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Singleplayer-Bastion bekommt Kratzer: Sony hat „ein Problem“ mit Naughty Dog

Naughty Dog gilt nicht nur für Sony-Fans als Bastion von Singleplayer-Erlebnissen. Spätestens seit Dezember 2023: Damals und während der „Neuausrichtung“ vieler Sony-Studios hatte Naughty Dog ein Live-Service-Projekt zu The Last of Us eingestampft. Auch, weil es auf Dauer die „Entwicklung zukünftiger Einzelspieler-Spiele erheblich beeinträchtigen würde“.

Man hätte vor der Wahl gestanden, ein „reines Live-Service-Spielestudio zu werden oder uns weiterhin auf Einzelspieler-Erzählspiele zu konzentrieren“. Man entschied sich unter großem Jubel der Fans von Singleplayer-Erlebnissen für „das Erbe von Naughty Dog“. Seitdem, nun ja … arbeitet man an Intergalactic. Ohne bisher vorzeigbare Ergebnisse.

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Die Budgets von Singleplayer-Games mit hohen Ansprüchen werden in den letzten Jahren immer größer und neben Fans von Singleplayer-Games gibt es eben auch Fans von Live-Service-Games. Und auch von denen gibt es Kritik. Einem Bloomberg-Bericht von Jason Schreier zufolge soll Sony den Geldhahn bei Bungie zugedreht haben. Kohle für Destiny 3 ist nicht drin – aber bei Naughty Dog pumpt man jahrelang rein, ohne dass überhaupt ein Spiel erscheint?

Bei Bluesky kommentiert ein Nutzer süffisant. Und Jason Schreier entgegnet: „Oh, damit haben sie [Sony] definitiv ein Problem.“ Ein ziemlich vager Satz, der viel Spielraum zulässt. Finden auch ResetEra-Nutzer, die es genau so kommuniziert haben. Was will Schreier also damit sagen?

„Wie die meisten Spielehersteller“

Jason Schreier führt im ResetEra-Forum anknüpfend weiter aus: „Hier gibt es absolut nichts Vages oder Interpretationsspielraum. Sony hat, wie die meisten Spielehersteller, ein Problem damit, dass die Entwicklungskosten auf über 300 Millionen Dollar ansteigen und die Entwicklungszeit fünf Jahre überschreitet.“

Offensichtlich will Schreier seinen Kommentar nicht allein – aber eben auch – auf Naughty Dog gemünzt wissen. Ob es bei Sony intern tatsächlich konkrete Pläne gibt, Naughty Dog in irgendeiner Form zu beschneiden, ist nicht bekannt. Intergalactic wird jedenfalls noch etwa ein Jahr ordentlich Geld kosten, davon ist auszugehen. Vor Mitte 2027 ist mit Intergalactic nicht zu rechnen.

Bildmaterial: Intergalactic: The Heretic Prophet, Sony, Naughty Dog

5 Kommentare

  1. Nee, da bin ich auf Schreiers Seite. Sein Kommentar war nicht vage. Das sehen wir bei der Übersetzung ins Deutsche auch glasklar:

    Gavo:
    "Eine Firma, die kein Problem damit hat, fünf Jahre und über 300 Millionen Dollar in ein Single-Player-Spiel zu stecken, macht sich jetzt Sorgen darum, ob sie Geld für ein MMO mit bestehender Fanbase aufbringen können, ganz fantastisch ist das."

    Schreier:
    "Aber selbstverständlich haben sie ein Problem damit."


    Heißt schlicht: Aber selbstverständlich geht Sony intern der Hut hoch, wenn ihr Premiumstudio die gesamte Konsolengeneration 5 mal eben auslässt und fünf Jahre lang nur Geld verfeuert, ohne Ergebnisse zu zeitigen.

    DAS ist ein Problem mit Sonys Premium-Singleplayer Segment.

    Davon vollkommen unabhängig hat Sony offenbar große Hemmungen, sich an Live-Service / MMO-Shooter heranzuwagen.

