Nachdem „Stop Killing Games“ in den letzten Wochen und Monaten einige positive Schlagzeilen schreiben konnte, gibt es heute schlechte Nachrichten. Zumindest, wenn man es mit den Grundsätzen der Kampagne hält.
Die EU-Kommission entscheidet sich gegen „Stop Killing Games“. Trotz der anfänglich positiven Resonanz sieht sie es nicht für geboten, eine neue Gesetzgebung zu empfehlen, die Publisher daran hindern würde, den Zugang zu Online-Spielen zu entziehen.
Stattdessen will die Kommission mit Vertretern der Industrie und von Verbrauchern zusammentreffen, „um einen branchenweiten Verhaltenskodex für den Umgang mit dem ‚Lebensende‘ von Videospielen zu erarbeiten“, sowie eine Aufklärungskampagne zu Verbraucherrechten fördern.
Die Entscheidung sei gefallen, da man auch das EU-Urheberrecht und weitere Schutzrechte zur Technologie in Videospielen berücksichtigen müsse, welche den Schaffenden große Freiheiten über die Kontrolle ihrer Werke gibt.
Für die Initiative ist das zwar ein Rückschlag, doch ihr Gründer sieht dennoch optimistisch in die Zukunft. Denn parallel steht der „Digital Fairness Act“ in der Ausarbeitung, der ebenfalls Videospiele betreffen wird. Das Gesetzesvorhaben soll Dark Patterns und andere Möglichkeiten einschränken, digitale Unterhaltung zum Nachteil der Kunden zu gestalten. Auch hierüber könne man positive Veränderungen für Videospiele erreichen.
via GamesRadar, Bildmaterial: The Crew, Ubisoft

Es bräuchte wenn ein Grenium, welches bestimmt, welche Spiele man aufbewahren sollte und welche nicht. Im Endeffekt haben wir eine gewaltige Überproduktion. Da ist viel Schund bei was echt nicht erhaltenswert wäre (siehe z.B. steam).
Na ja, nein, haben sie nicht. Wer digitale Spiele kauft, erwirbt in der Regel lediglich eine Lizenz, dieses Spiel unter bestimmten Bedingungen spielen zu können, und das kann man nicht oft genug betonen. Digitale Spiele gehören uns nicht auf dieselbe Weise wie physische Datenträger. Ausnahmen bilden hier lediglich DRM-freie Spiele, z.B. über GoG.
Also im Klartext: Die EU macht erstmal kein neues Gesetz. Sie sagt: "Wir reden erstmal mit den Spielefirmen und Verbraucherschützern darüber. So ticken die EU-Parlament.. Bekomme gutes Geld und wird da nur Schön geredet trotz mit 1,3 Millionen Unterschrift (hab auch unterschrieben) . So sieht man das die Lobbygruppen und nicht die Bürger arbeitet. Bravo!



Da hast sehr gut aufgepasst! Die Initiative Stop Killing Games https://www.stopkillinggames.com/de (auch bekannt als Stop Destroying Videogames) kämpft dafür, dass Publisher Videospiele nach dem Ende des offiziellen Supports oder bei Serverabschaltungen nicht vorsätzlich unbrauchbar machen dürfen und wer ein Spiel kauft, soll es auch dauerhaft nutzen können!
Was passiert wohl, wenn nur Der Bereich (oder auch nur ein Teil Dessen) einer Originalen Software-Kopie auf einem Originalen Datenträger defekt ist oder wird, in dem sich der zugehörige Lizenzschlüssel befindet.?
Was passiert wohl, wenn nur Der Bereich (oder auch nur ein Teil Dessen) einer Originalen Software-Kopie auf einem Originalen Datenträger defekt ist oder wird, in dem sich die zu installierende oder / und auszuführende Software befindet.?
... ⤵️ ...
Da GKCs quasi "nur den Bereich des Lizenzschlüssels" enthalten, sich Dieser Bereich aber eben dennoch auf einem physischen Original-Datenträger befindet, bergen GKCs quasi auch nicht die mögliche Gefahr, dass ein Bereich, in dem sich die zu installierende oder / und auszuführende Software befinden würde defekt ist oder wird...
Weshalb GKCs in Diesem Sinne quasi etwas sicherer sind als konventionelle Original-Datenträger, auf denen sich Beide Bereiche befinden...
Da, Mehr physische "Angriffsfläche" (und sei sie Noch so klein...wie eben bspw. ein kleiner bis klitzekleiner Zusätzlicher Microchip, wie eben für die Eigentliche Software) eben Auch Höhere Wahrscheinlichkeit bedeutet, dass etwas defekt ist oder wird.
