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Fantasy statt Science-Fiction: Ein Hollywood-Blockbuster krempelte einst Final Fantasy X um

Wie die Zeit doch rennt: Final Fantasy X feiert bereits sein 25. Jubiläum. Diesen Meilenstein nahmen sich nun Takashi Tokita (Chrono Trigger, Parasite Eve) und Serienproduzent Yoshinori Kitase zum Anlass, um in einem Interview über die Entstehung des RPG-Meilensteins zu sprechen.

Square Enix‘ Kult-Marke balanciert regelmäßig zwischen den Fantasy- und Science-Fiction-Genres und verwebt in ihren Spielen gar Elemente aus beiden Strömungen. Final Fantasy X sollte ursprünglich einen eher technikorientierten Ansatz im Stile von Final Fantasy VII und VIII verfolgen. Ein konkreter Einfluss aus Hollywood kippte diese Entscheidung jedoch.

„Während der Entwicklung verfolgten wir zunächst einen eher auf Science-Fiction ausgerichteten Ansatz. Doch als wir darüber nachdachten, was zur Zeit der Veröffentlichung von FFX in Hollywood im Trend liegen würde, erfuhren wir, dass Der Herr der Ringe gerade produziert wurde“, erklärt Kitase. „Wir gingen also davon aus, dass Fantasy der nächste große globale Trend werden würde – das war einer der Gründe, warum wir uns für Fantasy statt für Science-Fiction entschieden haben.“

Gut gespielt, das Timing passte tatsächlich perfekt. Die Entwicklung von Final Fantasy X begann 1999; das Spiel erschien 2001 – nur wenige Monate, bevor Der Herr der Ringe: Die Gefährten und Harry Potter und der Stein der Weisen in die Kinos kamen und für (die vorhergesagte) Furore sorgten.

Interessant: Yunas Pilgerreise ist Frodos beschwerlichem Weg nach Mordor gar nicht so unähnlich. Beide sind tragische Figuren, die eine Last tragen, die für jeden anderen zu schwer wäre, und die den Auftrag haben, die Welt vor einer Katastrophe zu bewahren – auch, wenn es sie wahrscheinlich das Leben kostet.

Übrigens feierte Square Enix den 25. Geburtstag von Final Fantasy X erst kürzlich mit einem speziellen Video. Und einem Revival, das nicht jedem Fan in den Kram passt.

via GamesRadar, Bildmaterial: Square Enix

8 Kommentare

  1. Naja...
    Sich inspizieren lassen (zielt darauf ab, eigene Ideen zu fördern) ...
    Und Trends hinterherlaufen (zielt auf Höchstmögliche Verkäufe, Umsätze und Gewinne ab) ...
    Sind zwei sich stark unterscheidende Vorgehensweisen.

    Klar stimmt, aber dennoch auch wenn sie einen Trend hinterher ge/laufen. Das kann man drehen, wie man möchte. Dennoch hat Square mit FFX was eigenes kreiert.

  2. Dennoch hat Square mit FFX was eigenes kreiert.

    Sich Dabei aber von der eigenen ursprünglichen Idee für das Setting verabschiedet...
    Um voraussichtlich eben Höchstmögliche Verkäufe usw. zu erzielen.

    „Während der Entwicklung verfolgten wir zunächst einen eher auf Science-Fiction ausgerichteten Ansatz.

  3. Sich Dabei aber von der ursprünglich eigenen Idee für das Setting verabschiedet...
    Um voraussichtlich eben Mehr Verkäufe usw. zu erzielen.

    Ist aber nichts neues bei Final Fantasy X, ursprünglich war sogar geplant, das die Welt von FFX von einer Macht beherrscht wird, in dem die Charaktere nur das Alter von 17 Jahren erreichen würden. Wie auch andere FF Teile haben oft Setting gewechselt. Aus Xenogears sollte sogar Final Fantasy VII werden. Schaut man sich die ganzen Entwicklungen von anderen Studios mit andere Spielen, wird man dasselbe Muster erkennen. Eine Menge Spiele hatten ursprünglich ein anderes Setting, Geschichte oder andere Mechaniken. Final Fantasy und Square sind definitiv nicht die einzigen, die sowas tun.

  4. Natürlich, denn trotz dem Setting Wechsel hatte Square seine eigene Geschichte, für Final Fantasy X erzählt.

    Eine eigene Vision haben endet ja nicht mit dem Setting Wechsel. Sondern man schafft damit eine neue.

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