Vielleicht ist es euch in den vergangenen Wochen ebenfalls aufgefallen. Im kürzlich erschienenen 007 First Light von IO Interactive tauchen zahlreiche bekannte Marken auf. Coca-Cola, Aston Martin, Jaguar oder Range Rover gehören zu den offiziellen Partnern des James-Bond-Abenteuers und sind direkt Teil der Spielwelt.
Auch Forza Horizon 6 setzt auf ähnliche Kooperationen, die über die Automarken hinausgehen. Solche Produktplatzierungen sind in Videospielen längst keine Seltenheit mehr – und einige Branchen-Vertreter finden, sie könnten zu weniger Abhängigkeit von Live-Service-Games führen. Nun hat Electronic Arts angekündigt, das Konzept deutlich auszubauen.
EA startet eigenes Werbeprogramm
Mit EA Advertising hat der Publisher eine neue Plattform vorgestellt, die Marken einen direkten Weg in die eigenen Spiele ermöglichen soll. Dabei geht es nicht nur um klassische Werbeflächen, sondern auch um spezielle Herausforderungen, Belohnungen und eigens gestaltete Inhalte. Bereits 2024 hatte Andrew Wilson, CEO von EA, Pläne in diese Richtung verlautbaren lassen.
Besonders in den EA-Sports-Titeln sollen Unternehmen künftig noch sichtbarer werden. Genannt werden unter anderem digitale Werbebanden, Anzeigetafeln und TV-ähnliche Einblendungen während der Partien. Die Inhalte sollen dynamisch ausgespielt und bei Bedarf angepasst werden.
Laut EA sollen die Werbepartner dabei nicht einfach Anzeigen schalten, sondern Teil des Spielerlebnisses werden. David Tinson, Chief Experiences Officer bei EA, erklärt: „Jeden Tag kommen Spieler zu den Spielen und Live-Erlebnissen von EA, um zu spielen, zuzuschauen, kreativ zu sein und Kontakte zu knüpfen. […] Das bietet Marken eine hervorragende Gelegenheit, sich auf eine Weise zu präsentieren, die einen Mehrwert schafft und das Spielerlebnis respektiert, während gleichzeitig die Authentizität der Welten gewahrt bleibt, die unsere Teams erschaffen.“
Zusätzlich könnte die neue Werbeplattform künftig auch in Spielen außerhalb des Sportbereichs eine größere Rolle spielen. EA integriert dafür einen eigenen Ad-Server direkt in die Frostbite-Engine, wodurch Werbepartner Kampagnen dynamisch anpassen und deren Reichweite auswerten können.
Eine Entwicklung mit Vor- und Nachteilen
Tatsächlich arbeitet EA bereits seit einiger Zeit mit verschiedenen Marken zusammen. Red Bull, Visa, Xfinity, Peacock oder Mountain Dew waren in den vergangenen Jahren bereits in unterschiedlichen EA-Sports-Spielen vertreten.
Die Frage bleibt jedoch, wie weit diese Entwicklung gehen sollte. In Sportspielen wirken Werbebanden und Sponsoren oft authentisch, da sie auch im realen Sport allgegenwärtig sind. Schwieriger könnte es werden, wenn Marken zunehmend in andere Genres oder sogar direkt in Gameplay-Systeme integriert werden.
Zudem bleibt abzuwarten, wie aussagekräftig EAs Versprechen einer „respektvollen“ und „bereichernden“ Werbeintegration tatsächlich ist. Was für die einen eine harmlose Produktplatzierung darstellt, könnte für andere bereits eine unerwünschte Unterbrechung der Immersion sein.
EA macht keinen Hehl daraus, dass Werbung künftig eine noch größere Rolle spielen soll. Wie sieht es bei euch aus? Findet ihr es in Ordnung, wenn in diesen Spielen reale Werbung geschaltet wird, oder stört euch das eher?
via VGC, Bildmaterial: EA Advertising

Ist das schon die Endstufe der Enshittification? Wollte man nicht genau diesen Schritt durch das Private Equity Invest aus Saudi Arabien vermeiden?
3. Stufe der Enshittification: Ausbeutung der Partner:
Im letzten Schritt werden auch die Geschäftskunden und Händler drangsaliert. Am Ende bleiben nur der Plattformbetreiber und seine Aktionäre als Profiteure übrig, während das Angebot für alle anderen frustrierend wird.
Im Mobile-Bereich ist so etwas seit vielen Jahren üblich, aber die Spiele sind auch gratis mit kostenlosen Onlinediensten. Unity hat etwa auch sein eigenes Werbenetzwerk hintendran.
Selbst bei nem Fantasy Spiel das nicht ferner sein kann von der Realität?
Ich mein mich haben ja schon die Cup Noodles in FFXV gestört
Ich hab schon zwei mal erwähnt, dass es auf die Einbindung ankommt.
Also nun noch ein drittes Mal...
Wenn die Einbindung wirklich gut gemacht ist, ja, auch bei solch einem Titel.
Es gibt ja schließlich auch IRL Produkte die tatsächlich existieren, die ein sehr fantasiehaftes Erscheinen aufweisen. 🤷♂️
Auch in nem Fantasy Game muss gegessen und getrunken werden und Ramen gab es schon in mehreren FF Games. Cup Ramen passen zumindest halbwegs ins Setting von FF15 auch wenn die Werbung trotzdem zu sehr "in your Face" war.
Anders würde ich z.b so ne Werbung in FF9 finden weils vom Setting kaum passt gerade ne Welt wo es einfach weit und breit nichts aus Plastik gibt und jemand zückt plötzlich die einzige Plastikverpackung in der gesamten Welt aus dem Ärmel.
Back 2 Topic:
Ich finde auch es kommt auf das Spiel drauf an und wie die Werbung eingebunden ist. Wenn in nem Sportspiel Werbung oder Sponsoren an den Trikots oder Banden stehen dann passt das oder ne Flasche Markenbier in nem Bond Spiel.
Bin ja mal gespannt wann ich die erste Pornhub Werbung in nem Spiel finde
Danke
Ja ich gebe zu was war nicht das beste Beispiel 😅