Die originale Switch-Version von Xenoblade Chronicles 2 erschien bereits 2017, also im Launchjahr der Nintendo Switch. Seinerzeit waren die meisten Studios noch nicht im Detail mit den Möglichkeiten der Hardware vertraut – und auch Skalierungstechniken wie FSR waren noch nicht erfunden.
Daher setzte man seinerzeit noch auf dynamische Auflösungen und Tricks wie aggressives TAA und simples Nachschärfen, welche das Bild bei niedrigen Auflösungen enorm weichzeichnen und unangenehme Bildartefakte verursachen.
Doch selbst all die Technik-Kniffe der damaligen Zeit halfen nicht, um das Spiel bei Handheld-Auflösungen von 368p stabil bei 30 fps laufen zu lassen. Der größte Kritikpunkt am Spiel war daher die Technik, welche die Hardware der inzwischen neun Jahre alten Konsole überforderte. Für die Switch 2 Edition wirbt Nintendo jetzt mit bis zu 4K bei 60 fps im Docked-Modus sowie 1080p bei 60 fps im Handheld-Betrieb.
Verbesserte Bildqualität
Das ist auch von der ersten Sekunde an sichtbar: Tatsächlich ist die Bildqualität enorm verbessert, wodurch in Folge auch die Grafik deutlich verbessert wird. Darunter fällt nicht nur die Klarheit des Bildes durch eine höhere Auflösung, selbst Details werden besser sichtbar und Texturen wirken schärfer. Auch aufwändige Effekte wie Nebel, Rauch und Feuer kommen nun deutlich besser zur Geltung.
Über die reine Bildqualität hinaus hat Monolith Soft mehrere ästhetische Anpassungen vorgenommen. Das Gras wirkt dichter, der Tiefenschärfe-Effekte ist weniger aggressiv und somit glaubwürdiger. Die Beleuchtung wurde ebenfalls überarbeitet, mit reduziertem Bloom-Effekt und verbesserter Ambient Occlusion.
Die vorgerenderten Videosequenzen sind ebenfalls schärfer, was an der höheren Bitrate liegt. Spürbar ist die Änderung in der Framerate: Die Verbesserung auf 60 fps ist deutlich, denn die Version auf der Switch schwankte häufig zwischen 20 und 30 fps.
Digital Foundry sieht auch Mängel, ist aber positiv überrascht
Perfekt ist die Switch 2 Edition dennoch nicht: Digital Foundry analysierte das Spiel ausführlich. So gibt es weiterhin wahrnehmbare Framerate-Einbrüche, etwa bei Zwischensequenzen mit viel Rauch- und Feuereffekten, was an der relativ aufwändigen Transparenzdarstellung im Spiel liegt.
Am deutlichsten ist der Sprung im Handheldmodus wahrzunehmen: Auf der ersten Switch war das untere Ende der Auflösung 368p, die Bildqualität wurde mit TAA geglättet und danach aggressiv geschärft, was häufig nicht gut aussah. Überraschend liegt die interne Renderauflösung der Switch 2 Edition oft auch nur bei etwa 468p, aber moderne Upscaler lassen das Bild deutlich schärfer und sauberer wirken – sogar auf dem Switch-2-Handheldmodus bereits oft besser als docked auf der Switch.
Im Docked-Modus liegt die interne Auflösung der neuen Version bei 720p, die auf bis zu 4K hochskaliert wird. Dabei gibt es Hinweise, dass gleich zwei Arten von Bildskalierern gleichzeitig zum Einsatz kommen, denn insbesondere die Kantenglättung und Kantenschärfe passt alleine zu keiner einzelnen bekannten Technik. Das ist nichts Neues mehr – in der Demonstration zu The Witcher 4 hat CD Project RED etwa eine ähnliche Technik eingesetzt, um mit einer Grundauflösung von 900p ein 4K-Bild zu erzeugen.
Kurios: Die Performance von Xenoblade Chronicles 2 ist auf dem Handheld oft besser als am TV, was vermutlich an der Nutzung von VRR liegt – die Implementation von VRR auf TVs stellt Nintendo also weiterhin vor Herausforderungen.
Positive Resonanz auf Switch 2 Edition
Insgesamt sind das jedoch gute Nachrichten für Fans von Xenoblade Chronicles 2 – trotz kleinerer Mängel in Grafik und Technik ist die Resonanz allgemein gut bis sehr gut. Auch wir haben den Titel bereits wenige Stunden angespielt und können den Eindruck von Digital Foundry bestätigen.
Jedoch sind realistische Erwartungen wichtig, denn es gibt durchaus Momente, in denen die Switch 2 Edition nicht mehr zeitgemäß aussieht. Der verwendete Artstyle ist jedoch zeitlos und lässt den etwas älteren, aber storyseitig starken Xenoblade-Teil im Anime-Stil frisch aufpoliert in neuem Glanz erscheinen.
Das Digital Foundry Video:
via Digital Foundry, Nintendo Connect, Bildmaterial: Xenoblade Chronicles 2: Definitive Edition – Nintendo Switch 2 Edition, Nintendo, Monolith Soft; Digital Foundry

Ich freue mich schon auf den 1 Oktober wenn es Physisch erscheint um dass Spiel in seiner Überarbeiteten Pracht wieder zu Genießen. Es hat mich echt in einer Schwierigen Phase meines Lebens begleitet und deswegen habe ich eine Besondere Verbindung zu dem Game.
bin mal gespannt wann es ein patch gibt wegen den sound fehler die bei einigen spieler sind werde solange das update pack nicht kaufen
Das Gezeigte schaut doch gut aus. Bessere Auflösung, mehr Details, stabile 60 FPS. Hat nur einer neuen Konsolengeneration bedurft, damit sich XC2 entfalten konnte.^^ Die von DF genannte interne Auflösung von 720p erschreckt mich ein bisschen. Auch wenn man es dem Bild am Ende nicht ansieht dank der potenten Hochskalierung, dachte ich eigentlich, dass die deutlich stärkere Switch 2 so ein Spiel mit 1080p oder 1440p zum Laufen bringen würde. Schließlich ist XC2 mittlerweile auch 9 Jahre alt.
Ich hatte vorher absichtlich nochmal die Switch Version angeworfen und den Unterschied sieht man halt schon bei der Auflösung.
Framerate hab ich jetzt nix gemerkt, aber muss eh viel passieren bis ich da was bemerke
Am Ende des Tages: Wenn ich ein Spiel mag (und XBC2 gehört dazu) dann hab ich mit nem 10€ Upgrade kein Thema. Ich hab ein Problem, wenn ich nochmal Vollpreis zahlen soll und es noch dazu keine spürbare Verbesserung gibt (Tales of Berseria z.B.).
Bei Xillia hab ich mir das ja gefallen lassen, weil es das nicht für PS4/5 gab und man da zumindest bei der Auflösung ein wenig davon hatte.