In Zeiten von teuren Spielen und kostenlosen Livestreams findet sich, was sich finden musste. Fans von Videospielen geben sich damit zufrieden, teure Spiele im Livestream ihrer Lieblings-Creator anzusehen. Das bringt logischerweise keine Kohle in die Kassen der Entwickler.
Das – wenn auch nicht nur das – ist laut Naoki Hamaguchi der Grund, dass Spiele heutzutage Spielenden mehr Einfluss geben müssen und personalisierte Spielverläufe erlauben sollten. Deshalb hat sich der Director der Remake-Trilogie entschieden, dass aufbauend auf Final Fantasy VII Rebirth der neue Teil einen stärkeren und bewusst gesetzten Fokus auf Entscheidungen der SpielerInnen legt.
So sollen sowohl die Reihenfolge des Spielfortschritts als auch das narrative Erlebnis selbst individueller werden – inklusive verzweigter Geschichte, die aber ein gemeinsames Ende hat. So soll es nicht möglich sein, in nur einem Spieldurchgang alles zu erleben.
Im Interview mit 4Gamer (übersetzt von Automaton Media) sagt Hamaguchi, dass er mehr Freiheit und Raum für individuelle Spieldurchläufe als Eigenschaften betrachtet, die Spiele im heutigen Markt bieten müssten. „Eine Sache, auf die RPGs wie Final Fantasy heute achten müssen, ist die Möglichkeit, dass die Leute sich einfach einen Stream ansehen und damit zufrieden sind, ohne das Spiel jemals selbst zu spielen“, so Hamaguchi.
Unterhaltung muss sich anpassen
Das sei eine „kleine Krise für das Werk selbst“ und zumindest nichts, worüber sich Entwickler freuen könnten – aus nachvollziehbaren, eingangs erwähnten Gründen. Hamaguchi stellt klar, dass er Streaming nicht ablehne. Doch für manch einen sei es eben interessanter, einen kommentierten Stream des Lieblings-Creators zu sehen, was letztlich die Reichweite einschränkt.
„Wenn Leute einen Stream sehen und sich fragen: ‚Was würde ich in dieser Situation tun?‘ oder ‚Wie würde ich damit experimentieren?‘, dann hoffen wir, dass sie dadurch motiviert werden, es selbst auszuprobieren“, so Hamaguchi weiter. Unterhaltung müsse sich weiterentwickeln und anpassen, diese Herausforderung habe Hamaguchi während der Entwicklung der gesamten Trilogie verfolgt.
Wir werden in den nächsten Monaten sicherlich mehr über Final Fantasy VII Revelation erfahren. Am Wochenende haben wir bereits ausführlich ausgewertet, wie das neue Job-System funktioniert und was uns in der Open-World erwartet. Final Fantasy VII Revelation soll zeitgleich im Frühjahr 2027 für PS5, Xbox Series, PCs und Nintendo Switch 2 erscheinen.
Bildmaterial: Final Fantasy VII Revelation, Square Enix

Ich bin sowas von oldschool. Eine durchgehende Story, beim ersten Durchgang beendet, und fertig. Wenn ich an ein Persona oder ähnliche jrpgs denke, die knapp 100 Stunden dauern, möchte ich nicht mehrere Durchgänge starten um alles gesehen zu haben. Nier Automata muss man ja auch mehrere Anläufe angehen um das wahre Ende zu erleben. Das passte zum Spielprinzip. Doch bei einem rpg brauch ich das nicht.
Das Problem hätte man vielleicht auch nicht, wenn man mehr Wert auf Gameplay und Interaktion legen würde, statt sich ausschließlich mit einer ausufernden Story zu rühmen
Ich spiele ja endlich wieder Rebirth weiter seit 2 Tagen und es ist wirklich unerträglich, wie oft ich im Verlauf von Zwischensequenzen unterbrochen werde. Man kennt es aus dem ersten Part leider auch nicht anders, hier wurde leider ein bisschen zu sehr versucht, das große Kino Erlebnis mit nach Hause zu bringen. Und ab dem Punkt sollte man sich dann auch nicht wundern, wenn jeder durch Streams und co. schon auf den Genuss kommen. Wir sind nun mal im Medium Videospiel, mit Schwerpunkt auf "spielen". Wenn dieser Punkt zweitrangig wird, dann verliert man nun mal auch ganz schnell den Reiz.