Dass Sony recht angetan ist von den neuen Möglichkeiten der KI, ist inzwischen bekannt. Ob bei der Unterstützung in der Erstellung von Animationen, der Betrugserkennung im PlayStation Store, der Personalisierung von Inhalten oder zuletzt der gemeinsamen KI-Initiative mit Bandai Namco – Sony probiert viel aus, nimmt dafür viel Geld in die Hand und patentiert auch zunehmend KI-Technologien im Gaming-Bereich.
Ein neu veröffentlichtes Sony-Patent könnte in Zukunft dazu führen, dass zukünftige PlayStation-Spiele Bosskämpfe in Echtzeit anpassen. Das soll davon abhängig sein, wie die SpielerInnen auf die Attacken der computergesteuerten Gegner reagieren. Plötzlich hofft so mancher, dass Tencent die Anteile an FromSoftware erhöht, bevor die Idee von Sony sich in ihren Spielen wiederfindet.
Wie Patentlyze und Wccftech berichten, wurde das Patent für einen „KI‑angepassten Non-Player-Character für ein Videospielsystem“ bereits im vergangenen März in den USA eingereicht und am 1. Oktober veröffentlicht.
So soll die Technologie funktionieren
Wie es in der Praxis aussehen soll, ist zumindest grob im Patent beschrieben. „Mit zunehmender Komplexität von Videospielen besteht ein Bedarf an der kontinuierlichen Entwicklung effizienterer Rendering-Engines, verbesserten Techniken für die Echtzeit-Physiksimulation und skalierbaren Systemen, die zunehmend detaillierte virtuelle Umgebungen und realistischere Interaktionen mit NPCs unterstützen können“, heißt es dort.
Die Spieldaten werden an ein maschinelles Lernmodell weitergeleitet, das die Eingaben analysiert und anschließend Inhalte generiert, die in Spiele integriert werden. Das betrifft nicht nur den Schwierigkeitsgrad, sondern auch andere Anpassungen an den NPCs.
Sony nennt etwa „emotionale Eigenschaften“ von NPCs – darunter könnten die Tonhöhe, Lautstärke und der Rhythmus der Stimme sich je nach Situation verändern. Ähnliche Vorschläge machten bereits Microsoft und Nvidia im Jahr 2025.
Bei Kämpfen könnte Sony „Daten erfassen, die die Reaktionszeit des Spielers auf Angriffe von NPCs oder Bossen beziehungsweise auf Gefahren in der Umgebung darstellen, ebenso wie den Zeitpunkt seiner Aktionen – etwa Angriffe, Verteidigungsmanöver oder Konter – sowie die Häufigkeit und Erfolgsrate von Ausweichmanövern, Blocks oder Paraden und dergleichen“.
Das muss nicht nur negativ sein: Durch die gesammelten Daten in Bosskämpfen könnte die KI Feedback über die Schwierigkeit bekommen und Vorschläge machen, wie die Kämpfe besser und frustärmer gestaltet werden können. Ob es dann in Echtzeit von KI oder von Menschenhand implementiert wird, lässt Sony im Patent offen. Abgedeckt sind beide Varianten.
via GamesRadar, Bildmaterial: Elden Ring, Bandai Namco, FromSoftware

Wird eh wieder so ein Patent sein was niemals benutzt wird und selbts wenn würde ich eine menge darauf verwetten das es optional ist. Aus dem Grund ist es mir auch ziemlich egal.
Da hat der Chef gesagt: Denkt euch was aus mit KI, die Untergebenen haben mit den Augen gerollt und sich was ausgedacht und Chef so: Sofort Patentieren SOFORT!
Hat Wolverine nicht schon genug Vereinfacht, oder warum kommt jetzt irgendein KI Müll hinterher?
Das klingt ziemlich genau nach dem, was Nvidia doch vor etwa einem Jahr vorgestellt hat?
Nur halt mit dem gegenteiligen Anwendungszweck, dass Mama Sony dann das Löffelchen-Flugzeug ankündigt. Vrrrrrooooom! Vrrroooom!
"This game adapts to the choices you make ..."
War vor 14 Jahren Augenwischerei, ist heute Augenwischerei und wird morgen Augenwischerei sein. Aber schön, dass man dann die Augenwischereitechnologie draufschreiben kann.