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Hideo Kojima war „geschockt“ von Sony – von einem großen Zerwürfnis will er aber nichts wissen

Die Geschichte rund um Physint, Hideo Kojima und Sony bekommt ein weiteres Kapitel. Nachdem PlayStation überraschend aus der Finanzierung des Projekts ausgestiegen war und Berichte über mögliche Hintergründe die Runde machten, beziehen sowohl Kojima als auch Kojima Productions noch einmal Stellung.

Von einem großen Zerwürfnis mit Sony will das Studio jedenfalls nichts wissen. Die Beziehung zu PlayStation sei weiterhin stark – auch wenn Kojima selbst zugibt, vom Ausstieg damals völlig überrascht worden zu sein.

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„Ich liebe Sony“

Im Gespräch mit IGN erinnert sich Kojima an den Moment, in dem Sony ihm mitteilte, Physint nicht länger finanzieren zu können: „Sie sagten, sie könnten die Entwicklung von Physint nicht mehr finanzieren. Ich war schockiert und fragte: ‚Was haben Sie gesagt?'“

Kojima habe angesichts der schwierigen Situation der Spieleindustrie zwar von zahlreichen Studioschließungen und eingestellten Projekten gewusst, Physint aber für sicher gehalten. Warum Sony letztlich ausstieg, könne er nicht öffentlich erklären.

Böse sei er Sony deswegen jedoch nicht: „Ich war schon immer ein großer Sony-Fan. Ich benutze einen Walkman. Alle meine Kameras sind von Sony. Ich hege also keinerlei negative Gefühle ihnen gegenüber.“

Kojima betont zudem die rund 30 Jahre lange gemeinsame Geschichte. Gewünscht hätte er sich allerdings, früher über die Entscheidung informiert worden zu sein. Seit dem Ende der Finanzierung habe Sony ihn zudem nicht mehr kontaktiert.

Kojima Productions widerspricht Spekulationen

Parallel reagierte Kojima Productions auf einen Bloomberg-Bericht, laut dem unter anderem die kommerzielle Entwicklung von Death Stranding sowie Budgetfragen bei Physint eine Rolle gespielt haben sollen.

Das Studio weist darauf hin, dass die genannten Behauptungen nicht von offiziellen oder namentlich zitierten Quellen stammen, und empfiehlt entsprechend Skepsis. Gleichzeitig räumt man ein, dass die Situation für Kojima Productions ernst gewesen sei und erhebliche Auswirkungen hätte haben können.

Heute befinde sich das Studio jedoch in einem gesunden und profitablen Zustand, Physint werde gemeinsam mit Xbox weiterentwickelt und auch die Beziehung zu PlayStation sei weiterhin stark.

Bloomberg-Journalist Jason Schreier reagierte wiederum auf das Statement und erklärte, Sony und Kojima Productions hätten eine Zeit lang über die Zukunft des Spiels verhandelt, bevor die Zusammenarbeit beendet wurde. Die Entwicklung sei seiner Darstellung zufolge also nicht völlig aus dem Nichts gekommen.

Für Physint selbst geht es derweil weiter. Erst vor wenigen Tagen stellte Kojima mit Bill Skarsgård den Hauptdarsteller des Spiels vor. Xbox übernimmt inzwischen die Veröffentlichung des Projekts. Einen Veröffentlichungstermin gibt es weiterhin nicht.

via The Gamer, Bildmaterial: Physint, Kojima Productions

1 Kommentar

  1. Kojima Productions widerspricht Spekulationen

    (...)

    Das Studio weist darauf hin, dass die genannten Behauptungen nicht von offiziellen oder namentlich zitierten Quellen stammen, und empfiehlt entsprechend Skepsis.

    Gehen wir mal davon aus, dass Kojima Productions die Wahrheit kennt und hier einfach sagen könnte: "Leute, der Bloomberg-Bericht stimmt nicht. Natürlich haben wir unsere Meilensteine erreicht. Natürlich sind wir innerhalb des vereinbarten Budgets geblieben. Natürlich wäre Physint zum vereinbarten Termin erschienen". Aber das steht da nicht. Sie widersprechen den Spekulationen nicht. Stattdessen fordern sie von ihren Fans diese neumodische Form des "unreasonable doubt".

    Die Berichte fügen sich in ein glasklares Bild ein, das sowohl die interne Neustrukturierung bei Sony bestätigt als auch das divenhafte Bild, das Kojima selbst über Jahrzehnte von sich kultiviert hat. Laut Bloomberg achtet Sony seit dem Concord-Flop erheblich stärker darauf, dass Budgets eingehalten und Meilensteine der Entwicklung plangemäß erreicht werden. Kojima ist dafür bekannt, mit Budgets und Entwicklungszeit völlig sorglos umzugehen.

    Wo soll die geforderte Skepsis genau ansetzen, wenn das Studio selbst der Berichterstattung nicht einmal widerspricht? Seit dem Hollywood-Cast-Trailer zu Physint, notabene weiterhin ohne jegliches Gameplay oder gar Erscheinungstermin, dürfte auch Microsoft so langsam dämmern, wohin die Reise mit Kojima-San geht.

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