    Hmmmm woran könnte das wohl liegen? Vielleicht daran, dass Sony vor zwei Jahren auf dem Gebiet den epischsten Flop in der Geschichte der Videospiele produziert hat ... ? =O

  2. Jason Schreier führt im ResetEra-Forum anknüpfend weiter aus: „Hier gibt es absolut nichts Vages oder Interpretationsspielraum. Sony hat, wie die meisten Spielehersteller, ein Problem damit, dass die Entwicklungskosten auf über 300 Millionen Dollar ansteigen und die Entwicklungszeit fünf Jahre überschreitet.“


    Die aktuelle Bilanz von ND auf PS5: 0 neue Spiele. Aber daran ist ND nicht allein schuld sondern selbstverständlich auch Sony. Es befand sich ja dieses Live-Service-Projekt in der Entwicklung.

    So langsam wird das Erbe von Jim Ryan halt auch finanziell mal deutlich. Für was man all die Jahre Kohle verbrannt hat. Concord wird weh getan haben. Die Geschichte mit Bungie tut noch viel mehr weh. Man hat ein Vermögen für das Studio bezahlt, um die als internen Live-Service-Consultant zu integrieren und natürlich als Entwickler eigener, hochwertiger Live-Service-Projekte. Der Ertrag bisher: Unzählige Querelen, die alle an die Öffentlichkeit gedrungen sind, Entlassungen von Mitarbeitern und ein Spiel, was keiner so wirklich möchte und die Fans lieber Destiny 3 wollen - wofür, wie angemerkt, kein Geld da ist.

    Natürlich wird man da intern automatisch kritischer auf ND schauen. Man hätte es in all den Jahren sicherlich geschafft, ein neues Uncharted zu entwickeln, abseits von Nathan Drake mit frischen, unverbrauchten Charakteren. Auch einen finalen, dritten Last of Us Teil hätte man bringen können anstatt die ersten beiden Teile mehrmals neu aufzulegen. Wobei ich halt verstehen kann, dass man auch gerne an was neuem arbeiten möchte. Neben einer neuen Big Budget IP wie Intergelactic hätte man aber noch irgendwas anderes im Köcher haben müssen, was eben vielleicht keine 200-300 Millionen Dollar verschlingt.

    Der Intergalactic-Reveal ist jetzt auch bald 2 Jahre her und absolut keiner weiß, wann man mal wieder irgendwas von diesem Spiel sehen wird. Das einzige, woran sich da die Leute anscheinend wohlwollend zurückerinnern ist die kurze Anime-Montage, die im Fernseher des Raumschiffes zu sehen ist sowie die 80er Sci-Fi-Vibes. Was bei den Leuten hängen geblieben ist, ist aber wohl mehr das Product Placement rund um das Porsche-Raumschiff sowie die Kontroverse rund um die Darstellerin Tati Gabrielle (die ich zumindest als Jade in dem neuen Mortal Kombat Film absolut solide fand. Und so viel positives habe ich über den Film auch nicht zu berichten).

    Und man hat das einfach so stehen lassen. Das Spiel hat bei vielen beim Reveal wirklich keinen besonderen Eindruck hinterlassen und sowohl Sony als auch ND haben da rein gar nichts in fast 2 Jahren getan, um die Community wirklich durch neues Material irgendwie wieder für sich zu gewinnen. Zeigt halt auch, und da kommt sicherlich der inkompetente Hermen Hulst wieder ins Spiel, wie sehr bei Sony ne klare Richtung in ihrem PlayStation Segment fehlt. Oder halt Leute, die diese Sparte gut verkaufen können wie ein Jack Tretton damals, ein Shuhei Yoshida, ein Shawn Layden ,ein Andrew House oder Adam Boyes. Niemand von denen ist mehr da.

