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„Habe mich geirrt“ – das sagt der NieR-Schöpfer zum Verschwinden physischer Spiele

Vor rund zweieinhalb Wochen sorgte Sony mit der Ankündigung für Aufsehen, ab 2028 keine neuen physischen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu veröffentlichen. Die Entscheidung löste eine Welle der Kritik aus – sowohl unter SpielerInnen als auch in der Branche.

Nachdem sich bereits z. B. Hideo Kojima zu Wort gemeldet hatte, äußert nun auch NieR-Schöpfer Yoko Taro seine Sorgen über die Zukunft physischer Spiele.

Yoko Taro sieht das Ende einer Ära

Auslöser seiner Aussagen war ein Beitrag auf Twitter (übersetzt von GamesRadar), in dem Yoko Taro seine physische Version von Hi-Fi Rush präsentierte. Anschließend erklärte er, dass ihn das Verschwinden physischer Datenträger traurig stimme: „Persönlich bin ich traurig über den Verlust physischer Medien, aber ich schätze, so entwickelt sich die Zukunft.“

Der Entwickler erklärt weiter, dass er lange davon ausgegangen sei, Publisher würden auch künftig an physischen Veröffentlichungen festhalten – zumindest in Form hochwertiger Sammler- oder Limited Editions. Schließlich biete die Kontrolle über den physischen Vertrieb gegenüber rein digitalen Plattformen durchaus Vorteile. Mittlerweile glaube er jedoch, dass sich die Branche endgültig in eine andere Richtung bewege.

Auch Nintendos Game-Key Cards bereiten ihm Sorgen

In diesem Zusammenhang spricht Yoko Taro auch die umstrittenen Game Key Cards der Nintendo Switch 2 an. Diese enthalten nicht mehr das eigentliche Spiel auf der Karte, sondern dienen lediglich als Schlüssel zum Download der Software.

Er bezeichnet das Konzept als verwirrender als klassische Module und verweist auf den großen Hinweis auf der Verpackung, der Käufer darauf aufmerksam macht, dass es sich lediglich um eine Game-Key Card handelt: „Switch-2-Keycards sind verwirrender als normale ROMs“, und weiter: „Ich schätze, das ist einfach die Zukunft …“

Damit reiht sich Yoko Taro in die wachsende Zahl prominenter Stimmen ein, die das Ende physischer Spiele kritisch sehen. Auch wenn der Wandel für ihn offenbar unausweichlich scheint, macht er keinen Hehl daraus, dass er den Verlust klassischer Datenträger bedauert.

via GamesRadar, Bildmaterial: Square Enix

3 Kommentare

  1. Ist halt der tot der Kunstform Videospiele, da kann man nur traurig sein, vor allem da andere Medien diese Kunst noch am leben erhalten haben. Entweder man macht es wie Yoko Taro und akzeptiert das es nur noch stumpfe Konsumprodukte sind deren einziges Ziel das maximal Geld aus den Kunden zu schröpfen oder man sieht ein das damit Videospiele einfach gestorben sind und hört auf.

  2. Ist halt der tot der Kunstform Videospiele, da kann man nur traurig sein, vor allem da andere Medien diese Kunst noch am leben erhalten haben. Entweder man macht es wie Yoko Taro und akzeptiert das es nur noch stumpfe Konsumprodukte sind deren einziges Ziel das maximal Geld aus den Kunden zu schröpfen oder man sieht ein das damit Videospiele einfach gestorben sind und hört auf.

    Auch wenn es selbst Da absolut nicht zutreffend wär & ist, hätte ich für Solch Äußerungen zwecks KI Zumindest noch sehr viel Eher Verständnis (auch wenn selbst Da nicht wirklich) , als bezüglich Hiesiger Thematik.
    Was Genau hat denn ein Wegfall eines Vertriebs von Videospielen auf physischen Datenträgern und ein nur noch digitaler Vertrieb von Videospielen mit Videospielen als Kunstform und dessen vorläufigem Fortbestand (egal ob physisch oder rein digital) zu tun?

  3. Na ja, ich bin ja "Mischnutzer", letztendlich. Ich würde allerdings ungerne ein Spiel zum Vollpreis (59,99 Euro aufwärts) kaufen, das ich nicht als "Ding" in den Händen halten kann. Digital hab ich eine persönliche Schmerzgrenze von 20 bis 30 Piepen (und hier muss ich ein Game wirklich, unbedingt, haben wollen). Deswegen schlage ich auch oft eher in digitalen Sales zu, statt "Day One" zu kaufen, sollte es von einem Titel partout nur Online-Datenbrei geben.

    Ich sehe auch kein "Sterben" des Mediums Videospiel durch das Wegfallen von haptischen Medien. Allerdings wird sich, wie oben erwähnt, das generelle "Gefühl" und Konsumverhalten ändern. Zumal ich denke, dass ich mit der Ansicht, für höherpreisige Games etwas in den Händen halten zu wollen, nicht alleine dastehe. Hier könnte man doch den Kunden eigentlich entgegenkommen: Wegfall physischer Medien ja, dafür jedoch eine generelle Preissenkung auf 49,99 Euro für Neuerscheinungen einführen. Bleibt jedoch höchstwahrscheinlich nur Wunschdenken, bei der Gier der großen Drei. Erst recht, wenn man bequem auf seinem Monopol hockt wie der PlaySi-Konzern.

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