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Pragmata: Eine „Diana-Polizei“ im Team sollte sicherstellen, dass Diana authentisch wirkt

Mit Pragmata gelang es Capcom kürzlich eine von Grund auf neue Marke zu etablieren. Der Titel kam nicht nur bei der Presse gut weg, sondern mauserte sich zum waschechten Hit. In weniger als drei Wochen setzte man zwei Millionen Einheiten ab. Nun ist sogar bereits schüchtern von einem Nachfolger die Rede.

Genug Grund zum Feiern und welches Datum bot sich dazu besser an als der Vatertag am 18. Juni. Im Rahmen eines Livestreams kamen das Team und der Cast zusammen, um den Erfolg von Pragmata Revue passieren zu lassen.

Warum gerade am Vatertag? Das erklärt sich Kennern des Spiels von selbst. Die Geschichte von Pragmata beleuchtet die Dynamik einer „Wahlfamilie“ zwischen dem Protagonisten Hugh und seiner Androiden-Begleiterin Diana. Eine Dynamik, in die viel Arbeit floss, wie sich jetzt herausstellt.

Die Diana-Polizei

Wie Produzent Naoto Oyama im Livestream verriet, war es für die EntwicklerInnen eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, bei Dianas Niedlichkeit das richtige Maß zu finden. Offenbar gab es im Entwicklungsteam von Pragmata eine Gruppe, die er scherzhaft als „Diana-Polizei“ bezeichnete.

Sie führte gründliche Kontrollen durch, um sicherzustellen, dass Dianas Charakter eine natürliche, kindliche Unschuld ausstrahlte, ohne dabei zu gekünstelt oder für die SpielerInnen womöglich nervig zu wirken. Dies betraf sowohl die Regie bei der Synchronisation als auch die Anweisungen an die Motion-Capture-DarstellerInnen.

Die „Diana-Polizei“ war im Folgenden auch Gegenstand eines Interviews mit Game*Spark. In diesem enthüllte Game Director Cho Yonghee, dass es sich bei den meisten Mitgliedern tatsächlich um Frauen handelte. „Frauen erkennen eher diese Art von ‚berechnender‘ Niedlichkeit bei weiblichen Charakteren, während Männer sich wahrscheinlich fragen würden: ‚Wo ist da der Unterschied?‘ (lacht). Ich bin mir also ziemlich sicher, dass alle Mitglieder der Diana-Polizei Frauen waren“, so Cho.

Nao Toyama, die Diana in der japanischen Fassung von Pragmata ihre Stimme leiht, erzählte im Livestream, sie habe die Anweisung erhalten, „[Diana] nicht zu niedlich anzulegen, sondern so zu sprechen, wie ein Kind natürlicherweise sprechen würde.“

Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass Capcom ein „Gremium“ einrichtet, um Qualität eines Designs zu sichern. Erst kürzlich erklärte „Resident Evil Requiem“-Director Koshi Nakanishi, dass man ganz ähnlich in Hinblick auf das neue Design von Leon verfahren sei. Eine Gruppe von Entwicklerinnen stand mit Rat und Tat zur Seite, um Leon möglichst „ansprechend“ zu gestalten. Mit offensichtlichem Erfolg, wenn man sich an die Reaktionen vorrangig weiblicher Spielerinnen in den sozialen Medien zurückerinnert, als der Titel erschien.

Der Pragmata-Livestream zum Vatertag

via Automaton Media, Bildmaterial: Pragmata, Capcom

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