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Kleinere Cartridges scheinen zu wirken: Immer mehr „kleine“ Spiele kommen physisch für Switch 2

Zum Start der Nintendo Switch 2 erschienen nur wenige Spiele als vollständig physische Version. Statt kompletter Cartridges gibt es häufig nur Softwareschlüssel‑Karten ohne Daten darauf – die unter Sammlern unbeliebten Game-Key-Cards.

Das Problem entstand, weil es bisher dem Vernehmen nach nur zwei „physische“ Optionen für Publisher gab: die ungeliebte (aber günstige) Game Key Card oder die teure 64‑GB‑Cartridge. Nintendo lässt sich auch weiterhin nicht in die Karten gucken, aber die Gerüchte um kleinere „Switch 2″‑Cartridges mit geringerer Speicherkapazität aus dem Dezember scheinen sich jetzt aber zu bewahrheiten.

Gefühlt erscheinen nämlich immer mehr Spiele vollständig physisch, wie „Does it play?!“ feststellte. Demnächst gibt es etwa eine „echte“ Cartridge-Variante des neuen Super Meat Boy 3D*, das im Nintendo eShop nur auf 3,1 GB kommt – daher liegt die Vermutung nahe, dass hier eine kleinere, beispielsweise 4 GB große Cartridge zum Einsatz kommt.

Auch weitere Indie-Spiele erscheinen teilweise unerwartet auf Cartridge, sie liegen ebenfalls in dieser Größenordnung: etwa Dave the Diver*, The Disney Afternoon Collection*, Absolum*, Mio: Memories in Orbit, Outbound*, Darwin’s Paradox, und Super Bomberman Collection. Das größte Spiel ist Mouse: P.I. For Hire* mit 11,1 GB. Auch ein paar mutmaßlich größere Spiele „trifft“ es: Indiana Jones und der Große Kreis* ebenso wie das kommende Trails in the Sky 2nd Chapter* von Falcom.

Weiterhin: unbestätigt

Publisher ININ Games hatte sogar seine Entscheidung für eine Game Key Card revidiert und wird R-Type Dimensions III auf einer „echten“ Cartridge veröffentlichen. Auch Shenmue 3* soll für Switch 2 tatsächlich physisch erscheinen. Es bleiben hoffentlich nicht die einzigen Ausnahmen

Offiziell bestätigt hat Nintendo diese kleineren Cartridges bislang nicht; es handelt sich daher weiter um Gerüchte. Allerdings ist kaum vorstellbar, dass Indie-Spiele-Publisher den Vollpreis für eine 64-GB-Cartridge zahlen, um darauf 3 GB große Spiele zu pressen. Geht es wieder in die richtige Richtung? Was meint ihr?

Bildmaterial: ININ Games

4 Kommentare

  1. Der Haken an der Geschichte, dass der Großteil der genannten Entwickler/Publisher idealistisch genug sind, um selbst die große teure Karte für ihre kleinen Spiele zu nutzen, zumal die auch wissen, dass die sich bei ihrem nischigeren Publikum kein Gefallen tun würde, wenn sie mit Key Cards rankommen.
    Hatte sich der eine oder andere nicht gar negativ zu den Key Cards geäußert?

    Daher ist das leider noch lange nicht Bestätigung für die Gerüchte. Aber es wäre natürlich wünschenswert und an sich wäre es auch durchaus logisch. Das Problem ist nur, dass der Erfolg von Pokopia, wodurch die Key Card von der Masse akzeptiert wurden, nochmal ein großes Umdenken in Gang gesetzt haben könnte.
    Da muss man mal abwarten, wie sich das nun auswirkt.

  2. Die Häufung ist schon auffällig. Dass andere auch zukünftig zur GKC greifen, auch klar. Und für viele weitere wie Adventure of Elliot kam's vielleicht schon zu spät. Mal sehen, wie es weitergeht. Die Tendenz stimmt jedenfalls.

  3. Das Problem ist nur, dass der Erfolg von Pokopia, wodurch die Key Card von der Masse akzeptiert wurden, nochmal ein großes Umdenken in Gang gesetzt haben könnte.
    Da muss man mal abwarten, wie sich das nun auswirkt.


    Das Gefühl hatte ich nicht. Fast jeder im Freundeskreis, der GKC nicht mag, hat es sich lieber digital gekauft weil ihm die GKC nicht das Geld wert war. Nur zwei haben zu einer gegriffen weil sie es weiterverkaufen wollen.

    Denke mal das es eher einen Shift zu digital gab, wenn auch bei einigen eher unfreiwillig.

    Mal hoffen, dass die Publisher in Zukunft merken, dass die meisten lieber richtige retails mögen und sich die Situation wieder bessert.

  4. Fast jeder im Freundeskreis, der GKC nicht mag, hat es sich lieber digital gekauft

    Genau darum geht es. Damit ist deren Strategie aufgegangen und sie haben das Meiste Geld gemacht. Das ist doch der Trick bei der ganzen Key Card Sache.
    Aber auch abseits der Wechsler zur digitalen Version, schau mal in die Verkaufscharts. Die Key Card hat sich fantastisch verkauft. Die Masse hats akzeptiert. Alle anderen indirekt ebenfalls, in dem sie eben zum Download griffen, womit sie Nintendo in die Karten gespielt haben.
    War halt ein schlauer Schachzug ausgerechnet Pokopia zu nutzen, welches eben nun mal echt gut wurde und wo es durchaus weh tut, es auszulassen, weshalb man auch niemanden einen Vorwurf machen kann, der es sich geholt hat.

    Kann immer noch sein, dass ich mich am Ende täusche und es sich nicht so fatal entwickelt, wie ich befürchte, aber angesichts dessen, dass das selbe Spielchen auch schon mit DLCs funktioniert hat und inzwischen gar Leute nach DLCs bitten, so absurd das auch sein mag... Ich denke Pessimismus ist hier durchaus nachvollziehbar, besonders beim aktuellen Nintendo Präsidenten 😅

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