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Capcom über den Einsatz von generativer KI in der eigenen Entwicklung

In ihrem aktuellen Geschäftsbericht geht Capcom nicht nur auf aktuellen Zahlen ein, sondern auch auf langfristige Wachstumsstrategien, welche die Effizienz und Produktivität in der Spiele-Entwicklung steigern sollen. Dazu soll generative KI eingesetzt werden.

Bereits letztes Jahr hatte der Technikdirektor Kazuki Abe angedeutet, dass Capcom KI einsetzt, um den Ideenfindungsprozess für Umgebungsobjekte zu beschleunigen. Auf der Investorenkonferenz im Februar 2026 ging das Unternehmen etwas näher darauf ein und erklärte, dass keine KI-generierten Assets in den Videospielen implementiert werden.

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„Andererseits planen wir, die Technologie aktiv einzusetzen, um Effizienz und Produktivität in der Entwicklung zu steigern – aktuell testen wir Ansätze in Grafik, Sound und Programmierung“, hieß es in der Zusammenfassung der Fragen und Antworten.

KI in der Spiele-Entwicklung

Im aktuellen Bericht schreibt das Unternehmen, dass es generative KI gezielt nutzt, um die Effizienz und Produktivität der Prozesse in der Spiele-Entwicklung zu steigern. Dazu investiert Capcom verstärkt in die Erforschung von Technologien. Neben der eigenen Spiel-Engine gehört dazu auch die Anpassung an neue Technologien wie KI, um die nachhaltige Erweiterung der Produktpipeline sicherzustellen.

KI soll dabei nicht menschliche Kreativität ersetzen, sondern als Werkzeug betrachtet, um Routineaufgaben im Entwicklungsprozess zu vereinfachen. Dadurch soll die Zeit für Aufgaben verringert werden, um den EntwicklerInnen mehr Freiraum für kreative Arbeit zu geben und die Schaffung von „echtem Mehrwert“.

Dabei listet Capcom konkrete Anwendungsbereiche auf. So soll KI-Unterstützung unter anderem in der Entwurfserstellung und Forschung für neue Projekte, in der Nutzeranalyse und in der Qualitätssicherung, beispielsweise durch Fehlerprüfungen, zum Einsatz kommen. Zudem soll sie administrative Aufgaben in Meetings erleichtern, wie das Erstellen von Besprechungsnotizen.

via Capcom (1), (2), Bildmaterial: Capcom

10 Kommentare

  1. Ich stelle hier jetzt mal eine Frage in den Raum, die Nicht rhetorisch gemeint ist (ich würde mich also über Antwort(en) und diese symbolischen Reaktionen auf jene Antwort(en) freuen) ...

    Wenn jemand ein Bild mithilfe von generativer KI erstellt, ist es dann möglich, dass jenes Bild ausschließlich das Werk jener Person und Nicht bzw. Nicht Auch jener generativer KI ist?

    Das generierte Bild kann per se nicht das Werk jener Person, die die KI ge-promptet hat, sein. Sie ist das Werk der KI. Wenn jemand für dich ein Bild malt und du lediglich sagts, ... ja das Licht soll von da kommen, die Frau soll einen Apfel halten keine Birne, weniger Falten bitte an der Stirn etc. Ist es dann Dein Werk oder das Werk von dem Auftragsmaler? Welchen Beitrag hast du effektiv geleistet?

    Ein anderes Beispiel. Ein Politiker sagt, die Firmen müssen produktiver werden, damit die Volkswirtschaft wächst. Die Firmen machen und tun am Ende wächst die Volkswirtschaft. Ist es das Werk des Politikers?

  2. @VGM 
    Danke für deine Antwort.

    ...

    Ich hoffe es kommen noch weitere Antworten hinzu, Auch wenn sie vll. leider sehr ähnlich ausfallen sollten.

  3. Das Problem an LLMs ist, dass sie alles neu berechnen. Also auch wenn ich sie nur auf meine eigenen Werke trainieren würde, würde sie letztendlich nicht eine Collage meiner Bilder ausspucken, sondern eine berechnete Collage meiner Bilder.

    Zur besseren Veranschaulichung. Ich wollte bei einem Artwork von Magic the Gathering, dass unten abgeschnitten ist den Rest des Bildes generieren lassen. Nun addieren all diese Algorithmen aber nicht einfach nur den unteren Bildabschnitt, sondern jeder einzelne Pixel wird komplett neugemacht. Das Ergebnis sieht augenscheinlich identisch aus aber legt man es übereinander, bemerkt man veränderte Linienverläufe. Geht man ins Detail sind Farben leicht unterschiedlich, "Pinselstriche" bzw. Linienführung unterschiedlich, es ist weichgezeichneter ecetera. Jeder Pixel stammt aus der LLM.

