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Im Interview! Sugi zu Tales of Luminaria

Wir hatten die Gelegenheit, Localization-Director Sugi einige Fragen zu Tales of Luminaria zu stellen. Und natürlich haben wir diese Chance genutzt! Tales of Luminaria wurde überraschend zur Gamescom angekündigt, kurz bevor Tales of Arise erschienen ist. Am 4. November wird es für iOS und Android erscheinen.

Nun ist Tales of Luminaria das kommende Tales of. Ein Spiel für Mobilgeräte, doch seinen großen Konsolenbrüdern soll es in nichts nachstehen. Es soll die „Essenz von Tales of“ einfangen.

Wir haben Sugi dazu und zu vielen weiteren Dingen Fragen gestellt. Wir sprechen über die Ziele von Tales of Luminaria, über Sprachausgabe und Multiplayer-Elemente, Charakter-Designer Shun Saeki und die Monetarisierung von Luminaria.

Viel Spaß!

Die Ankündigung von Tales of Luminaria zur Gamescom kam unerwartet, denn Tales of Arise stand kurz vor der Veröffentlichung. Das Spiel sieht jedoch schon recht fortgeschritten aus. Wie lange arbeiten Sie schon an Tales of Luminaria und wie groß ist das beteiligte Entwicklerteam?

Das Projekt ist seit mehreren Jahren in Entwicklung, viel mehr als ein oder zwei Jahre. Es ist ein sehr großes Projekt.

Es ist in einer globalisierten Welt mehr und mehr wichtig geworden, weltweit zu agieren. Tales of Xillia erschien erst zwei Jahre nach der Japan-Veröffentlichung im Westen. Diese Lücke wurde verringert und mit Tales of Arise geschlossen, das besonders im Westen erfolgreich ist. Auch Tales of Luminaria soll weltweit zeitgleich erscheinen. Welche Hürden bringt dies mit sich und welche Vorteile erhoffen Sie sich davon?

Die wesentlichsten Hürden sind der Zeitplan und die Kosten für die Lokalisation. Eine neue, umfangreiche Geschichte zu erschaffen ist schwierig mit dem Gedanken an die Lokalisation. Allerdings denken wir auch, dass die Geschichte für die Tales-of-Serie sehr wichtig ist. Aus diesem Grund ist es uns ebenfalls wichtig sicherzustellen, dass die westlichen Fans das Spiel gleichzeitig mit den japanischen Spielern genießen können.

Ich glaube, bei Mobile-Games gibt es zwei ganz wesentliche Ansätze. Einer ist, mit Mobile-Games neue SpielerInnen auf die Konsolen-Spiele aufmerksam zu machen. Ein anderer ist es, bestehende Fans zu begeistern. Welchen Ansatz verfolgt Tales of Luminaria?

Wir geben uns große Mühe, mit Luminaria neue SpielerInnen für die Tales-of-Serie anzuziehen. Das ist der Grund, wieso wir uns dazu entschieden haben, keine bisherigen Charaktere hinzuzufügen und stattdessen eine brandneue Geschichte mit brandneuen Charakteren geschrieben haben. Obwohl die Struktur des Spiels und die Geschichte nun neu und mobile-fokussiert sind, wollen wir dennoch die Essenz einfangen, welche Tales of zu so einem beliebten Franchise macht. Genau so, wie wir das bisher bei allen Hauptteilen gemacht haben.

Zu diesem Zeitpunkt haben Sie bei Twitter schon mehrere Videos mit Charakter-Vorstellungen geteilt. Jeder hatte einen eigenen Synchronsprecher. Es gibt 21 Charaktere, alle mit japanischen und englischen Sprechern, ein riesiger Aufwand und ein großes Budget. Es ist das erste Mal, dass es englische Sprecher in einem Tales-of-Mobile-Game gibt. Was glauben Sie, wie wichtig ist englische Sprachausgabe im Westen?

Ich denke, dass englische Sprachausgabe sehr wichtig ist, um im Westen Erfolg zu haben. Funimation war diesbezüglich ein großartiger Partner, sie haben sehr hart gearbeitet, um jedem Charakter seine eigene Seele einzuhauchen.

Sind Multiplayer-Elemente für Tales of Luminaria geplant oder ist dies eine Einzelspieler-Erfahrung?

Es gibt Single- und Multiplayer-Features in Tales of Luminaria. Die Hauptgeschichte ist eine Einzelspieler-Erfahrung, aber wir haben zusätzliche Features wie Mehrspieler-Bosskämpfe und Gilden, welche für das gemeinsame Spielen gedacht sind.

