Das ist ein echtes Weihnachtsgeschenk für Sammler. Kaum ein Thema hat die ersten Monate der Switch 2 (zumindest für Sammler) so sehr dominiert wie das Drama um die Game-Key-Cards. In den letzten Tagen kam Bewegung in die Sache.
Gerüchte um neue, kleinere Cartridge-Formate von Nintendo machten die Runde. Dem Vernehmen nach bot Nintendo den Publishern bisher nur die Wahl zwischen Game Key Cards und 64GB-Cartridges. Die (wirtschaftlich naheliegende) Wahl ist nahezu ausschließlich auf die unbeliebten Game Key Cards gefallen. Doch jetzt gibt es erfreuliche Neuigkeiten.
Wie Publisher ININ Games in einem Blogbeitrag schreibt, habe Nintendo „vor zwei Tagen zwei neue, kleinere Cartridge-Formate für Nintendo Switch 2 angekündigt“ – wem gegenüber, ist fraglich. Sicherlich gegenüber Partnern wie eben ININ Games. Öffentlich jedenfalls nicht. Ob diese „Ankündigung“ für den Blog von ININ Games vorgesehen ist? Daran darf es Zweifel geben.
Einschub per Update: ININ Games besinnt sich nun auch, schiebt in einem weiteren Statement nach: Es gäbe keine offizielle Ankündigung oder Bestätigung von Nintendo, was Speicherkapazitäten von Cartridges angehe. Alle Angaben sind nicht als offiziell Information von Nintendo zu verstehen. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt nur bestätigen, dass R-Type Dimensions III auf einer physischen Cartridge erhältlich sein werde. Ja – die Katze ist aus dem Sack. Das erste Statement hat man ein bisschen angepasst, aber es gibt natürlich Screenshots.
Aber auch wenn es keine konkreteren Details gibt: Mehr Varianten bei den Cartridges begründen die Hoffnung, dass Publisher in Zukunft wieder häufiger zur mit Daten gefüllten Cartridge greifen. Das wird Game Key Cards keineswegs verschwinden lassen, aber Margen sind besser kalkulierbar und vor allem müssen Publisher für 8GB-Spiele nicht zur teuren 64GB-Cartridge greifen. Man könnte aus Sicht der Sammler auch sagen: es gibt weniger Ausreden.
Publisher ININ Games reagiert schon. „Das Timing könnte nicht besser sein“, so der Publisher von R-Type Dimensions III. Zu der „Game Key Card“-Version des Spiels gab es in den letzten Tagen viel Gegenwind von Fans und Sammlern. Nach der Entscheidung von Nintendo habe man jetzt die Produktion neu kalkuliert und entschieden, R-Type Dimensions III in Europa auf einer vollständig physischen Cartridge zu veröffentlichen.
Wermutstropfen: Die dennoch höheren Produktionskosten führen zu einer 10-Euro-Preissteigerung der „Switch 2“-Version. Wer bereits vorbestellt hat, erhält die neue Cartridge zum alten Preis. „Eure Begeisterung für physische Spiele und insbesondere für R-Type hat diese Lösung möglich gemacht“, schließt ININ Games ab.
Bildmaterial: Nintendo

Die Switch 2 Karten sind andere als die Karten der ersten Switch. Die sind deutlich schneller und sollen wohl auch in der Produktion wesentlich mehr kosten. Die müssen ja auch schneller sein, da die Spiele, anders als bei den anderen Plattformen, nicht komplett auf die Festplatte installiert werden.
Die Karten sind halt Abwärtskompatibel und können, wenn die Software es erlaubt, auf der ersten Switch genutzt werden. Aber die reinen Switch 1 Versionen werden denke ich mal noch die alten, langsameren Karten nutzen.
Stimmt ja alles, aber rein theoretisch sollten die kleinen Karten trotzdem günstiger sein in der Produktion als die 64gb Karten. Hier wird man wahrscheinlich einfach aus Prinzip draufzahlen müssen, oder eben weil Angebot und Nachfrage.
Theoretisch sollten sie das wohl, Ja. Aber vermutlich immer noch teurer als die Switch 1 Karten, nehme ich mal an. Ob das den Aufpreis rechtfertigt steht natürlich auf einem anderen Blatt.
Man kann sich das ganz gut zusammenreimen anhand von Inin's Kommentare.
Vor den kleineren Cartridges: "wir haben uns dagegen entschieden, weil wir den Spielpreis um 15€ hätte erhöhen müssen"
Mit den kleineren: "Preisherhöhung 10€"
Also ja. Die kleineren sind günstiger, aber immer noch teuer. Grund soll auch eine Chip Knappheit sein. Kp was da wirklich dran ist. Man kann nur hoffen, dass sich die Preislage in den nächsten Jahren stabilisiert.^^
Generell muss man lediglich Kommentare von den ganzen kleinen Entwicklern lesen, um ein ungefähres Bild von der Situation zu bekommen.
Frag mich nur wirklich warum es Nintendo nicht möglich ist in der heutigen Zeit Module herzustellen, die nicht so übertrieben teuer sind. Man sollte meinen, die Technik hat sich weit genug weiterentwickelt aber irgendwie die Industrie bei dem Punkt noch immer in den 90'ern hängen geblieben zu sein.
Optische Discs sind im Vergleich einfach viel billiger.