen "guten Vorsätze" bis zu dessen "bitteren Enden" durchziehen wird...
Der Rest wird Diesbezügliche Höchstwahrscheinlich nach & nach "einknicken" .
...
Übrigens geh ich des Weiteren sehr stark Davon aus, dass es "irgendeine" Essentiellere Bedeutung hat, sehr wahrscheinlich "irgendeine" Rechtliche (Absicherung) , dass Sony Genau 1 1/2 Jahre (18 Monate) Vorher "das geplante Disc-Aus" öffentlich kommuniziert hat.
Discs sind technisch veraltete Speichermedien die kein Mensch mehr braucht. Die Leute die so verzweifelt daran festhalten, machen sich komplett zum Affen.
Ein modernes Speichermedium dass die Schwächen von Discs ausmerzt? Gerne. Aber Discs braucht kein Mensch.
Tschaah...
VLL. kommt Das sogar noch und Sony will Solch Eine Positive Bombe bei irgendeiner Größeren Veranstaltung platzen lassen...
Glaub ich zwar Auch nicht so dran, aber Wer Weiß.?
Finde diese ständige Sony Gebashe echt ermüdend in den ganzen Kommentaren, muss ja nun echt nicht bei jedem Spiel sein. Es geht überhaupt nicht mehr an die Spiele an sich bei den Videos sondern nur noch "no disc, no buy" Kommentare. Die ganzen Indie Spiele sind noch dazu fast immer nur digital gewesen und eher selten physisch. Warum können Menschen nicht mehr Unterscheiden und werfen immer alles in einem Topf? Da hätten sie ja schon früher gegen Indie Spiele sein müssen da die vermehrt digital gekommen sind.
Der Aufschrei ist so groß, dass ich mich ernsthaft frage, ob da wirklich nur die 20% protestieren, die Konsolenspiele ausschließlich auf Disc kaufen, oder vielmehr auch die 80%, die den Schwenk auf digital spätestens 2020 mitgemacht haben und jetzt einfach nur eine "Option wollen", die sie am Ende dann doch nicht nutzen würden. Nicht genutzte Optionen sind für den Anbieter jedoch besonders teuer. Aus Sonys Sicht haben sie jetzt den ganzen Protest an der Backe ohne eine nennenswerte Aussicht darauf, dass mehr Menschen ihre Spiele wieder auf physischen Medien kaufen werden.
Ich will natürlich am allerwenigsten, dass sich Spieler jetzt gegenseitig an die Gurgel gehen. Mit den Schuldzuweisungen bin ich auch durch. 2010 stand ich noch nicht ganz alleine da mit meinem Protest, als Valve die digitale Distribution mit der Brechstange in unsere PC-Gewohnheiten reingehebelt hat. Spätestens 2015 jedoch schon. Wenn ich für diese nahezu widerstandslose Umstellung des gesamten Markts innerhalb von wenigen Jahren von 95% physisch auf 95% digital jemanden verantwortlich machen wollte, müsste ich ja praktisch meinen gesamten Freundeskreis verdammen!
Aber meine Freunde füllen jetzt auch nicht die Kommentarspalten, wie sehr sie Sony dafür verachten, ihnen eine Option zu nehmen, die sie ja ohnehin nicht mehr nutzen.
Die Blu Ray feiert aktuell auch eine erstaunliche Renaissance. Aber die modernen PCs könnten ja bereits eine Blu Ray gar nicht mehr abspielen. Auf Konsolen wird das Laufwerk zukünftig komplett wegrationalisiert (auch hier war im Übrigen Microsoft 2018 der Vorreiter). Da ist ein Comeback echt schwierig. Andererseits wissen wir auch nicht, wie sich der digitale Markt entwickelt und welche technischen Innovationen wir in fünf, zehn oder sogar 20 Jahren haben. Vielleicht kommt das finale, verschleißlose physische Medium am Ende doch, zusammen mit dem ultimativen Kopierschutz, von dem die AAAs alle zu sabbern anfangen. Vielleicht sind die Hosting-Kosten für den digitalen Vertrieb durch die Hardwarepreisexplosion am Ende doch so hoch, dass Anbieter doch gerne direkt mehr Daten ohne Umweg beim Kunden parken möchten. Wer weiß.
Ich hoffe tatsächlich mehr darauf, dass wir – vielleicht ja sogar über den Code of Conduct der EU – in einen unaufgeregten Dialog über die verbleibenden Rechte der Kunden bei digitalen Produkten treten können. Natürlich nicht mit den AAAs, sondern ganz im Gegenteil mit den Indies, die uns als einzige glaubwürdig vermitteln können, was sie zu leisten imstande und willens sind. Nur so formen wir neue Standards in der Industrie, welche die Großkonzerne dann idealerweise übernehmen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Langer Rede kurzer Sinn: Es uns jetzt mit den Indies zu verscherzen, beißt uns doppelt und dreifach in den eigenen Hintern.
Ich hatte diese Wut mindestens acht Jahre im Bauch. Ich kenne sie in- und auswendig. Ich hätte meine PC-Spiele bis zum jüngsten Tag auf Disc gekauft (und habe absolut sinnloserweise in meinem aktuellen PC noch ein BR-Laufwerk installiert).
Die Akzeptanz war letztlich unvermeidlich, und, ja, das ist für den Seelenfrieden erheblich besser. Es bedeutet nicht, "aufzugeben", und du lässt damit auch niemanden im Stich. Es bedeutet auch nicht, dass du halt notgedrungen eine PS6 kaufen musst. Ist bei mir ja genauso. Kein physisches Laufwerk, Sony? Ist ein Dealbreaker, sorry. 999 Euro gespart. Aber deswegen kiloweise Verbalinjurien in Kommentare packen, das ist doch nur verschwendete Lebenszeit. Wie heißt es bei Billy Joel?
I believe I've passed the age
Of consciousness and righteous rage
I found that just surviving was a noble fight
Oder bei Lethal Weapon: "Ich glaube, ich bin zu alt für den Schei*"
Meinen Valve-Boykott habe ich bis heute nicht aufgegeben. Und nur zu "Return to Monkey Island" war ich wirklich übel in Versuchung, den Boykott aufzugeben. Das hat sich dann aber letzlich, nach langer und freundlicher Lobby-Aktion, dann doch noch bei GOG eingefunden. Und wenn wir sogar den Disney-Konzern in die Knie zwingen können mit freundlicher Beharrlichkeit, dann vielleicht ja auch Sony.