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Final Fantasy hat das selbe Problem wie Star Wars, findet ein Ex-Director von Square Enix

Der ehemalige Square-Enix-Business-Director Jacob Navok ist auf Twitter meinungsstark unterwegs. Einige seiner Einschätzungen sind kontrovers, weil seine nach wie vor sehr geschäftsorientierten Meinungen bei Videospielfans nicht immer auf fruchtbaren Boden stoßen.

Doch mit seinem aktuellen Vergleich von Final Fantasy und Star Wars könnte er einen Punkt haben. Im Kern sagt er: Beide Reihen haben dasselbe Problem – die etablierte Fanbasis wird älter, und die nachrückende Generation interessiert sich kaum für die Marke.

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Navok teilte bei Twitter einen Bericht von Variety, wonach Star Wars: The Mandalorian and Grogu nicht gut angekommen sei. Für den ersten richtigen „Star Wars“-Film seit sieben Jahren ist das ein besonders großes Problem. Dem Bericht zufolge findet der Film „kein Publikum über eine alternde Kern-Fanbasis hinaus“ und verliert gegenüber frischeren, günstiger produzierten Filmen wie Backrooms und Obsession an Boden.

Square Enix hat insbesondere bei Final Fantasy ähnliche Probleme. Navok legt den Finger in die Wunde: „Die Kinder wachsen mit diesen KI-Mist-Spielen auf Roblox auf, genauso wie die heute Zwanzigjährigen mit YouTubern aufgewachsen sind. Wenn man nicht mit der aktuellen Generation mitwächst, ist man als Franchise so gut wie tot.“

Dass der Vergleich passt, zeigen die Zahlen. Erst im März wurde berichtet, dass 77  Prozent der US-Spieler von Final Fantasy VII Rebirth 30 Jahre oder älter sind, davon 62 Prozent über 35 – ein Spiegelbild der alternden Spielerschaft und ein potenzielles Problem für die weltbekannte JRPG-Marke, die auch mit Mobile-Ablegern nur wenig jüngere Fans anlocken kann.

Ein Grund dafür seien die langen Abstände zwischen neuen Veröffentlichungen, wodurch neue Teile leichter verpasst oder vergessen werden und es schwieriger wird, eine langfristige Bindung aufzubauen, ist sich auch Naoki Yoshida, Director und Producer von Final Fantasy XIV, bewusst.

Spekulation über mögliche Lösungsansätze

Viele langjährige Marken kämpfen im Markt darum, jüngere Spieler zu erreichen. Es ist im Grunde das „Neue-Spieler-Problem“ von MMOs auf einer anderen Ebene. Gelingt das nicht, schrumpft die bestehende Spielerschaft unweigerlich und sieht sich nach neuen Alternativen um.

Im Falle von Final Fantasy ist die Abwanderung klar und deutlich: Genshin Impact hat über 300 Millionen registrierte Accounts, Honkai: Star Rail über 150 Millionen. Beide Spiele haben eine junge Spielerbasis. Zahlen, von denen man bei Square Enix nur träumen kann.

Im Westen haben Roblox und Fortnite ein riesiges junges Publikum aufgebaut und zielen auf eine junge Zielgruppe. Die größten Marken von Sony, Microsoft und Nintendo verkaufen jedoch weiterhin vor allem an dieselben Spieler, auch wenn Nintendo durch erfolgreiche Mobile-Games etwas weniger davon betroffen ist als andere und sich so zum Teil auch die jüngere Generation an die eigenen Marken binden kann – namentlich Pokémon, Mario Kart und Animal Crossing.

In den Unternehmen hört man jedoch auch immer wieder optimistische Stimmen. Man hofft, dass Roblox, Fortnite und Genshin nur Spiele zum Einstieg sind und sich viele jüngere SpielerInnen mit der Zeit anderen, aufwändigeren und komplexeren Titeln mit ähnlichen Multiplayer-RPG- und Sandbox-Elementen zuwenden. Denn auf prägende Hype-Spiele folgen oft weitere Spiele mit einer ähnlichen Formel, die das Kern-Gameplay erweitern oder neu interpretieren.

via GamesRadar, Final Fantasy VII Remake, Square Enix

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