    Am Ende wird auch Naughty Dog sich halt wieder beweisen müssen. Glaube, bei den Fans hat der Lack halt seit The Last of Us 2 eindeutige Risse abbekommen. Aber auch Sony wird sich wohl genau anschauen, was von denen in den nächsten Jahren kommen wird. Das Studio kostet viel Geld und der Ertrag in der PS5 Ära ist bisher nicht vorhanden.

  3. Der Intergalactic-Reveal ist jetzt auch bald 2 Jahre her und absolut keiner weiß, wann man mal wieder irgendwas von diesem Spiel sehen wird. Das einzige, woran sich da die Leute anscheinend wohlwollend zurückerinnern ist die kurze Anime-Montage, die im Fernseher des Raumschiffes zu sehen ist sowie die 80er Sci-Fi-Vibes. Was bei den Leuten hängen geblieben ist, ist aber wohl mehr das Product Placement rund um das Porsche-Raumschiff sowie die Kontroverse rund um die Darstellerin Tati Gabrielle (die ich zumindest als Jade in dem neuen Mortal Kombat Film absolut solide fand. Und so viel positives habe ich über den Film auch nicht zu berichten).

    Das schamlose Product Placement im Intergalactic-Teaser hat mich an Blade Runner erinnert. Für mich als Space-Opera-Fan und Kind der 80er-Jahre sah das alles soweit ganz fantastisch aus. Mit der Brutalität der Last of Us-Reihe kann ich gar nichts anfangen, ebensowenig wie mit MMO/Service-Games.

    Für Intergalactic dagegen hätte ich mir notfalls sogar eine PS5 gekauft. Naja, wird's halt eine PS6. ;)

  4. Für Intergalactic dagegen hätte ich mir notfalls sogar eine PS5 gekauft. Naja, wird's halt eine PS6. ;)


    Der Look von Intergalactic passt auf alle Fälle. In Sachen Gameplay hört der Trailer ja exakt in dem Moment auf, wo in dieser Richtung etwas gezeigt wurde ^^

    Generell begrüße ich es auch, dass Naughty Dog sich da mal etwas hervorwagt. Für eine neue IP ist das, wie immer, ein großes Risiko. Wobei, auch um hier Capcom nochmal löblich zu erwähnen: Auch die haben sich in Sci-Fi Gebilde nun mit Pragmata begeben und präsentieren ein recht exotisches Kampfsystem. Allerdings wird das Spiel keine 300 Millionen Dollar gekostet haben. Und kostet somit die Spieler keine 70 oder 80 Euro.

    Es wird ja schon relativ lange über die astronomisch hohen Budgets auch bei Sony gesprochen. Intergalactic sehe ich ja bereits schon jetzt als Cross-Gen-Titel, der zum Launch sehr wahrscheinlich auf PS5/PS6 erscheinen wird.

    Bei der kommenden State of Play in einigen Tagen halte ich einen Auftritt des Spiels auch für recht unwahrscheinlich, da man denke ich den vollen Fokus auf Wolverine lenken möchte.


  5. Der Look von Intergalactic passt auf alle Fälle. In Sachen Gameplay hört der Trailer ja exakt in dem Moment auf, wo in dieser Richtung etwas gezeigt wurde ^^

    Das heißt aber tatsächlich nicht, dass der Trailer nicht viel hergegeben hätte. Die Analyse von GameStar-Redakteur Holger Harth etwa fand ich wirklich beeindruckend.

    Das größte Problem mit dem Reveal war der Zeitpunkt zwischen der Neuwahl Trumps und seinem Amtsantritt. Da hättest du eine Versoftung eines republikanischen Manifests nicht lancieren können, ohne dass irgendwelche siegestrunkenen Magas "woke", "hässlich" und "lyncht sie" schreien.

    Naughty Dog liefert ja am Ende fast immer Erstklassiges (selbst wenn das Erstklassige dann nicht immer so meins ist). Für mich hat die Uncharted-Formel mit Lost Legacy ihren Höhepunkt erreicht. Auch da hätte ich für einen Nachfolger notfalls eine Konsole gekauft.

    Das Warten lohnt sich hier garantiert.

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