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Nintendo zieht Konsequenzen aus dem US-Verkauf der Switch 2 vor dem „GTA-VI-Tsunami“

Nachdem die Nintendo Switch 2 in den USA einem Bericht zufolge schon im Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen lief, schaffte es die aktuelle Nintendo-Konsole auch im Januar und Februar in den USA nicht, die fünf Jahre alte PS5 zu überflügeln. Nintendo zieht aus den Zahlen jetzt die Konsequenzen, wie Bloomberg berichtet.

Demnach habe Nintendo die Produktion der Konsole drastisch gedrosselt. In diesem Quartal sollten sechs Millionen Geräte hergestellt werden, stattdessen werden es nur vier Millionen sein. Diese reduzierte Produktion solle im April fortgesetzt werden. Bloomberg bezieht sich auf anonyme Quellen.

Die Nintendo-Aktie sank in Reaktion um 6,3 Prozent, den niedrigsten Kurs seit dem 4. Februar – die Erfolge aus dem Hype um Pokopia seien damit bereits geschmolzen. Bloomberg berichtet, auch der für alle Seiten offensichtlich etwas überraschende Erfolg von Pokopia habe Nintendo nicht dazu veranlasst, die Produktion wieder zu steigern.

Bloomberg zitiert Amir Anvarzadeh, Japan-Aktienstratege bei Asymmetric Advisors, der eine dürftige Software-Palette verantwortlich dafür macht. Nintendo selbst hatte die Verkaufsprognose erst im November von 15 Millionen auf 19 Millionen hochgesetzt.

Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen

Analysten rechnen gar mit 20 Millionen Konsolen im bald endenden Geschäftsjahr und sehen diese Zahl laut Bloomberg nicht gefährdet. Unwahrscheinlich ist das nicht: Zum 31. Dezember vermeldete Nintendo bereits weltweit 17,37 Millionen verkaufte Geräte.

Sieht man die blanken Zahlen, scheint es das berühmte „Meckern auf hohem Niveau“ – doch Anleger fürchten weiter steigende Preise für Chips und nach wie vor unsichere Faktoren in der Weltwirtschaft. Metroid Prime 4: Beyond wertet Bloomberg als „Rückschlag“ in der Holiday-Season und auch wenn die aktuellen Zahlen noch überzeugend sind, so scheint die Drosselung der Produktion darauf hinzuweisen, dass Nintendo in den nächsten Monaten mit weniger Nachfrage rechnet.

Bloomberg-Quellen behaupten, Nintendo würde den Rückgang analysieren und zeige sich dennoch zuversichtlich hinsichtlich der langfristigen Aussichten der Konsole. Amir Anvarzadeh sieht für die kommende, wichtige Holiday-Season neben den aktuellen Problemen auch den „GTA-VI-Tsunami“.

Bildmaterial: Nintendo

11 Kommentare

  1. Künstlich limitieren und dann über „Drittanbieter“ auf ebay zu überhöhten Preisen verscherbeln. So gehts dann auch.


  2. Wobei da aber auch zur Wahrheit gehört, dass man bei den First Party Titeln eben mittlerweile einen Preisunterschied von 10 Euro hat bei Digital x Retail. Pokopia kostet 70 Euro digital im eShop und 80 Euro Retail laut UVP. Meistens gehen die großen Händler dann die 10 Euro auch mit bei Retail. Aber den ganz großen Schnapper findest du eben nicht mehr, da auch die Retail-Auflagen einfach nicht mehr so gigantisch sind. Da musst du eher noch befürchten, irgendwann ein bestimmtes Spiel nicht mehr als Boxed-Version zu bekommen. Mit dem Wegfall der Goldpunkte und dem Fakt, dass Nintendo es nicht gerne sieht, dass du Guthaben regional irgendwo günstiger bekommst, hat man halt immer noch ne recht hohe Preiskontrolle im eigenen Digital-Store.

    Kann ich so nicht bestätigen, wenn man die Augen ein wenig offen hält, dann kriegt man die Spiele für die Switch2 richtig günstig.

    Mario Kart world gab es schon zu Release für 52€, donkey Kong bananza habe ich 47€ bezahlt, Pokémon ZA habe ich für 42€ gekauft, das neue Hyrule Warriors für 46€

  3. 47€ sind aber nicht „richtig günstig“ 😆

    Das ist eher der Preis, der für das gebotene angemessen ist.


    Ich merke aber auch das Switch Spiele nicht mehr ganz so preisstabil sind wie früher.

  4. Zhuge und Mat Piscatella von Circana haben schon darauf reagiert und finden diesen Bloomberg Artikel schon teilweise fragwürdig, weil 1. Die Switch 2 dennoch Rekorde brach und 2. Es durch den Handelskrieg und Chipkrise der Artikel ziemlich negativ ist. Allgemein scheint der Schreiber schon mehrfach damit aufgefallen sein mit falsch bzw. Verkürzten Aussagen, vor allem bei Nintendo das schlechter zu machen als es in Wirklichkeit ist.


    Und natürlich kann man behaupteen, es sei nur ein Artikel, aber es scheint dennoch den Aktienkurs zu beeinflussen und schadet so Nintendo damit...

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