Mit der Nintendo Switch 2 wollte Nintendo eine der größten Schwächen des Vorgängers zumindest teilweise ausräumen: Große Third-Party-Spiele sollen deutlich häufiger ihren Weg auf die Plattform finden. Titel wie Cyberpunk 2077, PRAGMATA (aktuell 25 Prozent reduziert* bei Amazon) oder Resident Evil Requiem zeigen bereits, was auf der neuen Hardware möglich ist.
Doch ausgerechnet 007 First Light* sorgt nun für Zweifel an dieser Strategie. Zumindest sieht das GameRant so und bezeichnet die jüngste Verschiebung als erstes wirkliches „Warnsignal“ für Nintendos AAA-Offensive.
Erst wenige Tage zuvor war die „Switch 2“-Version von 007 First Light noch während der Nintendo Direct mit einer Veröffentlichung 2026 beworben worden. Am 15. September bestätigte IO Interactive dann jedoch die Verschiebung auf März 2027. Die zusätzliche Zeit soll genutzt werden, um die Performance auf „Switch 2“ weiter zu optimieren.
Nicht der erste große Titel mit Problemen
GameRant erinnert dabei auch an Elden Ring: Tarnished Edition. Die inzwischen erhältliche Switch-2-Portierung* war ursprünglich für 2025 vorgesehen, wurde nach Berichten über Performance-Probleme aber ebenfalls verschoben.
Bei 007 First Light bewertet das Magazin die Situation allerdings etwas anders. IO Interactive habe mit der Hitman-Reihe und auch den anderen Versionen von 007 First Light einen guten Ruf bei der technischen Optimierung. Dass ausgerechnet die „Switch 2“-Fassung deutlich mehr Zeit benötigt, wirft für GameRant deshalb Fragen hinsichtlich der Hardware und des Aufwands für entsprechende Portierungen auf.
Hinzu kommt Borderlands 4, dessen Entwicklung für „Switch 2“ derzeit auf unbestimmte Zeit pausiert. Gleichzeitig gibt es weiterhin keine entsprechenden Ankündigungen für prominente Titel wie Clair Obscur: Expedition 33 oder Baldur’s Gate 3.
GameRant sieht darin zumindest die Gefahr, dass sich ein bekanntes Problem der ersten Switch wiederholen könnte. Die ursprüngliche Konsole war bei großen Third-Party-Produktionen häufig außen vor – oder erhielt deutlich angepasste Fassungen wie Hogwarts Legacy und Mortal Kombat 1.
Die Situation ist heute trotzdem eine andere
Von einem grundsätzlichen Scheitern der Third-Party-Strategie möchte GameRant allerdings ausdrücklich nicht sprechen. Die „Switch 2“ ist erfolgreich gestartet und hat bereits gezeigt, dass technisch anspruchsvolle Spiele auf der Hardware möglich sind.
Nintendo muss sich inzwischen allerdings auch einem anderen Handheld-Markt stellen. Geräte wie das Steam Deck bieten SpielerInnen längst eine weitere Möglichkeit, zahlreiche PC-Spiele unterwegs zu spielen. Gerade deshalb sei es für Nintendo wichtig, die Lücke bei großen Third-Party-Veröffentlichungen gegenüber PlayStation, Xbox und PC möglichst klein zu halten.
Niemand erwartet dabei zwangsläufig, dass ein großes AAA-Spiel auf „Switch 2“ genauso aussieht oder läuft wie auf PlayStation 5, Xbox Series oder einem leistungsfähigen PC. Entscheidend sei vielmehr, ob diese Spiele überhaupt und möglichst zeitnah verfügbar sind.
Genau deshalb wertet GameRant die Verschiebung von 007 First Light als Warnsignal. Ein einzelner verspäteter Port dürfte für Nintendo kaum problematisch sein. Sollten sich Fälle wie Elden Ring, Borderlands 4 und 007 First Light jedoch häufen, könnte die Switch 2 langfristig erneut mit einer Schwäche kämpfen, die schon ihren Vorgänger begleitet hat.
Wie würdet ihr die aktuelle Situation einschätzen und macht ihr euch Sorgen um den Third-Party-Support auf der Nintendo Switch 2?
via GameRant, Bildmaterial: Nintendo, Illumination Entertainment

Sehe ich entspannt.
Elden Ring mag verschoben worden sein, aber das Ergebnis spricht für sich. Borderlands hat auch auf den anderen Plattformen seine Probleme, kann man also nicht vergleichen.
Und das Expedition 33 noch nicht angekündigt wurde, sagt halt mal gar nix aus.
Ich denke, hier wird ein Problem konstruiert, das sich noch nicht abschätzen lässt.
Dem würde ich beipflichten. Sich die 2-3% der neuesten und/oder leistungshungrigsten Spiele herauszusuchen und aus späten oder verschobenen Portierungen ein Schreckensbild abzuleiten, halte ich für übetrieben. Denn die anderen 97-98% der Spiele sind entweder mit wenig Aufwand verfügbar zu machen oder werden durch aufwendige Arbeit in hochwertigem Zustand portiert. FF7 Rebirth hat mit wenigen Abstrichen gezeigt, was möglich ist und FF7 Revelation wird ebenfalls kommen. Pragmata oder Stellar Blade sind ebenfalls beeindruckende Beispiele.
Solange Entwickler/Publisher und Nintendo weiterhin so gut zusammenarbeiten wie bisher und die nötige Arbeit und Sorgfalt aufbringen, braucht man sich in naher Zukunft keine Sorgen darum machen, bei neuen Releases außen vor zu bleiben.
Ich denke auch nicht dass das so ein großes Problem wird. Klar kann es mal ein paar ganz weniger Ausnahme Spiele geben die mal Probleme machen, aber ich denke selbst die würde man mit genug Arbeit auch hinbekommen.
Aus dem Grund glaub ich, wenn man mit 30fps keine Probleme hat, dass man so gut wie alle Spiele auf der Switch 2 spielen können wird. Was ja bei mir der Fall ist weswegen selbst die stärkere Switch 2 nicht meine Hauptkobsole werden könnte.