In wenigen Monaten erscheint das Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Nintendo Switch 2. Für viele gilt das N64-Abenteuer bis heute als eines der besten Videospiele aller Zeiten.
Häufig wird dabei auch auf den legendären Metacritic-Wert von 99 Punkten verwiesen – auch wir haben diese Zahl in der Vergangenheit immer wieder als Beleg für den außergewöhnlichen Stellenwert des Spiels herangezogen. Doch genau dieser Rekord könnte laut einer neuen Analyse gar nicht stimmen.
Metacritic-Bewertung auf dem Prüfstand
Der YouTube-Kanal Did You Know Gaming (via Kotaku) hat sich die Wertung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time genauer angesehen und kommt zu dem Schluss, dass Metacritic den Durchschnitt möglicherweise nicht nach den eigenen Richtlinien berechnet hat. Da das Spiel bereits 1998 erschien und Metacritic erst 2001 an den Start ging, musste die Plattform die damaligen Testwertungen nachträglich zusammentragen.
Laut der Analyse flossen dabei lediglich 22 Wertungen ein. Das ist nach heutigem Standard für ein Spiel dieser Größenordnung außerordentlich wenig. Zum Vergleich: In de 97er-Durchschnitt von Breath of the Wild (Switch) flossen 109 Kritiken.
Gleichzeitig sollen einige anerkannte Magazine wie Game Informer oder Nintendo Power, die dem Spiel jeweils 95 Punkte gaben, nicht berücksichtigt worden sein. Umgekehrt seien andere Bewertungen aufgenommen worden, obwohl diese das Spiel lediglich als „perfekt“ bezeichneten, ohne eine konkrete Punktzahl zu vergeben.
Rekord könnte an mehreren Spielen gehen
Wendet man laut Did You Know Gaming die eigenen Bewertungsrichtlinien von Metacritic konsequent an, würde Ocarina of Time nicht auf 99, sondern auf 97,6 Punkte kommen, die auf 98 gerundet würden.
Damit würde das Zelda-Abenteuer seinen alleinigen Spitzenplatz verlieren und sich diesen mit anderen Klassikern wie SoulCalibur, Grand Theft Auto IV oder Super Mario Galaxy 2 teilen. Ob Metacritic die Berechnung künftig anpasst, bleibt abzuwarten. An der Bedeutung von Ocarina of Time als eines der prägendsten Videospiele aller Zeiten dürfte die Diskussion allerdings kaum etwas ändern.
via The Gamer, Bildmaterial: Zelda: Ocarina of Time, Nintendo

Wenn Ocarina of Time kein Story-Spiel ist, was dann
Da bin ich gerade wirklich verdutzt. Von allen erhältlichen Zelda Titeln hat es mit A Link to the Past glaube ich mitunter die beste Geschichte, die sich heute vor modernem Story-Telling nicht einmal verstecken müssen. Die Spiele haben ne vollständige Storyline, viel Lore und ne menge Geheimnisse, die etabliert wurden. Gut, wenn man nur ein japanisches Rollenspiel nun als Referenz nehmen würde, wäre das vermutlich in Sachen Dialogen gehaltvoller. Aber da du Ocarina of Time selbst ja noch gar nicht gespielt hast, würde ich mit dem Urteil noch warten, bis das Remake erscheint, was vermutlich narrativ nochmal überarbeitet wird. Ich bin mir sicher, du wirst überrascht sein^^
Zum Thema: Ich stehe DYKG sowieso gerne mal kritisch gegenüber. Aber ganz ehrlich, das ist wohl Sommerloch at it's best. Ich habe den Metascore von Ocarina of Time nie wirklich ernst genommen, weil es Metacritic zum Release von Ocarina of Time noch nicht einmal gab und erst einige Jahre später gegründet wurde. Und dann halt noch immer nicht in der Form, wie man es heute kennt.
Nicht bezogen auf diese News an sich, aber das ist von DYKG schon ziemlich elitär. Obwohl ich ihre Videos interessant finde, besonders auch das neue Video über gecancelte Videospiele, aber man wischt sich mit seinen exklusiven Trivias auch furchtbar gerne den eigenen Hintern ab.