Sie haben sogar eine Anime-Adaption zum Mobile-Game angekündigt. Wenn Tales of Luminaria erfolgreich ist, was ist noch möglich? Beispielsweise ein Manga? Oder eine PC-Portierung, wie sie viele erfolgreiche Mobile-Games bekommen?

Es könnte durchaus Erweiterungen des Luminaria-Universums geben. Bitte freuen Sie sich darauf, in Zukunft mehr von der Welt von Luminaria zu sehen.

Sie haben kürzlich Shun Saeki als Charakter-Designer angekündigt. Er ist Mangaka und bisher weniger für Videospiele bekannt. Was war der Grund dafür, dass Sie etwas Neues ausprobiert und nicht auf bewährte Tales-of-Designer wie Kōsuke Fujishima oder Minoru Iwamoto gesetzt haben?

Das ist eine der Herausforderungen, denen wir uns mit Luminaria stellten. Das Ziel von Luminaria ist es, allen JRPG-Spielern Spaß zu machen, ob sie schon Tales-of-Fans sind oder noch keinen der bisherigen Titel gespielt haben. Um das zu erreichen, haben wir bei der Erschaffung des Spiels unseren Ansatz geändert. Einer dieser Aspekte ist das Charakter-Design. Wir wollten alle 21 Charaktere mit einem gemeinsamen Design, also haben wir Saeki-sensei darum gebeten, sich mit uns dieser Herausforderung zu stellen.

Yusuke Tomizawa hat als Thema für Tales of Luminaria „possibilities and discoveries“ ausgerufen. Man wolle die Möglichkeiten der Marke erweitern und Leute dazu bringen, Tales of zu erkunden. Wie genau wird sich das im Spiel bemerkbar machen?

Wir haben uns große Mühe gegeben, die Essenz von Tales of auf Mobilgeräte zu bringen. Um es lockerer zu machen und gleichzeitig die Tales-of-Qualität zu halten, haben wir das Gefühl von Tales of für Mobilgeräte optimiert.

Zum Beispiel Kämpfe: Normalerweise finden Kämpfe in Tales of in einer separaten Arena statt. In Luminaria passiert hingegen alles gemeinsam. Die actionreichen Kämpfe, die Erzählung und die Erkundung sind alle in der gleichen Sektion und ohne Übergang; man spielt sie alle zusammen. Es ist definitiv immer noch ein Tales of, aber man kann es gemütlicher spielen. Beim Spielen von Luminaria könnte man neue Möglichkeiten für Tales of entdecken.

Sie haben es bis dato noch nicht ausdrücklich kommuniziert, aber Tales of Luminaria wird sicherlich free-to-play sein. Das heißt natürlich, dass es auf andere Weise monetarisiert wird. Die App-Store-Website spricht von In-App-Käufen, mit denen man Gameplay und Geschwindigkeit verbessert („enhance gameplay and speed up your progress“). Es ist schwierig, eine Balance zu finden. Können Sie schon Beispiele für In-App-Käufe nennen?

Ja, es ist laut Plan free-to-play. Es wird Gacha-Mechaniken geben, damit SpielerInnen für alle 21 Charaktere und die dazugehörenden Artes zusätzliche Waffen erhalten können. Dasselbe gilt für Kostüme und Accessoires. Allerdings sind die 21 Charaktere und alle Episoden der Hauptgeschichte kostenlos ohne Käufe zugänglich.

So, ganz unter uns: Welcher der 21 Charaktere ist ihr Favorit? Meiner ist ja aktuell Yelsy!

Das ist eine sehr schwierige Entscheidung. Alle sind meine Favoriten!

Der aktuelle Trailer zu Tales of Luminaria

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Bildmaterial: Tales of Luminaria, Bandai Namco, Colopl

1 Kommentar

  1. Zum Beispiel Kämpfe: Normalerweise finden Kämpfe in Tales of in einer separaten Arena statt. In Luminaria passiert hingegen alles gemeinsam. Die actionreichen Kämpfe, die Erzählung und die Erkundung sind alle in der gleichen Sektion und ohne Übergang; man spielt sie alle zusammen. Es ist definitiv immer noch ein Tales of, aber man kann es gemütlicher spielen. Beim Spielen von Luminaria könnte man neue Möglichkeiten für Tales of entdecken.
    Ui, das ist ja ambitionierter als Arise. Vielleicht wird ja ein mobile Game noch vor dem neuen Konsolen Tales of Open world sein...
    Insgesamt nicht so interessant was die Antworten angeht aber ich habe hiervon mehr erfahren als ich dachte. Also alle Charakter ohne Geld auszugeben ist schonmal ein guter Ansatz für ein gacha mobile Game.
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