Branche News

Während Sony schweigt, findet eine Petition gegen die Disc-Abkehr über 167.000 Unterzeichner

Nach der Bekanntgabe, dass ab 2028 keine PlayStation-Discs mehr produzieren wird, ist Sony in den Stillhalte-Modus gewechselt. Der Twitter-Account, der sonst beinah täglich mehrere Tweets zu eigenen Produkten absetzt oder Third-Party-Produkte bewirbt, hat nicht eine einzige Nachricht abgesetzt.

Ein interessanter, sicherlich erwartbarer aber für PlayStation-Kunden keinesfalls zufriedenstellender Umgang. PlayStation-Fans jedenfalls haben keinen Bock auf Stillhalte-Modus. Die Petition „Don’t Kill the Disc“ bei Change.org hat inzwischen mehr als 165.000 Unterzeichner gefunden.

Die Petition mit dem klaren Ziel, die Disc-Produktion auch über 2028 hinaus zu erhalten, wurde vom Geschäftsführer des kleinen kanadischen Einzelhändlers PNP Games ins Leben gerufen. Die Argumente sind zur Genüge ausgetauscht und werden einmal mehr ausführlich auf der Petitionsseite aufgeführt.

Auch aus den Eigeninteressen macht der Petent keinen Hehl. „Hier geht es auch um Arbeitsplätze. Physische Spiele stützen eine ganze Branche, die eine vollständig digitale Zukunft stillschweigend auslöscht“, heißt es. Die Petition könnt ihr bei Change.org unterzeichnen.

via VGC, Bildmaterial: Save Physical Games

26 Kommentare

  1. Habs auch mal unterzeichnet, auch wenn Petitionen in der Regel eh nie was bringen.

    Ich glaube, selbst die EU-Kommission könnte daran nur wenig ändern. Fuuuck Sony hat sein europäisches Werk in Österreich bereits für rund 30 Millionen Euro umgebaut, sodass dort statt Blu-ray-Discs nur noch künftig Mikrolinsen produziert werden. Das zeigt für mich, dass diese Entscheidung langfristig schkn Jahren geplant wurde!

    Ob diese Strategie am Ende aufgeht, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Sony wird sich dabei sicherlich etwas sehr gut gedacht haben anscheinend. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich das entwickelt wie die auf die Fresse Fallen oder nicht? Meiner Meinung nach wird man die Kritik an Sonys Kurs wohl noch weitere 2 Jahre noch anhören müssen :rolleyes:

  2. Betrachten wir es mal realistisch. Wenn 200.000 Leute ne Petition unterschreiben und lautstark die Stimme erheben, während 20 Millionen Digitalkäufer in der Diskussion gar nicht stattfinden, weil ihnen das Thema komplett am Arsch vorbei geht, dann sehe ich nicht, wie Sony da in irgendeiner Weise auf die Fresse fällt. Die Hälfte der 200.000 wird in den sauren Apfel beißen, weil sie aufs Gaming nicht verzichten wollen und der Rest... wird keinen Entwickler oder Publisher in die Pleite treiben, wenn er sich komplett ausklinkt.

  3. Was hier geschehen muss, um einen guten Kompromiss zu finden ,der für beide Seiten eine angemessene gute Lösung darstellt ist schlicht udn ergreifend von Seiten Sonys mit der Situation ehrlich und gerecht umzugehen.

    Wenn Sony nicht mehr Disks produzieren will , ist das eine Sache, aber es ist eine völlig Andere Sache sich in der Hinsicht als Unternehmen dem Wandel der Zeit nicht quer zu stellen und dann eben es möglich zu machen, dass halt jemand anderes die Disks produziert..

    Dann wird das eben halt Sache der Spielentwickler selbst, die dann darüber zu entscheiden haben, ob sie ihre Spiele nur digital oder auch zusätzlich physisch rausbringen und wenn sie sich für physisch entscheiden, dann werden die Disks eben auch vom Entwickler passend produziert dafür und nicht mehr von Sony...

    Es gibt aber auch Firmen, wie Limited Run Games, die doch digitale Spiele als physische Spiele rausbringen.. also im Grunde genommen müssen sich die firmen doch intern bloß mehr miteinander vernetzen und dafür sorgen, dass die Produktion von Disks auch weiterhin wie gewohnt reibungslos funktioniert auch wenn Sony diese nicht mehr produziert...