Ob das jetzt tatsächlich nach dieser Neuberechnung was dran ist, dürfte die Mehrheit wohl so wahrnehmen:
Das nennt man meiner Meinung nach Retro Brille. Ein altes Spiel kann nichts dafür dass es mit der Zeit schlechter aussieht. Trotzdem hat es Einfluss auf den Spielspaß. Und darum gehts doch eigentlich. Weniger Spielspaß = schlechtere Wertung. Deshalb war in meiner Jugend Chrono Trigger unangefochten auf Platz 1 und jetzt nur noch auf Platz 58. Weil es einfach Spiele gibt die besser aussehen und bessere Mechaniken haben.
Genauso sieht es mit der Steuerung aus. Ein Grund warum Persona 5 nicht mehr in meinen Top 20 ist.
Das hast du natürlich recht das ich mit meinen Urteil abwarten sollte bis ich das Spiel gespielt habe. Durch meine Erfahrung mit Breath of the Wild, Tears of the Kingdom, Skywardsword, Wind Waker und Twilight Princess (und irgendein 3ds Teil dessen Namen ich nicht mehr weiß), wo ich sagen würde das bei all diesen Spielen die Story maximal bescheiden war, bin ich mir halt relativ sicher das es mir bei den Spiel hier auch so gehen wird (ist natürlich subjektiv und wenn jemand die Story von den aufgezählten Spielen richtig gut findet dann sei es dieser Person gegönnt).
Ich lasse mich natürlich positiv überraschen, aber ich zweifle ehrlicherweise dran.
Ich denke, das größte Problem ist halt, dass die Spiele, die nach Ocarina folgten, einfach so groß für die Geschichte waren, die erzählt wurde
Bei Wind Waker hast du das Problem, dass die Story durch einiges an Filler-Content untergeht, es ne menge Cut-Content gibt und deutlich weniger ikonische Orte hat als Ocarina of Time, wo du wirklich was erlebst. Twilight Princess hat das Problem mit seiner massiven Länge und der absolut wirren Storyline rund um Midna und Zant (wobei Twilight Princess ne menge interessante Lore hat, die auch andere Spiele miteinander verknüpft). Skyward Sword hat ne absolut belanglose Story und naja, Breath of the Wild und Tears of the Kingdom..... die Story hatte hier ne ne Priorität, aber halt ähnlich wie bei Twilight Princess, viel cooles Enviromental Storytelling.
Selbst wenn das Ocarina of Time Remake ein sehr originalgetreues Remake werden sollte, so bin ich mir sicher, dass man hier einen Ansatz wie beim Star Fox Remake verfolgt. Sprachausgabe, mehr Cutscenes und vor allem wird man bestimmt die ein oder andere Lücke schließen wollen, die in der N64 Version eindeutig vorhanden waren was so manche Momente angeht.
Ob das für dich dann am Ende genug sein wird oder dir gefällt, ist natürlich was anderes und wirst nur du selbst beurteilen können. Aber ich würde sagen, Ocarina of Time hat auch aus heutiger Sicht noch ne sehr gut erzählte Geschichte.
Um mir meine eigene Meinung zu formen ist mir Metacritic relativ wumpe. Wenn ich ein schlecht bewertetes Spiel super finde, finde ich es super, wenn ich ein gefeiertes Spiel scheiße finde, finde ich es scheiße (Lost Soul Aside >>>>>>>>>>>>>>>>> Black Myth Wukong und ich werde mir da NICHT reinreden lassen).
Für eine generelle Diskussion kann man sich das mal anschauen und so grob bewerten, wie es denn angekommen ist, falls das mal relevant sein könnte, aber man sollte sich keinesfalls an dem Metascore einen abrubbeln und sagen, dass dieses Spiel jetzt "objektiv" gut oder schlecht ist (keine Wertung von Kunst ist jemals "objektiv", merkt euch das!)
Da hingegen, ja, was @Somnium gesagt hat... das zu hinterfragen ist halt etwas, dass DYKG macht und meine Reaktion darauf ist ein enthusiastisches....
Warte, meinst du echt A Link to the Past? NICHT Link´s Awakening?
Ich mein, sicher, ein paar der kleinen Geschichten, die man da erleben kann, sind ganz nett, aber die Hauptstory ist doch buchstäblich das simpelste "Zelda und die sieben Maiden sind entführt worden. Joa, geh sie mal retten, ne?" Klar, der Anfang ist ziemlich düster und am Anfang passiert etwas, dass man bei Zelda so nicht erwartet hätte, aber abgesehen von diesen kleinen Sidestorys passiert da nich viel mehr.
Klar, die meiste Tiefe bekommt Link´s Awakening halt auch durch das Ending, wobei ich da noch zumindest finde, dass die Charaktere besser sind.
