Mit dem Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time* möchte Nintendo einen der beliebtesten Klassiker der Videospielgeschichte in die Gegenwart holen. Neben der überarbeiteten Grafik und neuen Funktionen gibt es dabei auch eine ziemlich große Veränderung: Erstmals erhalten zahlreiche Charaktere teilweise eine Sprachausgabe.
Was für viele Fans nach einer längst überfälligen Modernisierung klingt, sorgt bei anderen für gemischte Gefühle. Denn ausgerechnet die fehlenden Stimmen könnten ein wichtiger Grund dafür gewesen sein, warum manche Szenen des N64-Originals bis heute so eindrucksvoll in Erinnerung geblieben sind.
Manchmal sagt Stille mehr als tausend Worte
Genau diesen Gedanken greift ein aktueller Meinungsbeitrag von GameRant auf. Darin geht es weniger um die Qualität der neuen SynchronsprecherInnen als vielmehr um die Frage, ob eine Vertonung überhaupt zu jeder Szene von Ocarina of Time passt. Wie viel am Ende überhaupt vertont ist, muss man ebenfalls abwarten.
Als Beispiel dient der Abschied von Salia, nachdem Link den Deku-Baum verlassen hat und sich auf den Weg aus dem Kokiri-Wald macht. Im Original wird die emotionale Begegnung fast ausschließlich von Umgebungsgeräuschen und den charakteristischen Textbox-Tönen begleitet.
Auch die letzten Worte des Deku-Baums entfalten ihre Wirkung ganz ohne gesprochene Dialoge. Die Stille lässt den Momenten Raum und überlässt es den SpielerInnen, sich die Stimmen der Figuren selbst vorzustellen. Beide Szenen aus dem Original habt ihr jetzt vielleicht bildlich vor den Augen, oder?
Mit der neuen Sprachausgabe könnte sich diese besondere Atmosphäre verändern. Nicht unbedingt zum Schlechteren, aber eben anders, als viele Fans die Szenen seit fast drei Jahrzehnten kennen.
Eine Option zum Abschalten wäre eine Lösung
Eine mögliche Lösung wäre natürlich, die Sprachausgabe optional abschalten zu können. Ob Nintendo eine entsprechende Einstellung anbieten wird, ist bislang allerdings nicht bekannt.
Fest steht hingegen, dass Link auch im Remake seiner traditionellen Rolle als weitgehend stummer Held treu bleibt. Die übrigen Charaktere dürfen dagegen erstmals hörbar ihre Geschichten erzählen.
Am Ende wird sich wohl erst beim Spielen zeigen, ob Nintendo die richtige Balance zwischen gesprochenen Dialogen und bewusst eingesetzter Stille findet. Schließlich kann auch ein vollständig vertontes Spiel in den entscheidenden Momenten auf Worte verzichten. Wie seht ihr das? Freut ihr euch auf die neuen Stimmen oder hättet ihr die vertrauten Textboxen lieber behalten?
The Legend of Zelda: Ocarina of Time, das ihr hier bei Amazon* und im Nintendo Store* vorbestellen könnt, erscheint am 5. November 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2. Die Zelda-Switch-2-Konsole und weiteres Zubehör folgen bereits am 29. Oktober. Zwei neue amiibo zu Junger Link und Junger Zelda sind ebenfalls angekündigt, erscheinen allerdings erst 2027.
via GameRant, Bildmaterial: The Legend of Zelda: Ocarina of Time, Nintendo

Das Spiel hatte schon einige Stellen im Original, wo die Atmosphäre durch die fehlende Sprachausgabe super atmosphärisch war. Die Umgebungsgeräusche kamen so richtig gut zur Geltung. Da ich das Spiel auswendig kenne werd ich es gerne diesmal mit voller Sprachausgabe erleben, fände eine Option zum ausschalten aber nicht verkehrt.
Das kann man ja nun auch über FFVII Remake und so sagen.
