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Sony zieht bei Kojimas Physint den Stecker – und ausgerechnet Xbox rettet das Projekt

Als Hideo Kojima Anfang 2024 Physint ankündigte, klang die Zusammenarbeit mit Sony noch nach einer langfristigen Partnerschaft. Das Action-Spionage-Projekt sollte gemeinsam mit Sony Interactive Entertainment entstehen und dabei sogar die Grenzen zwischen Videospiel und Film verschwimmen lassen. Mehr als zwei Jahre später sieht die Situation allerdings komplett anders aus.

Sony Interactive Entertainment steigt aus Physint aus. Stattdessen wird Xbox Game Studios das neue Spiel von Kojima Productions veröffentlichen. Plattformen und ein Veröffentlichungsdatum stehen weiterhin nicht fest.

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Sony zog offenbar überraschend den Stecker

Sony spricht offiziell von einer „schwierigen Entscheidung“, die Zusammenarbeit mit Kojima Productions bei Physint zu beenden. Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Beziehung zu Hideo Kojima nach drei Jahrzehnten weiterhin stark sei und man auch künftig eng zusammenarbeiten wolle.

Kojimas eigene Schilderung lässt den Vorgang allerdings etwas überraschender erscheinen. Demnach habe Kojima Productions Mitte Juni unerwartet die Nachricht von PlayStation Studios erhalten, dass das Physint-Projekt dort eingestellt werde.

Kojima wollte das für ihn und sein Studio wichtige Projekt jedoch unbedingt am Leben erhalten. In den folgenden drei Monaten habe man deshalb intensiv nach einem neuen Partner gesucht – und diesen schließlich bei Xbox gefunden.

Xbox begrüßt die neue Zusammenarbeit ausdrücklich. Xbox-CEO Asha Sharma erklärt, man fühle sich geehrt, dass Kojima sich mit Physint für Xbox entschieden habe. Besonders dessen Anspruch, mit seinen Projekten bestehende Konventionen herauszufordern, passe zu der Art von Kreativität, die Xbox unterstützen wolle.

Damit wird die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen Kojima Productions und Xbox, die mit OD begonnen hatte, noch einmal deutlich ausgebaut. Physint soll weiterhin das Action-Spionage-Genre neu definieren. Darüber hinaus wollen Xbox und Kojima Productions künftig auch bei Film- und Fernsehprojekten zusammenarbeiten.

2024 klang das noch ganz anders

Interessant ist der Wechsel vor allem mit Blick auf die ursprüngliche Ankündigung. Als wir im Februar 2024 über Physint berichteten, stand die enge Zusammenarbeit mit Sony noch deutlich im Mittelpunkt. Kojima sprach damals von einem Projekt, das zugleich Spiel und Film sein und von Sonys Erfahrungen in beiden Bereichen profitieren sollte.

Dass ausgerechnet Sony das Projekt nun gut zwei Jahre später beendet und Microsoft beziehungsweise Xbox einspringt, ist entsprechend eine bemerkenswerte Wendung. Ganz verschwunden ist Physint damit immerhin nicht: Laut Kojima läuft die Entwicklung weiter.

Wie genau sich der Publisher-Wechsel auf das Projekt und insbesondere auf die geplanten Plattformen auswirkt, bleibt vorerst offen.

via Gematsu, Bildmaterial: Physint, Kojima Productions

3 Kommentare

  1. Muss wohl an den ersten 4 Buchstaben im Namen des Spiels gelegen haben :D

    Wie gesagt Sony interessiert sich seit der Ps5 ein scheiß für Videospiele und das zeigt sich immer wieder. Lieber investieren sie hunderte Millionen Concord und Marathon für den Traum einer Gelddruckmaschine aber dann trotzdem floppen, als in Videospiele die die Plattform attraktiv machen würden. Geht halt nur noch darum wie man den Kunden am Effektivsten das Geld rauspressen kann anstatt gut Spiele zu machen.

    Naja am Ende kann man das nur Positiv sehen. Kojima hat einen neuen Partner gefunden und das Spiel kommt somit auch für den Pc. Also eigentlich ein ziemlich positives Ergebnis, vor allem wieder ein Grund weniger die PS6 zu kaufen. Sony macht es einem echt leicht ihnen den rücken zu kehren. Was ein drecksladen, ich hoffe Kojima wirklich das beste und hoffe das er bei Xbox immer noch sein volle Vision für das Spiel umsetzten kann, welches ja nicht unwahrscheinlich sein letztes sein könnte.

  2. Als wäre Sony nicht schon unsympathisch genug.


    Gut, man weiß natürlich nicht, was hinter verschlossenen Türen geschieht. Ändert trotzdem nichts daran, dass Sony sich damit keinen Gefallen tut.


    Man kann über Death Stranding sagen, was man will, aber es gehört noch zu den kreativsten Spielen, die Sony in ihrem Repertoire haben, und die mich mehrere Stunden sehr gut unterhalten haben.


    Für jedes beschissene Service-Game gab es wohl genug Kohle.


    Naja, dadurch wird wenigstens sicher der PC bedient. Wenn Microsoft clever wäre, könnten sie diesen Moment nutzen und die Xbox-360-Ära wieder aufleben lassen. Aber ich vergaß: Microsoft ist auch so ein Saftladen. xD


    Schade eigentlich. Kojima wusste die Decima Engine zu nutzen. Kann mir ganz gut vorstellen, dass Physint mit der Unreal Engine entwickelt wird.

  3. Sony hat wohl mittlerweile herausgefunden, warum Konami diese Geldschluckmachine losgeworden ist :P

    Das ist schon ein ganz interessanter Zeitpunkt, um diese News zu veröffentlichen. Umso unangebrachter, wie der Name des Projekts lautet. Wenn man sich mal so den Leumund aus 2015/16 anhört, war Kojima zumindest im lauten Internetbubble eines der maßgeblichen Gründe, warum viele sich für eine Playstation entschieden haben. Jetzt eines der größten Kaufgründe abzusägen, wenn man doch gerade alles Mögliche an gute Publicity braucht, ist allemal eine sehr mutige Entscheidung. Da werden aber vielen ganz andere Adjektive als "mutig" einfallen.

    Mich würden aber sehr die Gründe und Umstände interessieren. Kojima selbst ist für Sony ja nicht vom Tisch. Hat man kein Budget mehr übrig? Wollte Kojima zu viel? Oder ist Sony gar so hochnäsig im Größenwahn, dass sie das Ganze nicht einmal mehr interessiert? Es ist echt bedrückend, wie in dieser Industrie links und rechts alle möglichen Projekte und Studios subventioniert werden, für die man eigentlich brennen und stehen sollte. Als ob Spieleentwicklung nur noch zweitrangig wurde und die Prioritäten ganz woanders liegen. Da wird man sich mit so vielen Abstrichen schon wundern, warum man noch als Playstation Fan (und auch XBox Fan, so viel besser sieht es dort drüben nicht aus) überhaupt dabei sein sollte.

    Für mich geht aber erstmal nichts Bedeutsames verloren. Das Projekt selbst existiert immerhin noch, aber Kojima hat für mich schon längst seinen Glanz verloren und übernimmt sich heutzutage nur noch mit Spielen, die die Bedeutung eines Videospiels an vielen Stellen fehlinterpretieren. Bzw. Spiele produziert, die nicht meinem Geschmack entsprechen, bei übergroßen Openworld Spielen mit ellenlangen Zwischensequenzen kriege ich bekanntlich Kotzreiz. Man wird hiermit aber sehr viele Sony Fans vergraulen/zermürben, die dafür überhaupt mit der Playstation 4 eingestiegen sind.

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