News PS4

Final Fantasy VII Remake: Kazushige Nojima etwas besorgt über den „neuen“ Cloud

Mit Kazushige Nojima ist auch der Szenario-Schreiber des Originals wieder an der Entwicklung von Final Fantasy VII Remake beteiligt. Er kümmert sich um Story und Drehbuch und spricht in einem neuen Entwickler-Kommentar über die Arbeit am „neuen“ Cloud und was ihm ein wenig Sorgen bereitet.

„Es muss ganz am Anfang in der Entwicklung von Final Fantasy VII Remake gewesen sein, als ich zum ersten Mal die Remake-Version von Cloud zu sehen bekam. Es war nicht der Cloud nach Advent Children, der inzwischen große Freundlichkeit ausstrahlte. Stattdessen war er ein junger Mann mit feurigen Zügen, der mir mit aggressivem Blick aus dem Bildschirm entgegensah. Ich wusste sofort: Oh, das ist er“, erzählt Nojima.

Den „neuen“ Cloud darzustellen, war nicht ganz einfach

Den Charakter des „neuen“ Cloud im Remake darzustellen, war für Nojima nicht ganz einfach. Die Zeiten sind andere, allein die technischen und grafischen Limitierungen sorgten damals zur Veröffentlichung des Originals dafür, dass viele Dinge in den Köpfen der Spieler stattfanden. Nojima ging Cloud also noch einmal von Anfang an durch.

„Also ging ich noch einmal durch, was er bisher in seinem Leben erlebt hatte, und überlegte, welchen Einfluss die einzelnen Ereignisse auf ihn ausgeübt hätten. Seine Einstellung gegenüber seiner Kindheitsfreundin Tifa. Wie würde er sich Barret gegenüber verhalten? Wie distanziert würde er sich verhalten, wenn er mit Menschen auf der Straße interagiert? Vor meinem geistigen Auge stellte ich mir den Schauplatz Midgar vor und wie Cloud sich darin bewegte“, erklärt Nojima dazu.

Neue Dialogzeilen für Cloud – und Unsicherheiten bei Nojima

Cloud in den Straßen von Midgar.

Das war wohl auch nötig, denn da das Remake mehr Umfang bietet, würden unweigerlich wohl auch neue Szenen mit Cloud auf Nojima zukommen. „Ich schrieb neue Dialogzeilen für ihn. So ist der Cloud der Remake-Version entstanden“, so Nojima. Ein wenig Sorge hat Nojima, wie dieser neue Cloud bei den Fans ankommt, die das Original gespielt haben. Schließlich hat jeder Spieler damals andere Ausschmückungen in seinem Kopf gehabt.

„Es war eine spannende Aufgabe, frischen Wind in Final Fantasy VII zu bringen, aber es gab auch Unsicherheiten. Das ursprüngliche Spiel hatte ein cartoonhaftes, stilisiertes Design, und die Spieler vervollständigten die Story selbst, indem sie in ihrer Vorstellungskraft Teile ergänzten, die wir nicht darstellen konnten. Spieler, die ein und dieselbe Szene sahen, konnten ihr ganz unterschiedliche Informationen entnehmen und sie unterschiedlich interpretieren. Vielleicht würde man das heute als eine narrative Form des Storytelling bezeichnen“, plaudert Nojima weiter.

Weniger Freiraum für Vorstellungskraft der Spieler

„In Final Fantasy VII Remake wird die Vorstellungskraft der Spieler viel weniger Freiraum haben. Dadurch wird die Geschichte wahrscheinlich sehr anders wirken. Wer das Original kennt, wird vielleicht nicht wissen, was er davon halten soll. Das besorgt mich etwas. Aber es gibt auch Dinge, von denen ich überzeugt bin. Auf seiner Reise solltet ihr eine viel tiefere Verbindung zu Cloud aufbauen können. Es wäre eine tolle Sache, wenn ihr diese flammende Leidenschaft mit ihm teilen könntet.“

Am 3. März 2020 werden Fans nun endlich die erste Episode dieses Remakes spielen können. Die Deluxe Edition könnt ihr bei Amazon vorbestellen*. Beschwörungs-Materia wird es als Vorbestellerbonus geben, darüber erfahrt ihr hier mehr. Wir haben das Remake bei der Gamescom 2019 angespielt.