Nein, mein Pick für eine wirklich tiefe Zelda-Story ist immer noch Majora´s Mask. Seine Betrachtung der Sterblichkeit, von Verlust und dem Umgang damit ist wirklich eine Form von erwachsenem Storytelling, dass echt zeitlos ist.
Wobei ich aber auch die Geschichten von Wind Waker und Twilight Princess insgesamt wirklich gelungen finde und die meisten aktuellen Sony-Titel (minus vielleicht das erste Last of Us) niemals damit mithalten können also macht mit dieser Info, was ihr wollt.
Kommt auf die Betrachtungsweise an. Was früher einfach State of the Art war, ist für mich heute ein Art Style, der immer noch auf seine Weise wunderschön aussehen kann. Für mich sieht Ocarina of Time immer noch hübscher aus als viele aktuelle Unreal Engine 5 - Spiele, die sich so unfassbar ähneln und steril wirken.
Deswegen reproduzieren ja auch viele Indiespiele verschiedene Artstyles aus verschiedenen Ären, egal, ob Pixel- oder Voxelart, egal ob aus der NES- oder Gamecubezeit. Das mag sicherlich auch an technischen und budgetbedingten Limitationen liegen, aber sie haben dennoch einen eigenen Look, es wäre doch schade, sie von vornherein als "veraltet" abzustempeln.
Ehrlich? Ich weiß gar nicht, was damit falsch ist? Eigentlich spielt es sich doch sehr smooth und die Idee, dass man die Face Buttons mit den einzelnen Menüpunkten belegt um so schnell Zugriff darauf zu haben,
haben sie doch wunderbar von Mario RPG geklautdamit haben sie doch das Genre ein wenig revolutioniert!!! Jedenfalls hat es die Menüführung sehr bequem gemacht.Generell muss ich auch sagen, dass ja, manchmal fühlen sich ältere Spiele auch ein wenig schwammiger an in ihrer Steuerung, aber generell wird mir hier zu schnell der Begriff "veraltet" benutzt. Ich finde, Steuerungsschemen wie Tank Controls in Survival-Horror-Games funktionieren heutzutage noch wunderbar, man muss sich nur kurz in sie hinein fühlen. Das dauert ein wenig, aber danach steuern sie sich so perfekt wie alle anderen Spiele auch. Und auch Tank Controls kann man "gut" oder "schlecht" umsetzen. Diejenigen von den alten Resis funktionieren für mich noch wunderbar. Aber z.B. die von Alisa finde ich fürchterlich, weil sie viel zu unpräzise sind. Selbes Steuerungsschema, aber deutlich schlechter umgesetzt.
Generell hab ich einige Hot Takes auch, was Steuerungsschemen angeht, z.B. finde ich, dass die klassischen Resis sich viel präziser steuern lassen als die modernen (die modernen Titel simulieren das Gewicht des Charakters, wodurch er leicht braucht, um zu reagieren, bei den klassischen Teilen geht es sofort vom Stillstand zu einem vollen Sprint) oder dass sich Shooter-Steuerung in einem Hack´n´Slay absolut nicht gehört und das SOLLTE kein Hot Take sein, GOTTVERDAMMICH, GOD OF WAR ZWEITAUSENDUNDACHTZEHN!!!
Aber ja, wie schon gesagt, Objektivität existiert nicht bei der Diskussion um Kunst. Kein Metascore bestimmt eine Objektivität und auch sonst ist die Wahrnehmung zu unterschiedlich, als dass wir Dinge wirklich richtig einordnen könnten.
Man kann sicher auch heutzutage noch ein älteres Spiel für sich als Meisterwerk entdecken (ist bei mir dieses Jahr durch Tomb Raider 1 passiert. Na ja, kein Meisterwerk, aber ein fantastischer Titel und ja, ich hab das mit PS1-Optik und Tank Controls gespielt!), genauso kann man von modernen Titeln enttäuscht sein und finden, dass sie sich schlechter spielen als alte Titel. Oder umgekehrt.
Ich finde generell, man sollte sich durch den "Zahn der Zeit" nicht davon abhalten lassen, ein älteres Spiel für sich zu entdecken. Klar, wer eher causual nach dem Feierabend spielt, dem sei das gegönnt, was der Person am meisten Spaß macht. Aber wer so eine richtige Leidenschaft für sein Hobby hat und alle seine Facetten erleben will, der könnte sich ruhig gerne durch die alte Bibliothek blättern und sich auch auf andere Erlebnisse einlassen.