Fans von Silent Hill haben endlich wieder was zu lachen – in den letzten zwei Jahren feierte Konamis ikonische Horror-Marke ein vorbildliches Comeback. Mit Silent Hill Townfall steckt das nächste vielversprechende Projekt bereits in den Starlöchern.
Auf der japanischen Entwicklerkonferenz CEDEC 2026 hielt Konami nun einen Vortrag mit dem Titel „The Art of Producing Silent Hill“. Neben Anekdoten aus der Entwicklung aktueller Titel, sprach Serienproduzent Motoi Okamoto darüber, wie er es überhaupt geschafft hat, die Fans für den „großen Neustart“ der Reihe zu begeistern.
Okamoto erklärt, dass das Projekt zur Wiederbelebung von Silent Hill aufgrund der langen Pause und früherer Projekteinstellungen zunächst mit einem eher geringen Vertrauensvorschuss seitens der Spieler zu kämpfen hatte. Um dieses Vertrauen zurückzugewinnen, hielt er es für unerlässlich, dass Konami als Unternehmen glaubhaft demonstrierte, es meine es ernst mit der Rückkehr der Marke.
Kein „testing the waters“
Genau aus diesem Grund wollte Okamoto unbedingt vermeiden, was er als „Testing-the-Waters-Remake“ bezeichnet. Sprich: Ein Remake, das lediglich dazu dient, das Interesse auszuloten und anhand der Verkaufszahlen zu entscheiden, ob weiter in eine Marke investiert werden soll. Okamoto schätzte, dass bei einem reinen Remake im besten Fall nur etwa die Hälfte der ursprünglichen Silent-Hill-Spielerschaft zurückgekehrt wäre.
Interessanterweise ist er der Ansicht, dass SpielerInnen sofort spüren, wenn ein Unternehmen nur vorsichtig abtastet. Verhält sich ein Unternehmen abwartend, täten dies auch die SpielerInnen. Umgekehrt glaubt er, dass SpielerInnen positiv reagieren und ein Unternehmen unterstützen, wenn sie merken, dass es es ehrlich meint. Daher entschied sich Okamotos Team nicht nur dazu, drei Spiele auf einmal anzukündigen, sondern holte auch gleichzeitig die interne Genehmigung für diese ein, als man das Budget für das Remake von Silent Hill 2 beantragte.
Im Vorfeld rechnete Okamoto mit Skepsis und Reaktionen wie „Wetten, das ist sowieso nur ein Remake?“ Daher wollte er die Erwartungen der Spielerschaft auf positive Weise durchbrechen – und zwar mit zwei brandneuen Titeln sowie einer Abkehr vom gewohnten Schauplatz der Reihe. Er betont, wie wichtig es war, die Fans emotional anzusprechen, um das Interesse an dem Projekt zu wecken. Wir dürfen gespannt sein, ob „Townfall“ an die Erfolge von Silent Hill 2 Remake und Silent Hill f anknüpfen kann.
Übrigens: Im Rahmen derselben Veranstaltung verriet Okamoto, was er seinem Team empfiehlt, um guten Horror umzusetzen. Die Details lest ihr hier.
via Automaton Media, Bildmaterial: Silent Hill f, Konami, NeoBards Entertainment

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