Falls ihr euch Gedanken um den Umfang des Spiels macht, das bekanntlich erstmal nur in Midgar stattfindet, dann findet ihr hier beruhigende Worte von Nomura. Es wird einige neue Inhalte geben, darunter sogar neue Charaktere und Bosse.

via Square Enix PR, Bildmaterial: Final Fantasy VII Remake, Square Enix

31 Kommentare

  1. @Chocomog: Ich würde Nomuras Rolle bei den Designentscheidungen inklusive der Trennung von CC nicht überschätzen. Ich meine, mal gelesen zu haben, dass er nur auf dem Papier Direktor des Projekts und in Wirklichkeit kaum beim Entwicklerteam vor Ort ist.
  2. Kelesis schrieb:

    Ich meine, mal gelesen zu haben, dass er nur auf dem Papier Direktor des Projekts und in Wirklichkeit kaum beim Entwicklerteam vor Ort ist.
    Das war ein Gerücht, das nur wenig später dann Dementiert wurde. Das alles kam von einem angeblichen mit Entwickler des Remakes, der sich Dan Tsukasa genannt hatte, und die wildesten Gerüchte über das Remake ins Internet geschrieben hat. Doch beim Entwicklerteam befindet sich niemand, der Dan Tsukasa heißt. Komischerweise hatte er dann seine Aussage, wie auch all seine Social Media Accounts gelöscht. Nomura ist definitiv, der Direktor des Spiels. Vor allem man sieht überall seine Signatur.
  3. Er war halt in den finalen Zügen von KH3 mehr in Osaka..was ja normal ist.
    Aber sonst war er wie ich hörte immer mit FF7 beschäftigt seit der Ankündigung.

    Und was die PR angeht.. jeder aber auch wirklich jeder Entwickler haut kurz vor Release solche Dinger raus. Manche eben als Making Of Videos und andere so :p
  4. Kelesis schrieb:

    @Chocomog: Ich würde Nomuras Rolle bei den Designentscheidungen inklusive der Trennung von CC nicht überschätzen. Ich meine, mal gelesen zu haben, dass er nur auf dem Papier Direktor des Projekts und in Wirklichkeit kaum beim Entwicklerteam vor Ort ist.

    Nomura stand hier nur stellvertretend, da ich ihn als jemanden einschätze, der bei sowas als erstes die Initiative ergreifen würde. Es kann natürlich von jemand anderen ausgegangen sein.

    Nomura gehört zum Führungsstab. Damit wird er in jeder wichtigen Entscheidung miteinbezogen. Und als Director hat seine Meinung selbstverständlich entscheidendes Gewicht. Bei Designentscheidungen als auch bei technischen Fragen generell. Ohne sein Einverständnis geht da nichts. Unabhängig davon, wie oft er anwesend ist oder nicht (es sei denn natürlich er hat vom Team dafür keinen Segen). Gleiches gilt natürlich auch für Kitase und wie sie alle heißen.

    Was da bei FF15 auch immer zu seinem Rauswurf geführt hat... nach solchen Vorfällen arbeitet man in aller Regel wieder mit gewohnter Professionalität. Anders machen solche großen Projekte keinen Sinn und wenn man ihn dabei ausschließen könnte oder wollte, hätte er diese Position garnicht erst bekommen.
  5. Nomura steht bei mir derzeit für Qualität und das gezeigte Material spricht für sich.

    Bleibt natürlich abzuwarten wie Midgar und die Welt funktioniert bedenken habe ich da keine, da ich auch keine Erwartung Pflege.

    Ich bin kein absoluter FF7 Fan habe es bis jetzt nur einmal mit 13 Jahren durchgezockt und damals war es ein ziemlich intensives Erlebnis.

    Ich schätze mal dass der letzte Boss im Remake Dementoren Sephiroth oder so sein wird in Advent Children als Sephiroth aufgetaucht ist gab es ähnliche Gestalten am Himmel zu sehen.
An dieser Stelle siehst du nur die letzten 5 Kommentare. Besuche das Forum um die komplette Diskussion zu diesem Thema zu sehen.