Erst kürzlich wurde bekannt, dass einige Ideen aus Donkey Kong Bananza möglicherweise bereits Hinweise auf das nächste Projekt des Entwicklerteams geben könnten. Nun gibt es weitere Einblicke in die Entstehung des Spiels – und vor allem in eine seiner wichtigsten Mechaniken.
„Was gibt es denn, was Mario nicht kann?“
Obwohl Super Mario Odyssey und Donkey Kong Bananza vom gleichen Team bei Nintendo entwickelt wurden, sollten sich beide Spiele möglichst unterschiedlich anfühlen. Während Mario in Odyssey vor allem mit Cappy neue Fähigkeiten erhält und damit seine Umgebung kreativ nutzt, setzt Bananza auf pure Kraft.
Produzent Kenta Motokura erklärte im Interview mit GamesRadar während der Game Developers Conference 2026, wie das Team auf die Idee für das zerstörungsbasierte Gameplay kam: „Nun, was kann ein Mensch eigentlich nicht tun? Was könnte Mario nicht tun? Welches Ausmaß an Zerstörung würde man nur bei Donkey Kong erleben, wenn er auf Felsen einschlägt und so weiter?“
Genau diese Überlegung führte letztlich dazu, dass Donkey Kong in Bananza ganze Teile der Umgebung zerstören kann. Die Entwickler wollten gezielt eine Spielmechanik schaffen, die nur zu der Figur passt und sich klar von Marios Fähigkeiten unterscheidet.
Bereits früh in der Entwicklung tauschte sich das Team außerdem mit Shigeru Miyamoto und Yoshiaki Koizumi aus. Gemeinsam diskutierte man, welche Eigenschaften Donkey Kong einzigartig machen und wie sich diese spielerisch umsetzen lassen könnten. Daraus entwickelten sich schließlich Ideen für neue Technologien und Gameplay-Mechaniken.
Wo rohe Kräfte …? Mitnichten!
Dabei spielte auch das Design der Figur eine große Rolle. Donkey Kong ist groß, kräftig und bekannt für seine rohe Stärke – also lag es nahe, genau diese Eigenschaften ins Zentrum des Spiels zu stellen. Das Ergebnis ist ein Gameplay, bei dem Spieler ganze Felsen zertrümmern, versteckte Geheimnisse entdecken und mit viel Freiheit durch die Levels navigieren können.
Motokura betonte dabei, dass es dem Team besonders wichtig war, die Unterschiede zwischen beiden Marken herauszuarbeiten: „Natürlich kann man sowohl in Mario-Spielen als auch in Donkey-Kong-Spielen jede Menge Spaß haben. Aber wir wollen die Unterschiede zwischen diesen beiden Spielereihen herausarbeiten und sie als Abwechslung für die Spieler in den Vordergrund stellen. Das gilt auch für den Spielstil.“
Mit dieser Philosophie versucht Nintendo also bewusst, den Charakteren ihre eigene Identität zu geben – auch wenn sie vom selben Team stammen. Wie war es bei euch? Gab es zu viel Zerstörung in Donkey Kong Bananza oder war es für DK genau richtig?

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