Heute kennt doch wirklich jeder Nintendo-Fan The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom. Doch vor seiner Enthüllung auf der E3 2019 war das Spiel offenbar selbst innerhalb des Unternehmens eines der bestgehüteten Geheimnisse überhaupt.
Das berichten die ehemaligen Nintendo-Mitarbeiter Kit Ellis und Krysta Yang in ihrem Podcast. Demnach wussten vor der Präsentation nur wenige Mitarbeiter von der Existenz des damals noch namenlosen Nachfolgers zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild.
Selbst viele Nintendo-Mitarbeiter wurden überrascht
Laut Ellis galt für das Projekt ein besonders hohes Sicherheitsniveau. Seiner Einschätzung nach wussten bei Nintendo of America vor der Enthüllung vermutlich weniger als zehn Personen überhaupt von dem Spiel. Deshalb musste er nach eigenen Angaben sogar Aufgaben anderer Teams übernehmen, damit möglichst wenige Mitarbeiter vorab eingeweiht wurden.
Für viele Beschäftigte bei Nintendo kam die Ankündigung deshalb völlig überraschend. Auch Krysta Yang erfuhr nach eigener Aussage erst während der live übertragenen Nintendo Direct von der Existenz des Spiels – obwohl sie den übrigen Teil der Präsentation bereits vorher gesehen hatte.
„Wir sind einfach losgerannt. Das war das erste Mal, dass ich bei Nintendo eine Überraschung erlebt habe – in all den, damals, etwa zwölf Jahren, die ich dort schon gearbeitet hatte … es war der Wahnsinn.“
Laut Ellis und Yang sei dies das erste und vielleicht einzige Mal gewesen, dass Nintendo ein so großes Projekt bis unmittelbar vor der Enthüllung selbst vor einem Großteil der eigenen Belegschaft geheim halten konnte.
Weitere Einblicke im Podcast
Im selben Podcast sprechen die beiden ehemaligen Nintendo-Mitarbeiter außerdem darüber, welche Konsequenzen es haben konnte, wenn vertrauliche Informationen nach außen gelangten. Über diese Aussagen haben wir bereits in einem separaten Artikel berichtet.
Wie schon bei früheren Aussagen von Kit Ellis und Krysta Yang gilt allerdings auch hier: Beide waren zwar mehrere Jahre im PR- und Marketingbereich von Nintendo tätig, jedoch nicht direkt an der Entwicklung der Spiele beteiligt. Ihre Schilderungen bieten interessante Einblicke in die Arbeitsweise des Unternehmens, sollten aber dennoch mit einer gewissen Einordnung betrachtet werden.
Könnt ihr diese strenge Geheimhaltung nachvollziehen, oder ist sie aus eurer Sicht übertrieben?
via GamesRadar, Bildmaterial: The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom, Nintendo

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