News PC PS5 XBX

Nur sechs Wochen online: Wildlight zieht bei Highguard endgültig den Stecker

Gerade einmal rund anderthalb Monate – etwa 45 Tage – hat Highguard durchgehalten. Nun wird endgültig der Stecker gezogen. Nach gemischten Kritiken und rapide sinkenden Spielerzahlen hatte sich das Ende bereits abgezeichnet.

Entwickler Wildlight Entertainment bestätigte, dass der Free-to-Play-Shooter am 12. März offline gehen wird. In einem Statement heißt es: „Heute haben wir eine schwierige Nachricht zu verkünden. Wir haben beschlossen, Highguard am 12. März endgültig zu beenden.“

Und weiter: „Trotz der Leidenschaft und der harten Arbeit unseres Teams ist es uns nicht gelungen, eine nachhaltige Spielerbasis aufzubauen, um das Spiel langfristig zu unterstützen.“

Zwar hätten laut Studio über zwei Millionen SpielerInnen in die Welt von Highguard hineingeschaut, doch offenbar reichte das nicht, um das Projekt langfristig zu tragen. Die Server bleiben noch bis zum 12. März online.

Ein letztes Update zum Abschied

Bevor endgültig Schluss ist, soll es noch ein finales Update geben. Geplant sind ein neuer „Warden“, eine zusätzliche Waffe, Account-Level-Fortschritt sowie Skill-Trees. Dazu im Statement:  „Wir hoffen, dass Ihr noch einmal mitmacht, um Eure Unterstützung zu zeigen und die letzten großartigen Spiele zu sehen, solange wir noch können.“

Highguard war erst im Dezember mit großem Auftritt bei den The Game Awards als „One Last Thing“ angekündigt worden und startete am 26. Januar offiziell. Das Konzept kombinierte klassische Shooter-Mechaniken mit Reittieren und Raid-Elementen. Bereits vor einigen Wochen musste ein Großteil der Belegschaft den Entwickler Wildlight Entertainment verlassen was natürlich schon ein Vorbote war.

Schwieriger Markt für neue Live-Service-Titel

Ein Bericht von Bloomberg zeichnet zudem ein schwieriges Bild im Hintergrund. Demnach wurde Wildlight Entertainment stillschweigend vom Gaming-Giganten Tencent finanziert. Nach dem verhaltenen Start soll sich Tencent jedoch zurückgezogen haben – kurz darauf folgte die erste Entlassungswelle im Studio. Besonders bitter: Highguard befand sich bereits mehrere Jahre in Entwicklung, und es existierte sogar eine Roadmap mit Inhalten für ein ganzes Jahr nach Veröffentlichung. All diese Pläne sind nun hinfällig.

Der Markt zeigt sich zunehmend gnadenlos. Platzhirsche wie Fortnite oder Call of Duty binden einen Großteil der Spielerschaft dauerhaft. Neue Titel haben es schwer, sich daneben zu etablieren – trotz hoher Investitionen.

Highguard reiht sich damit in eine wachsende Liste gescheiterter Live-Service-Projekte ein. Erst 2024 traf es mit Concord einen weiteren prominenten Shooter, der nur wenige Wochen nach Veröffentlichung eingestellt wurde.

via VGC, Bildmaterial: Highguard, Wildlight Entertainment

1 Kommentar

  1. Glaube, an Peinlichkeit, allen voran für Geoff Keighley und seine Zuneigung dem Spiel gegenüber (die mit großer Wahrscheinlichkeit mit viel Geld erkauft wurde. Wobei man bei ihm nie wissen kann, vielleicht war er wirklich so beeindruckt von Highguard), ist das kaum mehr zu toppen. Das Spiel war der Rausschmeißer bei den Game Awards und wurde von ihm über's Klee als nichts weiteres als die neue Revolution in diesem Genre gepriesen. Und auch kurz vorm Release gab es da seinerseits noch wirre Postings, dass sich die Leute bei ihm entschuldigen werden, wenn sie erstmal Highguard gespielt hätten.

    Jetzt hat man direkt das zweite Live-Service-Debakel nach Concord, wo viel Geld in ein Projekt geflossen ist und das Spiel sang- und klanglos untergegangen ist.

    Jeder versucht es halt immer noch, auf diesem Markt nen Treffer zu landen. Und auch Concord und Highguard werden als Negativbeispiele eben nicht ausreichen, dass man es immer wieder probieren wird.

An dieser Stelle siehst du nur die letzten 5 Kommentare. Besuche das Forum um die komplette Diskussion zu diesem Thema zu sehen.