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„Wir wissen, was Fans mögen“ – Nintendo hat keine Pläne, physische Spiele aufzugeben

Physische Videospiele haben es zunehmend schwer. Immer mehr Publisher setzen auf digitale Veröffentlichungen, während es klassische Disc- und Modulversionen immer schwerer haben. Sonys Ankündigung zum geplanten Disc-Aus goss dabei natürlich noch einmal ordentlich Öl ins Feuer. Für  SammlerInnen ist das natürlich keine besonders erfreuliche Entwicklung.

Doch zumindest Nintendo möchte physischen Spielen vorerst treu bleiben. Das hat Bill van Zyll, Vice President und General Manager von Nintendo in Lateinamerika, jetzt in einem Interview mit Coelho via Nintendo Everything bekräftigt.

Nintendo weiß, „was Fans wollen“

Auf die Frage nach der Zukunft physischer Veröffentlichungen erklärte van Zyll, dass Nintendo grundsätzlich keine bestimmte Vertriebsform bevorzuge. Vielmehr orientiere man sich daran, was die KundInnen möchten.

„Wir richten uns danach, was die Verbraucher bevorzugen, und berücksichtigen das sehr stark“, so van Zyll sinngemäß.

Die Nintendo Switch 2 sei schließlich erst seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Markt und unterstütze sowohl digitale als auch physische Spiele. Daran wolle man vorerst nichts ändern.

„Es gibt keine Pläne, physische Spiele aufzugeben. Wir wissen auch, wie sehr die Fans sie mögen“, stellte der Nintendo-Manager klar.

Für SammlerInnen und Freunde physischer Medien dürfte diese Aussage durchaus beruhigend sein. Eine Garantie dafür, dass jedes Spiel auch künftig auf einem Modul erscheint, ist sie allerdings nicht.

Doch da wären noch die Game-Key-Cards …

Ganz ohne Diskussionen kommt Nintendo bei diesem Thema schließlich ebenfalls nicht davon. Mit der „Switch 2“ wurden die sogenannten Game-Key-Cards eingeführt, die zwar als physisches Produkt verkauft werden, das eigentliche Spiel aber nicht vollständig auf dem Modul enthalten.

Stattdessen dient die Karte als digitaler Schlüssel, um die Spieldaten herunterzuladen und anschließend zu starten. Gerade bei Fans klassischer Retail-Versionen, aber auch Entwicklern, stößt dieses Konzept auf Kritik.

Nintendo unterscheidet bei „Switch 2“ somit zwischen herkömmlichen Spielmodulen und Game-Key-Cards. Die Aussage von van Zyll bedeutet also nicht zwangsläufig, dass künftig sämtliche physischen Veröffentlichungen auch vollständig auf dem Datenträger enthalten sein werden.

Immerhin: Ein vollständiger Abschied vom physischen Spielemarkt steht bei Nintendo derzeit nicht auf dem Plan. Wie sich das Verhältnis zwischen klassischen Modulen, Game-Key-Cards und digitalen Downloads langfristig entwickeln wird, bleibt abzuwarten.

via Nintendo Everything, Bildmaterial: Indiana Jones und der Große Kreis, Bethesda, MachineGames

3 Kommentare

  1. Ganz einfach. bin von Sony weg nach der Ankündigung des Disc-aus. Bin gerade ein zufriedener Nintendo Kunde. Sollte sich das mit den Cards ändern, handhabe ich das so wie mit Sony :)

  2. Joa... in Form von Key Cards...
    Bei aller Liebe aber das ist so eine Heuchlerei. Solange man nicht direkt sagt, dass man auf richtige physische Versionen setzt, abseits von den Key Cards Quatsch, ist die Aussage genauso viel Wert, wie ein Pups xD

    Egal ob Sony, Nintendo oder Microsoft... man kann die alle aktuell nur noch in die Tonne kloppen.^^

  3. Joa... in Form von Key Cards...
    Bei aller Liebe aber das ist so eine Heuchlerei. Solange man nicht direkt sagt, dass man auf richtige physische Versionen setzt, abseits von den Key Cards Quatsch, ist die Aussage genauso viel Wert, wie ein Pups xD

    Naja, Game-Key-Cards vereinen für mich das Schlechte aus beiden Welten:

    - Die physische Version funktioniert ohne erstmaligen zusätzlichen Download von Nintendos Servern nicht.

    - Die digitale Installation ist gleichzeitig an das physische Medium gebunden.

    Damit hat man weder die Unabhängigkeit eines klassischen physischen Spiels noch den Komfort einer rein digitalen Version. Das Medium ist zwar physisch vorhanden, enthält aber nicht das vollständige Spiel.

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