Zum Pokémon Day gab es endlich einen genaueren Blick auf die zehnte Generation: Pokémon Wind und Wellen. Der erste Trailer zeigte neben der neuen Regionen auch das Starter-Trio Braubel, Pomfifi und Gekkua.
Ein großes Diskussionsthema war dabei erneut die Grafik. Nach der teils scharf kritisierten Präsentation der Vorgänger entbrannte auf Social Media schnell eine neue Debatte darüber, wie sich die Reihe technisch und stilistisch weiterentwickeln sollte.
Während viele SpielerInnen im Westen seit Jahren deutlich höhere Produktionswerte fordern, sehen das einige Fans – besonders in Japan – deutlich entspannter. Dazu bietet Automaton Media einige interessante Perspektiven, die wir hier aufgreifen wollen.
Die Grafik erfüllt ihren Zweck
In der japanischen Twitter Community wird die Kritik an der Grafik teilweise sogar kritisch hinterfragt. Ein neuer Beitrag ging nun viral und argumentierte, dass Pokémon gar keine fotorealistischen Visuals brauche.
Ein User schrieb: „Die Grafik drückt genau das aus, was beabsichtigt ist, und ist so, wie sie ist, völlig in Ordnung. Es würde seltsam wirken, wenn nur der Hintergrund realistisch gestaltet wäre, und der Versuch, die Pokémon realistisch zu gestalten, um sie an den Hintergrund anzupassen, würde dem zuwiderlaufen, was die Entwickler ursprünglich ausdrücken wollten.“
Ein anderer Nutzer ergänzte: „Es gibt viele Menschen, die gute Grafik mit Realismus verwechseln.“ Die Argumentation dahinter: Pokémon sei bewusst im Anime-Stil gehalten und müsse sich nicht an realistischeren AAA-Produktionen orientieren. Viel wichtiger sei eine klare visuelle Identität, die zur Welt und zu den Kreaturen passt.
Anime-Stil oder Realismus?
Ein weiterer Punkt in der Diskussion betrifft den Spagat zwischen unterschiedlichen Erwartungen der Spielerschaft. Einige Fans vermuten, dass Entwickler Game Freak versucht, eine Balance zwischen japanischen und westlichen Spielern zu finden. „[Die Veränderung der Grafik] ist die Kehrseite der Expansion ins Ausland. Japanische Spieler lieben den Anime-Stil, während Spieler im Ausland Realismus bevorzugen.“
Andere Stimmen sehen den Grund für mögliche Änderungen allerdings nicht unbedingt in westlichen Erwartungen. Einige Fans argumentieren, dass Pokémon auch außerhalb Japans schon seit den Anfängen enorm erfolgreich gewesen sei und es daher keinen wirklichen Anlass gebe, „dem Westen zu gefallen“. Stattdessen vermuten sie, dass Game Freak vor allem aktuellen Trends der Spielebranche folgen wolle – etwa offenen Spielwelten und einer stärker auf Immersion ausgelegten Präsentation.
Pokémon Wind und Welle sollen 2027 exklusiv für die Nintendo Switch 2 erscheinen. Nach der Ankündigung zeigten sich viele Fans tatsächlich eher positiv, was den gesamten grafischen Eindruck angeht. Was ist eure Meinung dazu? Welchen Stil sollte Pokémon eurer Meinung nach verfolgen: mehr Realismus oder eine andere Richtung?
Welche Hinweise Fans bereits über die Spielwelt gefunden haben, erfahrt ihr übrigens in diesem Artikel.
via Automaton Media, Bildmaterial: Pokémon Pokopia, The Pokémon Company, Nintendo, Game Freak, Koei Tecmo

Mir ging es nie darum, dass Pokémon realistisch aussehen oder überhaupt eine Highend-Grafik aufweisen muss. Es muss optisch einfach vernünftig aussehen, darf nicht laggen und die Grafik darf mich nicht aus der Immersion reißen, z.B. durch die Verwendung von nicht mehr als 3 Baummodellen, völlig flache Berg/Gesteins-Texturen, wie aus Pappe aussehende Gebäude, wildes Kantenflimmern etc. Für mich muss die Grafik nicht mehr tun, als nach einem vernünftigen AA-Game auszusehen, gerne auch im Anime-Style. Und das scheint man mit der neuen Generation auch (Gott sei Dank) zu schaffen.
die leute vergessen echt so einiges.. games sind fiktive werke daher muss garnichts realistisch ausehn oder sein ist wie bei filme und so die grafik mag vll visuel was daher machen müssen aber im grunde ist die grafik nur ein kleiner teil von dem traurig das es überhaupt solche dinge sein müssen früher hat man auch auf die grafik und so nicht viele wert gelegen oder das es realistischer ausehn muss
Der japanischen Fan scheint nicht zu verstehen, dass wir keine fotorealistische Darstellung wollen, auch hier im Westen, sondern technisch ausgereifte Spiele, die an die heutige technischen Standards heranreichen 😅 Das kann gerne weiter die bunte, von Animes inspirierte Welt sein, deswegen spiele ich die Spiele ja unteranderem. Aber bitte keine aufgeklebten Wand Texturen die Häuserfassaden darstellen sollen, wie vor 20 Jahren.
Kann man durchaus so sehen, dass 15 Jahre alte Grafik und Technik "gut genug" ist. Habe ich auch wenig Probleme mit, bin selbst auch genug auf Mobile unterwegs. Gute Spiele brauchen nicht immer die modernste Grafik.
Dann will ich aber kein Gejammer hören, wenn man in China am Ende die Unreal Engine 5 beherrscht und damit jedes Jahr der zweitgrößten Spielemarke der Welt etwas mehr den Rang abläuft. Dieses Jahr haben wir mit Aniimo, Palworld und Nexus Anima direkt drei Marken, die Pokémon angreifen. Palworld ist in 2 Jahren zu einer weltweit erfolgreichen Marke aufgestiegen, eine zweite Marke kann das durchaus auch packen. Auf Dauer kann dann auch ein Titel dabei sein, der Pokémon übertrifft. Palworld ist schon knapp davor, trotz der zahlreichen Fehler.
Rollt den Futon aus, macht es euch gemütlich und kuschelig, wehrt euch gegen Kritik, aber beschwert euch dann nicht, wenn andere sich weiterentwickeln. Eure gemütliche Kule wird irgendwann durchgelegen sein, während andere das Boxspringbett weiterentwickeln.