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Wie einst Kingdom Hearts bei der Entwicklung von Final Fantasy X für Schwierigkeiten sorgte

Wie die Zeit doch rennt: Final Fantasy X feiert bereits sein 25. Jubiläum. Diesen Meilenstein nahmen sich kürzlich Takashi Tokita (Chrono Trigger, Parasite Eve) und Serienproduzent Yoshinori Kitase zum Anlass, um in einem gemeinsamen Gespräch aus dem Nähkästchen zu plaudern. Aus diesem ging bereits hervor, dass ein Hollywood-Blockbuster das Setting für das RPG-Schwergewicht vorgab.

Eine weitere, spannende Erkenntnis aus besagtem Gespräch: Die Entwicklung von Final Fantasy X war komplizierter als erwartet. Und zwar wegen eines anderen internen Projekts – Kingdom Hearts.

Zwei große Projekte = Personalmangel

„Zunächst einmal war es schwierig, das Team für FF10 zusammenzustellen“, so Kitase. „Tetsuya Nomura und ich hatten gemeinsam an FF7 und FF8 gearbeitet, doch dann wurde er für Kingdom Hearts eingeteilt. Natürlich war er als Charakterdesigner auch an FF10 beteiligt, aber sein Hauptprojekt war Kingdom Hearts, und auch einige andere Mitarbeiter wurden diesem Projekt zugewiesen.“

Seine Arbeit als Director von Kingdom Hearts spannte Nomura verständlicherweise so sehr ein, dass ihm weniger Zeit für Final Fantasy X zur Verfügung stand. Die Veröffentlichungen beider Projekte waren nur wenige Monate voneinander angesetzt. Entsprechend überschnitten sich die Entwicklungszeiten stark.

Daraus resultierte ein Personalmangel, sodass „wir uns zunächst um Leute kümmern mussten, die Teams für zentrale 3D-Elemente leiten konnten, etwa 3D-Computeranimationen, Hintergründe und Charaktermodelle“, erklärt Kitase. Um diese Aufgaben zu bewältigen, holte man zwar einige neue Mitarbeitende ins Team, doch Kitase merkt an: „Meistens beförderten wir Leute, mit denen wir bereits zuvor zusammengearbeitet hatten, damit sie Schlüsselbereiche des Projekts übernehmen konnten.“

Natürlich gab es im Team auch zahlreiche erfahrene Kräfte zur Unterstützung. Kitase nennt hier als Beispiel Yusuke Naora, den Art Director für die Spielwelt, der bereits an mehreren Final-Fantasy-Titeln – darunter Teil 3, 7 und 8 – mitgewirkt hatte. Letztlich ging offenbar alles gut, erschienen doch beide Spiele zur Freude von Fans und Kritikern.

Amüsant: Dieser Tage lassen sich Parallelen zu der damaligen Zeit ziehen. Nomura ackert in führender Position am vierten Hauptspiel der mittlerweile groß angelegten Kingdom-Hearts-Serie. Gleichzeitig agiert er als einer der Creative Directors des anstehenden Trilogie-Finales Final Fantasy VII Revelation. Gute 25 Jahre später bleibt Nomura also emsig.

Übrigens feierte Square Enix den 25. Geburtstag von Final Fantasy X erst kürzlich mit einem speziellen Video. Und einem Revival, das nicht jedem Fan in den Kram passt.

via GamesRadar, Bildmaterial: Final Fantasy X/X-2 HD-Remaster, Square Enix

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