Ich habe das alte Zelda jetzt nicht gespielt, da ich keinen N64 hatte, aber freue mich auf das Remake, kann aber voll und ganz nachvollziehen das man "Sprecher" bei so einem alten Spiel immer so und so sehen kann, weil es mir bei FFVII nicht anders geht. Ich finde das selber lesen, lässt einen nicht so ablenken und man ist aufmerksamer als wenn dauernd irgendwo Charaktere am labern sind. Kommt aber darauf an wie lange und wie viel, hier wird es denke ich gut sein, bei FFVII Remake gibt es ja Szenen die fast schon eine Anime Folge lang sein könnten, das kann manchmal schon nerven, weil - Spiel ist ein Spiel und nicht nur zum zusehen^^
Also ich persönlich finde es sehr gut das es Synchro gibt. Für mich ist Synchro genauso wie Musik so ein wichtiger Teil der Präsentation und somit auch der Story das es für mich mittlerweile auch immer negativ ist wenn ein Spiel keine Synchro bietet. Es ist für mich halt 1000mal Emotionaler wenn ich höre wie jemand vor Wut oder Trauer schreit als nur irgendwelche Textboxen in Caps geschrieben zu haben. Dies habe ich besonders bei Remakes wie FF7 oder Trails in the Sky 1 gemerkt (das finale in Trails 1 war einfach so unglaublich emotionaler als im originalen). Aus dem Grund bin ich sehr froh das wir mittlerweile im Zeitalter sind wo fast alle eine Synchro haben.
Natürlich ist es mir dann bei Spielen die weniger wert auf Story legen egaler, ob es eine Synchro hat, weswegen es mir hier bei Zelda auch eher zweitrangig ist, da die Spiele auch nicht wirklich eine gute Story erzählen. Natürlich zeigt es mir dann aber auch nochmal welchen stellenwert die Story bei diesen Spielen hat und ich schraube dann meine Erwartungen ziemlich zurück (mit Ausnahme natürlich bei Spielen die sich eine Synchro nicht leisten können).
Nein, das ist keine Lösung. Man kann ja auch bei einem Film nicht einfach die Stimmen abstellen, Untertitel einschalten und erwarten, dass man den intendierten Effekt bekommt. Musik, Inszenierung, Character- UND Voice Acting spielen im Idealfall zusammen, und wenn man eines davon entfernt, hat man eben nicht eine "für einen selber ideale Version" der Szene.
Ich mag solche Argumente sowieso nicht, selbst wenn es die Option geben würde. Das immunisiert das Spiel gegen Kritik am Voice Acting: "Wenn Du die Stimmen nicht magst, schalte sie doch ab!" – man verschiebt die Verantwortung weg von den Entwicklern auf die Spieler.
Zum Voice Acting selber: Es ist so eine dieser Modernisierungen, über die sich keiner mehr Gedanken macht, ob sie überhaupt sinnvoll sind. Man baut sie ein, weil "tut man halt so heute in großen Produktionen!". Damit sage ich nicht, dass es grundlegend schlecht oder gut ist, aber es wird einfach akzeptiert das so zu machen, weil es halt "modern" ist.
Man muss immer sehen, dass Voice Acting etwas anderem ein wenig reingrätscht: Der Musik. Denn beide konkurrieren um die Aufmerksamkeit, und wenn man da nicht gut aufpasst, tendiert man halt eher dazu die Stimmen wahrzunehmen und die Musik tritt in den Hintergrund. Dafür braucht man dann aber auch eine gute Abpassung der Elemente. Wie @Tsuki schon erwähnt hat, da ist ein gewisser Tradeoff. Gerade bei einem Spiel mit einem legendären Soundtrack wie Ocarina of Time ist das relevant.
Es gibt hier meiner Meinung nach unterschiedliche Rezeptionstypen: Einige wollen Emotionen lieber über Sprache vermittelt bekommen. Ich gehöre zu denen, bei denen gut eingesetzte Musik sogar besser funktioniert. Ein Grund, wieso viele Szenen in Final Fantasy VII Rebirth für mich heftig gegen das Original abstinken, weil der OST bei letzterem einfach meisterhaft eingesetzt wurde. Und das trotz der durchweg guten Qualität des Voice Actings.
Bei Zelda hätte ich es sogar besser gefunden, wenn sie von vornherein Hylianisch sprechen würden. Also eine Fantasiesprache benutzen, die keiner echten entspricht. Würde auch gut zu diesem Märchen-Charakter passen, den Zeldaspiele haben.
Ich bin mir sicher das wird mein "Problem" es wird eine Bereicherung. Nostalgie hin oder her aber wenn Charakter sprechen können dann baut man eine viel größere Bindung zu ihnen als stille Polygon Ecken. Sowas wie Mimik und voiceacting tragen doch viel mehr dazu bei das man Charaktere mag und um so trauriger wenn sie gehen oder sterben.