Im vergangenen Sommer sah die Lage für Anleger von Nintendo noch deutlich besser aus. Damals konnte das Unternehmen ein neues Allzeithoch an der Börse erreichen. Seitdem zeigt die Kurve allerdings zunehmend nach unten – und nun folgt der nächste herbe Rückschlag.
Wie unter anderem Bloomberg berichtet, verlor die Nintendo-Aktie am Montag in Tokio rund zehn Prozent an Wert und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit August 2024. Auslöser waren vor allem die neuesten Prognosen des Unternehmens rund um die Nintendo Switch 2 sowie steigende Produktionskosten.
Speicherpreise und schwache Prognosen belasten Nintendo
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Nintendo laut eigener Prognose mit 16,5 Millionen verkauften „Switch 2“-Konsolen sowie rund 60 Millionen Softwareverkäufen. Diese Zahlen fielen offenbar deutlich vorsichtiger aus als von vielen Analysten erwartet.
Zusätzlich belasten steigende Preise für Speicher- und Flash-Komponenten das Geschäft. Nintendo selbst rechnet in diesem Jahr mit einem finanziellen Einfluss von rund 100 Milliarden Yen durch höhere Speicherpreise und US-Zölle. Bereits zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, die Preise zahlreicher Produkte anzuheben – darunter die Nintendo Switch 2, die ursprüngliche Switch, und das Online-Abonnement Nintendo Switch Online.
Laut Analyst Amir Anvarzadeh von Asymmetric Advisors gehen die Sorgen mittlerweile über reine Hardwarekosten hinaus. Besonders die Software-Verkäufe, die traditionell als wichtigste Gewinnquelle gelten, würden aktuell schwächer ausfallen als erwartet. Auch die bislang eher langsame Veröffentlichungsstrategie neuer Spiele für die Switch 2 wird zunehmend kritisch betrachtet.
Hoffnung ruht auf neuen Spielen
Trotz der negativen Börsenentwicklung bleibt die Nachfrage nach der Switch 2 selbst offenbar hoch. Nach der angekündigten Preiserhöhung bildeten sich zuletzt lange Schlangen vor Elektronikmärkten in Japan, während viele Händler schnell ausverkauft waren. Hier ging es vor allem darum, vor der Erhöhung am 25. Mai in Japan noch einmal den alten Preis mitzunehmen.
Mehrere Analysten halten Nintendos Prognosen deshalb sogar für bewusst konservativ. Entscheidend dürfte nun werden, welche neuen Spiele Nintendo in den kommenden Monaten ankündigt. Laut Bernstein-Analyst Robin Zhu richtet sich der Blick vieler Investoren inzwischen vor allem auf die kommende Sommer-Showcase-Saison (neue Nintendo Direct) und mögliche neue First-Party-Titel. Welche Titel jetzt schon für die kommenden Monate „bestätigt“ sind, erfahrt ihr hier.
via Bloomberg, Bildmaterial: Mario + Rabbids Sparks of Hope, Ubisoft

Okay, wow. Das sieht dramatisch aus. Über die Hälfte an Marktwert verloren in drei Jahren, von 83,20 € auf aktuell um die 38€, das ist kein Pappenstiel.
Wichtig aber für die Fans, ein Aktienkurs spiegelt das Vertrauen der Anleger wider. Einem Unternehmen kann es hundsmiserabel gehen und es kann jedes Quartal schlimmere Zahlen vorlegen, wenn die Anleger weiter wie blöde in Serienverlierer investieren, bleibt die Aktie stabil (siehe Tesla ... ).
Im letzten Geschäftsjahr hat Nintendo seinen Umsatz mehr als verdoppelt und seinen Gewinn um über 50% gesteigert. Schwacher Yen und teurere Hardware bedeuten Imageverlust beim Anleger.
Bei den Kunden dagegen kann Nintendos Rechnung längst aufgegangen sein. Die Abverkäufe der Switch 2 zum alten Preis gehen durch die Decke, die neuen Besitzer kommen sicher auf die Idee, dann auch mal ein paar Spiele zu kaufen, und zur Not kündigt man halt ein neues Zelda oder Mario an – dann geht die Konsole auch zum neuen Preis weg wie Yoshis am Spieß.
Wenn ich gerade Geld zu viel hätte, würde ich Nintendo-Aktien kaufen.
Auch fehlen seit langem die Megaseller.
Die Switch 2 hatte schon zum Launch ein Spiel, dass sich wahrscheinlich in seinem sechsten Jahr noch häufiger verkaufen wird als viele AAA-Veröffentlichungen im Launchmonat. Donkey Kong Bananza hat sich 4,5 Millionen Mal verkauft und Pokémon-Legenden: Z-A allein auf der SW2 etwa 4 Millionen Mal. Pokémon Pokopia ebenfalls. Kirby Air Riders bald 2 Millionen Mal.
Das alles in weniger als einem Jahr nach dem Launch bei einer Hardwarebasis von weniger als 20 Millionen. Jeder vierte SW2-Besitzer hat das neue Donkey Kong. Legt man die Hardwarebasis zugrunde, müsste SAROS in Kürze locker die 20 Millionen vermelden und Ghost of Yotei müsste sie schon geschafft haben.
Was ist denn die Definition von einem Megaseller? GTA V? Dann ja, die SW2 hat noch keinen Megaseller.
Nintendo als Firma muss sich da keine Sorgen machen. Die haben so viele Starke Marken und Systemseller die Draußen sind oder noch kommen werden, da wird sich Furukawa Locker keine Sorgen machen.