Schon in den letzten Quartalen sprachen die Geschäftszahlen von Nihon Falcom eine ziemlich deutliche Sprache. Jetzt blickt das japanische Unternehmen (via GameBiz und Automaton Media) auf die ersten drei Quartale seines aktuellen Geschäftsjahres von Oktober 2025 bis Juni 2026 zurück – und das starke Wachstum setzt sich fort.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Falcom seinen Nettoumsatz um 111,3 Prozent steigern. Noch beeindruckender fällt die Entwicklung beim operativen Gewinn aus, der um satte 485,2 Prozent zulegte.
Trails in the Sky sorgt auch international für starke Zahlen
Als wichtigen Faktor nennt Falcom den Erfolg von Trails in the Sky 1st Chapter* – das Rollenspiel konnte sowohl in Japan als auch international auf Steam, Nintendo Switch und PlayStation 5 überzeugen.
Besonders das Geschäft außerhalb Japans scheint sich positiv entwickelt zu haben: Der Lizenzbereich, über den unter anderem Verkäufe durch internationale Publisher abgerechnet werden, legte beim Umsatz im Jahresvergleich um 121 Prozent zu.
Entsprechend wichtig dürfte für Falcom auch der Nachfolger werden. Trails in the Sky 2nd Chapter* befindet sich bereits in Entwicklung und soll im September 2026 weltweit gleichzeitig erscheinen.
Noch nicht in den aktuellen Zahlen enthalten ist dagegen Kyoto Xanadu, da der Titel erst im Juli und damit nach Ende des betrachteten Zeitraums veröffentlicht wurde. Für eine internationale Version gibt es bislang zudem noch keinen Termin.
An seiner Prognose für das gesamte Geschäftsjahr hält Nihon Falcom trotz der starken Entwicklung fest. Weiterhin erwartet das Unternehmen bei sämtlichen Gewinnkennzahlen ein zweistelliges Wachstum.
via Automaton Media, Bildmaterial: Trails in the Sky 1st Chapter, GungHo Online Entertainment, Falcom

Ziemlich genau das. Das klingt vielleicht erstmal böse aber ich gönne Falcom zwar den Erfolg aber ich wünschte man würde den Nischen-Status beibehalten.
Bisher sind die Spiele von Falcom erfrischend frei von direkten westlichen Einflüssen was sich aber sehr schnell ändern kann sobald das Auge von Sauron auf sie fällt.
Zu den Wurzeln gehört ja nicht nur das Kampfsystem sondern auch Thematiken, Humor, Fanservice, Charakterdesign und Verhalten Worldbuilding ect.
Ich bin mir sicher das sobald ein großer Publisher oder Investoren mit die Griffel im Topf haben das einiges dran geändert wird. Oder zumindest in der Freiheit eingegrenzt das machen zu wollen was man will seitens Falcom.
Allerspätestens wenn wir den Punkt erreicht haben das die nur Hass kennende Twittergang auf die Falcom Spiele aufmerksam werden haben wir verloren.
Ich hab den Eindruck deren Spiele sind so ne Art Slowburner. Treue Fangemeinde und auch durch deren Propaganda kommen neue Leute langsam hinzu.
An den Spielen selbst kann man glaube ich durch das langsame Pacing schnell abprallen.
Ich freue mich auch für Falcoms Erfolg. Wie hier viele Fans schon festgetellt haben: Die machen einfach richtig gute Spiele, auf die man sich immer freuen kann. Ob Ys, Trails oder Xanadu (auch wenn hier Kyoto noch spielen muss, wann Westrelease?) – ich zocke eigentlich alles von ihnen gerne.
Ich gönne ihnen den wachsenden Erfolg, hoffe aber ebenfalls, dass sie sich dabei treu bleiben. Zu Falcoms Identität gehören für mich schließlich nicht nur Kampfsysteme, sondern auch Humor, Charakterdesign, Fanservice und das besondere Worldbuilding.
Größer zu werden ist nicht das Problem. Problematisch wird es erst, wenn man dafür seine Identität opfert.
Ich finde, die Reihe ist sehr ahnlich wie eine Büchersammlung verfasst. Es gibt nicht eine handvoll Helden um die sich die Welt dreht und Nebencharaktere, welche mit einen Satz beschrieben sind. Sondern man nimmt sich Zeit die Charaktere vorzustellen, das ist nicht für jedermann. Auch typisch für Bücher sind lose Enden die man absichtlich hinterlässt und plötzlich 2-3 Bücher später wieder aufgreift.
Das Remake hat auch eine eher kleinere Hauptgruppe und ist damit einfacher zu verdauen. Mir ging's am Anfang von Cold Steel aber ähnlich, so viele Charaktere und Nebencharaktere, gleichzeitig bin ich quasi von anderen spielen darauf getrimmt, dass es nicht lohnt für diese sich zu interessieren. Aber jeder der die Reihe kennt, weiß dass es eben nicht so ist und man teilweise mitfiebert, wie sie auf die Ereignisse reagieren oder was die erleben.
Da gebe ich dir im Gegenzug natürlich auch recht. Es muss nicht zwingend passieren, aber es könnte halt und die Sorge schwingt da bei mir im Hinterkopf mit.
Du hast z.B. die Persona-Reihe genannt und das ist in der Tat n gutes Bespiel, weil es dort einen Teil des Fandoms gibt, der den Beginn der IP als Ableger von Shin Megami Tensei erlebt und geliebt hat, mit der aktuellen Richtung der Reihe aber gar nichts mehr anfangen kann und natürlich nicht happy darüber ist, dass der Erfolg von vor allem Persona 5 diese Formel für die Reihe nun ziemlich fest zementiert haben dürfte. Für die waren halt Persona 1 und 2 die Identität der Reihe und die Teile waren schon recht anders als die ab 3 (von dem her was ich drüber gelesen habe). Das diese Teile zusätzlich wesentlich weniger Aufmerksamkeit seitens Atlus als die neuen bekommen ist dann nochmal mehr frustig.
Ich selbst bin erst mit Teil 4 in die Reihe eingestiegen und kanns daher persönlich nicht nachfühlen, weil ich 1 und 2 nicht selbst gespielt habe. Mir würde es aber ähnlich gehen wenn Falcom, warum auch immer, extrem an der Trails-Formel rum fummeln würde. Gerade das Worldbuilding ist in seiner Art für mich schon einzigartig und ja, auch das Kampfsystem, der Humor, der Fanservice... schon alleine die ganze Präsentation, die in den letzten Jahren zwar ordentlich zugelegt hat, aber doch mehr auf den eigenen Charme als auf max. Grafik-Schi-Schi setzt - es gehört einfach dazu.
Kurz und knapp, du und @Yurikotoki habt es hiermit treffend formuliert:
Sogar Wort für Wort xD Und genau so siehts aus.
Die Zeit wird zeigen was kommt. Bestenfalls ja wirklich irgendwann gesichert weltweit zeitgleiche Releases in mehrere Sprachen. Mir selbst reicht Englisch zwar, abe die Wahl haben ist immer besser.