Seit einigen Tagen ist Dragon Quest VII Reimagined erhältlich und nicht nur in unserem Review schnitt die Neuauflage bestens ab. Möglicherweise ist „Reimagined“ auch euer neuer Lieblingsteil der Serie.
Wir sprachen via E-Mail-Interview mit Producer Takeshi Ichikawa über technische Herausforderungen, die Zusammenarbeit mit „Dragon Quest“-Schöpfer Yuji Horii und die Streichung von Inhalten zugunsten der Spielbarkeit.
Auf den ersten Blick zeichnet sich Dragon Quest VII Reimagined vor allem durch seinen optischen Stil aus. Für den neuen 3D-Look, der den organischen Charme des Originals einfangen sollte, verwendete man unter anderem echte Puppenmodelle. Das war nicht immer einfach.
„Es gab einige technische Probleme bei der Anwendung von Bewegungen in Kämpfen und Zwischensequenzen auf Modelle, die direkt von realen Puppen gescannt wurden, daher haben wir Anpassungen für die Modelle im Spiel vorgenommen. Da wir jedoch die unverwechselbaren Texturen der realen Puppen erhalten wollten, sind wir in dieser Hinsicht sehr sorgfältig vorgegangen“, erklärte Ichikawa dazu.
Konsultationen mit Yuji Horii
Für die Neuauflage hat man auch „Dragon Quest“-Schöpfer Yuji Horii konsultiert. „Dieser Titel wurde von Grund auf neu entwickelt, daher haben wir uns mit Yuji Horii über alles beraten, von ambitionierten Vorschlägen bis hin zu detaillierten Spezifikationen. Dank dieser Zusammenarbeit konnten wir unserer Meinung nach eine Balance finden, die den Charme des Originals bewahrt und gleichzeitig auch Neulingen der ‚Dragon Quest‘-Reihe ermöglicht, das Spiel in vollen Zügen zu genießen“, hofft Ichikawa.
Yuji Horii war es auch, der vorab darüber sprach, dass „Reimagined“ einige Inhalte aus dem Original streicht. Das führte unter Fans zu allerhand Irritationen, wir haben deshalb nochmal nachgefragt und Ichikawa hat uns erklärt, warum diese Überarbeitungen aus Sicht des Teams notwendig waren.
Streichungen und Straffungen
„Um den gesamten Handlungsverlauf zu optimieren und eine spannendere Erzählung zu bieten, haben wir uns entschlossen, Nebenhandlungen zu streichen, die wenig oder gar keine direkte Relevanz für das Hauptszenario haben. Dabei ging es jedoch nicht nur um eine reine Kürzung. Wir haben das Spielerlebnis neu konzipiert, um auch Spielern, die Dragon Quest VII bereits gespielt haben, neue Szenarien zu bieten“, so Ichikawa.
Dazu gehören laut Ichikawa diverse Änderungen wie die Umwandlung bestimmter Szenarien in optionale Inhalte, die jederzeit nach dem Zusammensetzen der Steintafel gespielt werden können, sowie das Hinzufügen neuer Episoden, darunter das Szenario mit dem erwachsenen Kiefer.
Man habe darüber hinaus „verschiedene Teile des Szenarios neu angeordnet und angepasst, um ein temporeicheres und immersiveres Spielerlebnis zu schaffen“ – dabei habe man „besonders darauf geachtet, die einzigartige Atmosphäre des Originals zu bewahren und die Kernhandlung intakt zu lassen.“
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Kompakte Episoden, schnelle Kämpfe und ein gelungenes Pacing führen dazu, dass dieses Monster von einem JRPG heute auf moderne Art und Weise spielbar ist. Dass das Spiel zu kurz geworden ist, müsst ihr nicht befürchten. Mehr erfahrt ihr in unserem Test!
Bildmaterial: Dragon Quest VII Reimagined, Square Enix, HexaDrive

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