... ⤵️ ...
Was passiert wohl mit Originalen Datenträgern (egal ob herkömmlich oder GKCs) , bei einem Hitzeschaden, oder / und Brandschaden, oder / und Schaden durch Staub- oder / und Rußpartikel, oder / und Wasserschaden, oder / und elektrischem Überspannungsschaden.?
Was.?...
Sowas alles passiert (bei) "Mir" doch nicht.?...
Was ist mit Nachbarn.? Was ist mit Passanten.? Was ist mit Straftätern die sich am Gebäude zu schaffen machen.? Was ist mit Naturkatastrophen.?
Nur weil Stop Killing Games vorgeblich die Interessen von Konsumenten vertritt, heißt das nicht, dass es nicht ebenfalls eine Lobbygruppe ist. Und zwar eine, deren Führung überwiegend aus Nicht-EU-Ländern stammt.
Im letztwöchigen Update-Video hat SKG-Oberhoncho Ross Scott ebenfalls noch einmal ausdrücklich auf die Masse der Unterzeichner verwiesen. Leider hat er sie dann in Relation zu den 156.000 Angestellten der Spieleindustrie gesetzt. Ich weiß nicht genau, was er damit ausdrücken wollte, aber es kam mir verflucht so vor, als habe der Kunde alleine bereits deswegen immer Recht, weil es so viele davon gibt. "Appeal to the bandwagon" nennen wir den logischen Fehlschluss.
Stop Killing Games hat zu viele Fehler gemacht, um sie alle einzeln aufzuzählen. Für mich hatten sie es ab dem Moment verkackt, in dem sie wohlmeinende Kritiker per Shitstorm mundtot gemacht haben. Zuletzt ergingen sie sich in Verschwörungstheorien, wollten bei jedem Treffen von EU-Abgeordneten mit Vertretern der Spieleindustrie dabeisein unabhängig vom Thema, und wenn sie da partout nichts verloren hatten, dann war's halt Korruption. Ernsthaft, die wollten Gesprächen zum Jugendschutz und zur Cybersicherheit beisitzen, um sicherzustellen, dass da niemand SKG verleumdet. Jedes Positionspapier und jede Meinung aus der Spieleindustrie wurde als verlogene Falschdarstellung gebrandmarkt und in Microsoft Paint mit despektierlichen Kommentaren wie "the ESA just likes to say things" versehen, selbst dann, wenn die Initiative wörtlich zitiert wurde.
Diese kaum kontrollierte Aggression steht in einem starken Kontrast zu der Kooperation und Kompromissbereitschaft, die die Initiative Mitte April im EU-Parlament signalisiert hatte. Und ich frage mich schon lange, ob es da bei SKG überhaupt je um praktikable Lösungen ging – oder um Bestrafung für in der Vergangenheit erlittenes Unrecht, also um Rache.
Die von der EU verfolgte Deregulierung ist ganz ehrlich auch nicht der schlechteste Ansatz. Kodizes und Richtlinien sind für die EU ein Erfolgsrezept, keine Notlösung. Siehe die Verhaltensregeln zur Hassrede im Internet, zur Energieeffizienz in Rechenzentren, Energieverbrauch von Haushaltsgeräten, Corporate Governance oder gegen Desinformation. Auch der Digital Fairness Act Ende des Jahres wird mit absoluter Sicherheit keine bürokratische Monstrosität neuer Gesetze mit brutalen Strafen für die Übeltäter sein, und gerade deswegen setze ich große Hoffnungen auf das Papier.
Die Kundschaft hat ihre Position klargemacht und alleine bereits deswegen war Stop Killing Games irgendwo nicht umsonst. Unternehmen wie Ubisoft sind allen Unkenrufen zum Trotz daran interessiert, es sich mit den Kunden nicht zu verscherzen. Wir werden hier in naher Zukunft Zeichen des guten Willens sehen, davon bin ich überzeugt. Wäre SKG mit allen ihren Forderungen durchgekommen, hätten wir höchstens demonstriert bekommen, wie einfach die AAAs Schlupflöcher für die Gesetzgebung finden, während mittelständische bis Indie-Entwickler unter den neuen Regeln zerbrechen.
Stop Killing Games hat vor der EU das Maximum des Möglichen und Sinnvollen rausgeholt.
"Enttäuscht" wurden sie nur, weil sie Unmögliches und Unsinniges gefordert haben.