Heutzutage reicht es meist nicht mehr aus, Videospiele zu entwickeln und auf dem Markt zu veröffentlichen, in der Hoffnung, dass sich millionenfach verkaufen. Oft werden bekannte Marken wiederverwendet und in mehreren Geschäftsbereichen wie Merchandising, Cross-Media-Initiativen oder Events miteinander verbunden. Ein Musterbeispiel dafür ist Capcoms „SCMU“-Strategie und das Spiel Devil May Cry 5.
Auch Square Enix möchte seine Marken in diese Richtung entwickeln und arbeitet weiter daran, die eigenen Ertragsmöglichkeiten durch den Ausbau der vorhandenen Kundenschnittstellen vielfältiger zu gestalten. Die Kernstrategie lautet: „Diversify Earnings Opportunities by Strengthening Customer Contact Points“.
Das Unternehmen zielt also darauf ab, die Kundenbasis zu erweitern und die Erträge durch eine organische Vernetzung aller Geschäftsbereiche zu maximieren.
Strukturelle Reformen
Dieser Ausbau ist dabei organisch mit den vier Kernbereichen von Square Enix – „Digital Entertainment“, „Publication Business“, „Amusement Business“ und „Merchandising Business“ – verbunden. So hat das Unternehmen unter anderem seine Auslandsgeschäfte reformiert, um die globale Veröffentlichungsstruktur zu optimieren. Dies soll ab dem Geschäftsjahr 2027 zu jährlichen Kosteneinsparungen von über 3,0 Milliarden Yen führen.
Zeitgleich ernannte das Unternehmen ein Chief Marketing Officer (CMO) und eine neue strategische Ausrichtung für das globale Publishing. Parallel dazu wurden Initiativen zur Stärkung der Marketingkompetenzen, einschließlich Datenanalyse, vorangetrieben.
Cross-Media-Initiativen und Merchandising
Die Multi-Plattform-Strategie von Square Enix ist bereits ein Erfolg von diesen Maßnahmen. Durch strategische Werbemaßnahmen wurde die Reichweite sowohl neuer als auch bestehender Spiele plattformübergreifend erhöht. Diese Schritte führten zu einer Verbreiterung der vorhandenen Kundenschnittstellen und trugen zum Anstieg der Verkaufszahlen bei.
Darüber hinaus wurde das Merchandising-Angebot erweitert und einige Marken an externe Firmen lizenziert. Letzteres trifft auf die Kollaboration zwischen Final Fantasy und Magic: The Gathering zu. Diese Lizenzpartnerschaft schlug sich beachtlich im Betriebsergebnis nieder. Aus diesem Grund plant Square Enix, das Lizenzgeschäft weiter auszubauen.
Des Weiteren sind unter anderem die Einführung der neuen Haustiermarke „SQEX PETs“, Pop-up-Stores im In- und Ausland sowie ein erweitertes Angebot an Bekleidung und Fanartikeln für Babys und Kinder geplant. Um die Bekanntheit der eigenen Marken weiter zu steigern, konzentriert sich das Unternehmen zudem auf Videoadaptionen, darunter Anime- und Realfilm-Inhalte, mit dem Ziel, auch auf den ausländischen Märkten Wachstum zu generieren.
Der Fokus liegt bei den genannten Punkten auf der Schaffung von Synergien zwischen Videospielen, Publikationen (Comics, Bücher), Merchandising und Jubiläums-Events, um neue Kundenschnittstellen zu eröffnen, den Wert der eigenen Marken zu maximieren und alles eng miteinander zu verzahnen. In welchem Umfang die Marken von Square Enix in den jeweiligen Bereichen veröffentlicht werden und wie gut das klappt, werden wir sicherlich zum Ende des jetzigen Geschäftsjahres sehen.
Darstellung aus dem aktuellen Geschäftsbericht
via Square Enix, Bildmaterial: Square Enix Books


Oder wie man es auch bezeichnen kann, das absolute Ausschlachten von IP‘s
Mehr Synergien schaffen ist alles schön und gut, man kann es aber auch schnell damit übertreiben
:D, macht se das nicht schon seit Jahren? Und das ziemlich schlecht? Wer es allen recht machen will, macht es am Ende niemandem.
Die raffen es einfach nicht.