Beim diesjährigen Deutschen Computerspielpreis 2026 in München ging ein erwarteter Favorit leer aus: Clair Obscur: Expedition 33, das Spiel, das noch im Dezember bei den Game Awards mit Preisen überhäuft wurde, konnte keinen mitnehmen. Stattdessen setzte sich ein anderer Kandidat durch – und sorgte für eine kleine Überraschung.
Blue Prince überzeugt die Jury
Als „Bestes Internationales Spiel“ wurde Blue Prince ausgezeichnet, veröffentlicht von Raw Fury. Das Rätsel-Abenteuer mit Rogue-like-Elementen hatte bereits seit seinem Veröffentlichungsdatum 2025 viel Lob erhalten und konnte nun auch die Jury überzeugen.
Besonders hervorgehoben wurde das ungewöhnliche Storytelling: Die Geschichte wird nicht klassisch erzählt, sondern Stück für Stück durch Erkundung entdeckt. Laut Jury entsteht dadurch eine besondere Sogwirkung, die Spieler aktiv zum Mitdenken und Interpretieren anregt.
Entwickelt wurde „Blue Prince“ vom Studio Dogubomb über mehrere Jahre hinweg. Der Titel verbindet Einflüsse klassischer Brettspiele mit modernen Spielideen und hat sich damit einen festen Platz unter den Kritikerlieblingen gesichert. Nominiert war neben Clair Obscur: Expedition 33 auch Kingdom Come: Deliverance 2.
Und die anderen Gewinner?
Neben dem internationalen Gewinner wurden beim Deutschen Computerspielpreis auch zahlreiche weitere Titel ausgezeichnet, darunter mit „The Darkest Files“ auch der deutsche Hauptpreisträger. Übrigens gewann das Koop-Abenteuer „Split Fiction“ letztes Jahr in derselben Kategorie wie Blue Prince jetzt. Selbst ein Clair Obscure konnte nicht jede Preisverleihung für sich entscheiden. Im März ging das Spiel bei den GOTY-Awards in Japan beispielsweise auch schon komplett leer aus.
Bildmaterial: Clair Obscur: Expedition 33, Bandai Namco, Kepler Interactive, Sandfall Interactive

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