    Also ein solches generierte Bild kan niemals ausschließlich das Werk des Imprompters sein, nicht ein Mal bei eigenen Trainingsdaten.

  4. Was mich am Einsatz von KI speziell im Bereich der Bildgenerierung aber Audio stört ist nicht nicht nur die IP/Copyright Problematik. Hinzu kommt der Training-Bias. Vielleicht geht es mir nur so aber wenn man durch die MidJourney Galerie durchgeht und bspw. nach einem Bild einen blonden Modellfrau sucht/schaut dann kommen Resultate, die sehr nahe an Gesicht, Körper und Posen von Natalya Krasavina aka Nata Lee erinnern, die seit Jahren eine stark gehypte Modellinfluencerin aus Russland ist. Das soll keine Abwertung der Person (Aussehen, Herkunft) sein sondern zeigt nur wie generisch und steril die KI Bilder geworden sind. Letztendlich kann man wahrscheinlich die Referenzen für die meisten Bilder dort auf eine Handvoll von menschlichen Vorbildern reduzieren. Das gilt auch für bspw. Charakter Designs von großen Digital Artists, deren Artstation/Behance Portfolios durch mehrere Prompter als Referenzen herangezogen worden sind. Ein anderes Beispiel ist die schon perverse Über-Adaption des Studio Ghibli Designs für Memes, Zeitungsbilder, TV und eigentlich alles, weil den Prompten nichts Neues mehr in den Sinn kommt.

    Mir ist das auch bei den Games nach 2023 aufgefallen. Insbesondere bei vielen Titeln aus China sind inzwischen immer wieder dieselben Stereotypencharas zu finden. Nach dem Motto "ernsthaft jetzt? Das Bild der Animefrau habe ich schon 1000x gesehen." China ist hier keine Ausnahme. Das geht soweit, dass ich bspw. Stellar Blade nach einigen Stunden liegen lassen habe weil ich von dem Eve Chara Design gelangweilt war. Genau dasselbe Gefühl habe ich bei Grace aus Resident Evil Requiem, auch wenn das Spiel besser kickt als Stellar Blade. Ich brauche ehrlicherweise keine x-te Adaption von Tharja aus Fire Emblem Awakening oder Tifa aus FF7 oder einen Hybrid-Zombie aus Nier x Bayonetta x TEKKEN.

    Bei Audio/BGM ist das noch schwieriger, da Musikuntermalung bei Games oft im Hintergrund wahrgenommen wird und man sich dem Visuellen + Gameplay gibt. Da fällt der Slop nicht so eindeutig auf. Er fällt erst auf wenn man die Stücke mit verschlossenen Augen hört und die Musik versucht zu genießen. Und da muss ich sagen, dass sich die letzten Jahre nichts mehr getan hat.

    Wahrscheinlich stört das die Mainstream Gamer aber gar nicht, denn für wen Fortnite, Roblox etc. genügen, der hat die Kontrolle über seinen Gaming Geschmack verloren (die Zitat von Karl Lagerfeld in abgewandelter Form).

    ;)

  5. Mir ist das auch bei den Games nach 2023 aufgefallen. Insbesondere bei vielen Titeln aus China sind inzwischen immer wieder dieselben Stereotypencharas zu finden. Nach dem Motto "ernsthaft jetzt? Das Bild der Animefrau habe ich schon 1000x gesehen." China ist hier keine Ausnahme. Das geht soweit, dass ich bspw. Stellar Blade nach einigen Stunden liegen lassen habe weil ich von dem Eve Chara Design gelangweilt war. Genau dasselbe Gefühl habe ich bei Grace aus Resident Evil Requiem, auch wenn das Spiel besser kickt als Stellar Blade. Ich brauche ehrlicherweise keine x-te Adaption von Tharja aus Fire Emblem Awakening oder Tifa aus FF7 oder einen Hybrid-Zombie aus Nier x Bayonetta x TEKKEN.


    Sameyishes Charakterdesign ist jetzt aber weniger ein Problem von AI im Entwicklungsprozess. Manhua und Manhwa haben schon seit Ewigkeiten das Problem, dass Charaktere anscheinend nur vier bis fünf unterschiedliche Designs/Gesichter haben, über die dann eine andere Frisur und Kleidung drübergestülpt wird. Kostenoptimierung verlangt halt auch seinen Preis, wenn anscheinend jeder fünfte Koreaner einen eigenen Manhwa am Laufen hat (zumindest beschleicht einem das Gefühl, wenn man mal durch webtoons scrollt). :P

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