Das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time* bleibt dem Nintendo-64-Original an vielen Stellen erstaunlich treu, nimmt sich gleichzeitig aber einige Freiheiten.
Größere Änderungen wie der längere und durchgängige Tag-Nacht-Zyklus oder das erweiterte Hyrule-Stadt sind bereits bekannt. Neues Material aus Goronia zeigt nun eine weitere – auf den ersten Blick ziemlich kleine – Anpassung.
Wie auch schon bei dem genauen Blick auf Ganondorf wurden die neuen Inhalte über die Nintendo-Today-App veröffentlicht. Da die Clips aber wieder nach einem Tag verschwinden, könnt ihr es jetzt auch auf Twitter anschauen. Das Material lässt GameRant-Autor Matthew Wilkins die Frage stellen, ob Nintendo Hyrule im Remake womöglich ein wenig zu sicher macht.
Aus Seilen werden plötzlich Brücken
Grundsätzlich ist Goronia kaum wiederzuerkennen – beziehungsweise gerade doch: Der mehrstöckige Aufbau bleibt erhalten, der große rotierende Krug steht weiterhin im Zentrum und selbst bekannte zerstörbare Felsen sind wieder vorhanden.
Eine Sache hat Nintendo allerdings deutlich verändert. Auf der obersten Ebene führten im N64-Original lediglich sehr schmale Seile vom äußeren Ring zur Plattform in der Mitte. Falls ihr das Original gespielt habt, werdet ihr die Seile wahrscheinlich bis heute nicht vergessen haben. Wer nicht vorsichtig über sie balancierte, landete schnell einige Etagen weiter unten.
Im Remake wurden daraus nun wesentlich breitere Seilbrücken. Das dürfte die Überquerung deutlich vereinfachen und erspart SpielerInnen wohl so manchen unfreiwilligen Absturz – und den damit verbundenen, erneuten Aufstieg.
Wird ganz Hyrule einfacher?
Für sich genommen ist das natürlich eine winzige Änderung. GameRant sieht darin allerdings die interessante Frage, ob dahinter eine grundsätzliche Designentscheidung steckt. Sicherlich ist es zu früh, das zu schlussfolgern, und ein paar Seilbrücken in Goronia sollten auch nicht für ein abschließendes Urteil ausreichen.
Doch das ursprüngliche Ocarina of Time war zwar nie für einen besonders hohen Schwierigkeitsgrad bekannt, ließ Link aber immer wieder durch schmale Wege, Abgründe oder unvorsichtige Bewegungen ein paar Herzen verlieren. Gerade solche kleinen Hindernisse hätten dafür gesorgt, dass sich Hyrule nicht vollständig auf die Bequemlichkeit der SpielerInnen zugeschnitten anfühlte.
Ob Nintendo tatsächlich weitere Bereiche nach diesem Prinzip entschärft hat, wissen wir bislang allerdings nicht. Die neuen Brücken könnten genauso gut eine isolierte Anpassung sein. Interessant wird deshalb sein, welche kleinen Änderungen wir noch entdecken, wenn The Legend of Zelda: Ocarina of Time am 5. November 2026 (hier bei Amazon* vorbestellbar) exklusiv für Nintendo Switch 2 erscheint.
via GameRant, Bildmaterial: Zelda: Ocarina of Time, Nintendo

Ich kenne das Original noch sehr gut und diese schmalen Seile haben mich einige Nerven gekostet. Da sind die Seilbrücken (waren das Seilbrücken oder fest Pfade?) eine dankenswerte Änderung.
Ich denke, Sorgen um den Schwierigkeitsgrad muss man sich nicht machen. OoT war weder kinderleicht noch superschwer und so eng wie sie sich beim Remake ans Original halten, dürfte die angenehme Herausforderung bei den Dungeons und Bossen erhalten bleiben.
Leider hat aber ein genereller Shift stattgefunden, was erwartete Schwierigkeit angeht. Was heute die normale Schwierigkeit von vielen Spielen ist, wäre früher "Einfach" gewesen. Das muss für Ocarina of Time nichts bedeuten, würde mich aber auch nicht überraschen. Aber vielleicht gibt es dann sowas wie den Hero-Mode, den viele neue Zeldas haben, der dann wiederum eine etwas schwerere Herausforderung anbietet. Außer bei Echoes of Wisdom, weil man sich eh überall ein Bett hinzaubern kann
Das mit den Brücken finde ich auch in dem Sinne eine gute Änderung, weil es einfach... Sinn ergibt? Wie sollen Goronen denn bitte über diese Seile tanzen? *g*
War aber damals vermutlich eher aus Spieldesign-Sicht entstanden, dass man den Spielenden beibringen wollte, über Seile zu gehen. Weil das ja später doch noch öfter mal vorkommt.