    Soll Sony doch "Lizenzen" und das nötige Material geben an andere Firmen, die halt Disks anstelle von Sony produzieren, wenn Sony selbst da kein Bock mehr drauf hat die 600000 Disks im Jahr zu produzieren, was einer Menge von 50000 im Monat oder grad mal 1786/Tag entspricht, was wiederum grad mal 74 1/2 Disks pro Stunde sind, also etwas mehr als 1 pro Minute.

    Ich denke was Sony all die Zeit gemacht hat, dass können locker auch andere Firmen übernehmen, wer weiß, vielleicht in der Produktion bei gleicher Qualität sogar effizienter und günstiger, als es Sony bisher selbst gemacht hat ... und wenn nicht, dann werden die Spiele halt vielleicht 2-3 € teurer oder so, was aber verkraftbar wäre, wenn dadurch sichergestellt ist, dass die physische Diskproduktion ungehindert fortbestehen kann für Alle.

    Ein Übel, das man gewillt ist denke ich sicherlich "in Kauf" zu nehmen und garantiert auch etwas, das man seitens Sony in kauf genommen hätten ,wenn die halt sagen täte - ok, wir machen es selber weiter, aber dafür werden ab 2028 halt die Spielepreise was angehoben als Ausgleich...

    Is ja nicht ohnehin so, das Sony in den letzten Jahren zig mal PSN Preise angehoben hat, um vermutlich diese Entscheidung so lang wie möglich schon hinauszuzögern..jedenfalls werden die Preiserhöhungen in Hinblick auf diese Änderung ab 2028 besser nachvollziehbar retrospektiv.

    Es ist jedenfalls für uns alle doch nur von Vorteil, wenn der Markt sich in Sachen Diskproduktion halt selbst dransetzt, diesen stärker zu stützen und fortbestehen zu lassen aus eigener kraft, um sich so von Sony halt unabhängiger zu machen, wenn scheinbar all die Zeit bisher Sony selbst nur die Disks produziert hat und niemand anderes, wie in nem Monopol. Wenn diese Änderung also dazu führt, dass aus nem Monopol ein Polypol und jeder für sich Disks produzieren kann und es darüber hinaus noch unabhängige Firmen gibt, die Disks für alle auf Anfrage produziert (LRG)..dann sehe ich das als gute Lösung an, mit der sich doch auch ein Sony zufrieden geben müsste, schließlich hat Sony dann keine eigenen Produktionskosten mehr, sondern hat diese dann praktisch "outgesourced" und würde durch den Verkauf von Produktionslizenzen sogar noch Geld im Gegensatz dazuverdienen, wenn dann die Firmen die anstelle von Sony die Disks produzieren einen gewissen kleinen Anteil ihrer dadurch erwirtschafteten gewinne an Sony abdrücken müssten, um die Lizenz weiterhin aufrecht zu erhalten offizielle Disks produzieren zu dürfen, die halt von Sony anerkannt und genutzt werden können für die Spiele, wenn die produzierte Ware halt die notwendigen Qualitätsstandards erzielt.

  4. @Kaiserdrache 
    Ich glaub nicht mal dass es diesbezüglich an Sony oder zumindest Allein an Sony liegen würde.
    VLL. hat Sony sogar schon bei anderen, die am ehesten dafür infrage kommen würden, angefragt.
    Wenn, dann wäre es wohl eher (auch) eine Frage, wer sich sowas noch selbst zumutet / aufbürdet.?
    Am effizientesten wäre wohl nach wie vor eine "Abteilung" die sich direkt darauf spezialisiert / fokussiert und wirklich tatsächlich noch in Massen produziert.
    Einzelne kleine Ableger, wären diesbezüglich wohl eher sehr ineffizient (aufgrund des Verhältnisses, der Gesamt-Fixkosten + der Gesamt-Individual-Kosten, zu der tatsächlichen Anzahl an tatsächlich zahlungswilligen Abnehmern) .
    Die Unternehmen will ich erstmal sehen, die sich das alles Tatsächlich noch zumuten / aufbürden (würden) und das ganze dann Nicht (auch wieder) paar Jahre später beenden (würden) .

    die 600000 Disks im Jahr

    Das ist / war übrigens am Tag und nicht im Jahr.

    Da gibt's noch paar mehr Fehler, unter Anderem Auch noch bei der Anzahl...

    Hab jetzt aber keine Lust, hier noch alles zu berichtigen.

An dieser Stelle siehst du nur die letzten 5 Kommentare. Besuche das Forum um die komplette Diskussion zu diesem Thema zu sehen.