Sony hat eine KI-Technologie patentieren lassen, die Ladezeiten erkennen, entsprechende Berechnungen anstellen und SpielerInnen während dieser Wartezeiten Inhalte wie Werbung präsentieren soll.
Den Informationen aus dem Patent zufolge – das ursprünglich im Jahr 2024 angemeldet und am 21. Mai 2026 veröffentlicht wurde – würde die KI, sobald SpielerInnen einen Ladebildschirm erreichen, die voraussichtliche Dauer dieses Ladebildschirms abschätzen und daraufhin entscheiden, welche Medieninhalte oder Werbeanzeigen abgespielt würden.
Die Auswahl der Werbeanzeigen würde dabei auf deren Dauer basieren, wobei der Werbeblock kürzer ausfallen müsste als der eigentliche Ladevorgang. So solle sichergestellt werden, dass die Werbung nicht im Weg ist, sobald das Spiel fortgesetzt wird.
Mit Werbung während der Ladezeiten bombardiert werden? Für SpielerInnen sicherlich keine allzu attraktive Vorstellung. Das Patent deutet jedoch darauf hin, dass die Technologie potenziell auch andere Inhalte anzeigen könnte.
So könnten beispielsweise Videos von Entwickler- oder Publisher-Kanälen abgespielt, KI-generierte Highlight-Zusammenfassungen eingeblendet oder auch KI-erstellte Analysen zu den bevorstehenden Gegnern im nächsten Match präsentiert werden.
Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass Sony ein Patent für KI- oder Machine-Learning-Technologien anmeldet. 2025 hat Sony bereits Technologien patentieren lassen – etwa zur Echtzeit-Zensur oder auch zur Erstellung von KI-generierten Podcasts. Derzeit gibt es keine offiziellen Pläne, eine dieser Technologien in das aktuelle Ökosystem der PlayStation 5 zu integrieren.
Bildmaterial: Sony Interactive Entertainment

Das Erste woran ich persönlich denken musste, ist das US‑Patent 8,246,454. Die Werbung sollte erst verschwinden, sobald der Endverbraucher den Namen der Marke laut gerufen hat. Dieses Patent hat Sony jetzt seit 2009 und im Leumund wurde die Situation weitergetragen als "juhuu, Sony sperrt diese schäbige Idee in ihrem Schrank ab, damit andere im Markt es nicht nutzen können".
Für mich herrscht daher erstmal ein "benefit of the doubt", aber man kann sich bei Unternehmen in dieser Größenordnung, die nur auf endlosem Wachstum schielen, nie sicher sein. Bestenfalls verhindert Sony hier, dass andere Firmen diese Idee missbrauchen können. Stellt sich nur noch die Frage, was genau Sony davon hat, dem Markt sowas vorzuenthalten. Passiert das aus Liebe zu Videospielen? Auch wieder schwer zu glauben.
Ooof... dafür gibt es ein super passendes React-meme:
Guck dir mal Amazon Prime, Disney+ und Netflix an. Inzwischen zahlst du auch Subscriptions und bekommst *trotzdem* Werbung (mit der Option diese gegen Aufpreis ausblenden zu können).
Ich kenn deren "Angebote" nicht wirklich, da ich des ganze Zeugs nicht nutze.
Aber ich glaub, dass man bei denen auch nicht für die einzelnen Inhalte separat zahlt (also die Inhalte bzw. zugehörige Lizenzen richtig kauft) , sondern dass man Abos abschließt und für Diese (Abos) zahlt.
Das wär dann schon ein erheblicher Unterschied, im Vergleich Dazu, dass man jeweilige Spiele bzw. zugehörige Lizenzen richtig gekauft hat.
Die privaten TV-Sender (wo man ja direkt gar nichts zahlt) tragen sich ja bspw. Vollständig durch Werbung (dadurch zahlt man es dann indirekt doch wiederum, da die Werbung für die jeweiligen Produkte ja was kostet und die Produkte entsprechend teurer macht <---> andererseits wird durch Werbung mehr verkauft, was die Produkte durch mehr Massenproduktion wiederum etwas günstiger macht...alles nicht so einfach) .
Das mag zwar für uns einen Unterschied machen, aber ich würde wirklich, wirklich, WIRKLICH nicht darauf wetten, dass die CEOs dieser Welt dieses Argument gelten lassen. Wir sind schließlich auch schon soweit, dass es extrem auffällige Produktplatzierungen real existierender Marken in Videospielen gibt:
https://www.polygon.com/2019/11/14/209…acement-kojima/
Was ein gigantischer Unterschied ist zu fiktiven Satire-Marken wie ACME, Duff Bier, Brawndo, Binford und Slurm Cola...
Ohne Dem hätte jeweiliges Spiel bzw. zugehörige Lizenz beim richtigen Kauf kurz nach Veröffentlichung vll. nen 10er oder nen 20er mehr gekostet.
Edit:
Oder die Entwicklung jeweiliges Spiels hätte vll. ohne Dem nicht erfolgreich beendet werden können, da zum erfolgreichen Beenden der Entwicklung noch viel Geld gefehlt hätte, welches der Werbepartner (der von Entwicklerseite aus, aus der "Not" heraus zum Werbepartner wurde) vorgestreckt hat.
Mir eigentlich egal, aber der Link mit dem Bild da ist ja sogar noch kostenlose Werbung.